Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Konflikte, Taliban

Alle Taliban sollen aus dem Bezirk Parjan vertrieben worden sein.

06.09.2021 - 12:42:01

Afghanistan - Widerstandskämpfer: Taliban erlitten schwere Verluste. Die Angaben konnten jedoch nicht von unabhängiger Seite überprüft werden.

BERLIN - Die Linke hat erneut für ein Regierungsbündnis mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl geworben. "Es gibt in diesem Land eine Mehrheit, die Ungleichheit und Armut nicht länger hinnehmen will", heißt es in einem Vorschlag für ein "Sofortprogramm", das die Partei am Montag vorlegte. Man könne nicht noch einmal vier Jahre so weitermachen, sagte die Co-Chefin und Spitzenkandidatin der Partei, Janine Wissler, im ZDF-"Morgenmagazin". "Und da, finde ich, sollten SPD, Grüne und Linke gemeinsam nach der Wahl, wenn es eine Mehrheit gibt, sehr ernsthaft sondieren, ob man sie nutzen kann."

In dem Papier, das die Linke vorlegte, sind wesentliche Teile ihres Wahlprogramms noch einmal zusammengefasst: Höherer Mindestlohn, eine Kindergrundsicherung, höhere Renten, weniger Steuern für geringe und mittlere Einkommen, Vermögensabgabe und Vermögenssteuer, Mietenstopp, Klimaschutz. Wissler sagte Richtung SPD, solche Themen seien mit Union und FDP nur schwer umzusetzen.

Eine Ampel "wäre Wahlbetrug mit Ansage, weil die SPD mit der FDP ihr Wahlprogramm nicht umsetzen kann", sagte Co-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch am Montag.

Spitzenpolitiker der Union warnen vor einem "Linksrutsch" und verlangen von der SPD, eine Koalition mit der Linken auszuschließen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat ein klares Bekenntnis zur Nato zur Bedingung für alle potenziellen Koalitionspartner gemacht. Die Linke strebt grundsätzlich eine Auflösung der Nato und "ihre Ersetzung durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands" an.

Wissler betonte, es handele sich um ein Sofortprogramm. "Selbst wenn eine Bundesregierung sich einig würde, würde man wohl nicht in einem sofortigen Schritt zu einem neuen internationalen Sicherheitsbündnis kommen." Außerdem sei es jetzt nicht die Zeit dafür, Bekenntnisse voneinander zu verlangen.

"Noch interessanter als das, was im Sofortprogramm drin steht, ist das, was nicht drinsteht", kommentierte der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold. Natürlich gebe es in der Sozial- oder Klimapolitik Gemeinsamkeiten, "aber die Linke redet um den heißen Brei herum". Zum Knackpunkt Europa- und Außenpolitik sage die Partei nichts. "Die ernsthaften Zweifel an der Regierungsfähigkeit kann die Linke so nicht beseitigen", sagte Giegold, der Mitglied des Gründungsvorstandes des Instituts Solidarische Moderne ist. Die linke Denkfabrik hatte er 2010 gemeinsam mit Andrea Ypsilanti (SPD) und Katja Kipping (Linke) ins Leben gerufen.

@ dpa.de