Justiz, Menschenrechte

Als erstes Land in Asien führt Taiwan die Ehe für alle ein.

17.05.2019 - 11:16:05

Ehe für alle - Taiwan führt als erstes asiatisches Land die Homo-Ehe ein. Das Parlament folgt einem Urteil des Verfassungsgerichts und stellt damit gleichgeschlechtliche Beziehungen rechtlich verheirateten Paaren gleich.

Taipeh - Als erstes Land in Asien ermöglicht Taiwan die gleichgeschlechtliche Ehe. Das Parlament der Inselrepublik stimmte heute für ein entsprechendes Gesetz.

Demnach können sich homosexuelle Partner ab dem 24. Mai für eine Hochzeit registrieren lassen. Bislang hatte Taiwans Zivilgesetzbuch die Homo-Ehe nicht anerkannt.

Nach der Abstimmung bejubelten Zehntausende Befürworter im Zentrum der Hauptstadt Taipeh die Entscheidung. Taiwans Verfassungsgericht hatte sich bereits vor zwei Jahren für die Homo-Ehe ausgesprochen. Regierung und Parlament waren aufgefordert, die Gesetze des Landes zu überarbeiten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Peking verärgert - Deutschland schützt zwei Aktivisten aus Hongkong. Zwei geflüchtete Aktivisten finden Zuflucht in Deutschland. Peking kritisiert «Einmischung». Mit der wachsenden demokratischen Bewegung zieht die kommunistische Führung die Zügel in Hongkong enger an. (Politik, 23.05.2019 - 12:56) weiterlesen...

Türkei: Prozess gegen Mesale Tolu vertagt. Istanbul - In Istanbul ist der Prozess gegen die deutsche Journalistin Mesale Tolu auf den 11. Oktober vertagt worden. Tolu war nicht anwesend. Im Sommer hatte sie nach Monaten der U-Haft ausreisen dürfen. Die ursprünglich geplante Anhörung eines «geheimen Zeugen» - wurde wegen eines «technischen Problems» auf die nächste Verhandlung verschoben. Die Staatsanwaltschaft wirft Tolu, ihrem Ehemann Suat Corlu und einer Gruppe weiterer Angeklagter Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei MLKP vor. Die gilt in der Türkei als Terrororganisation. Türkei: Prozess gegen Mesale Tolu vertagt (Politik, 23.05.2019 - 11:48) weiterlesen...

Hongkonger bekommen Asylschutz - Schutz für Aktivisten: China wirft Berlin Einmischung vor. Der Sprecher des Außenministeriums, Lu Kang, übte am Donnerstag scharfe Kritik an der Anerkennung von zwei prodemokratischen Hongkonger Aktivisten als Flüchtlinge in Deutschland. Peking - Die chinesische Regierung hat der Bundesregierung eine Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten vorgeworfen. (Politik, 23.05.2019 - 10:50) weiterlesen...

Anerkennung von Flüchtlingen - Bundesregierung besorgt über Menschenrechtslage in Hongkong Berlin/Hongkong - Die Bundesregierung hat sich «zunehmend» besorgt über eine Verschlechterung der Menschenrechtslage in Hongkong gezeigt. (Politik, 23.05.2019 - 07:24) weiterlesen...