Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Krankenhausärzte

Ärzte in deutschen Krankenhäusern klagen über eine massive Belastung durch Verwaltungsaufgaben.

23.01.2020 - 01:02:19

Krankenhausärzte klagen über Verwaltungsaufgaben

60 Prozent der Mediziner sind täglich drei Stunden und mehr mit bürokratischen Tätigkeiten befasst. Bei jedem Dritten (35 Prozent) waren es sogar vier Stunden und mehr.

Das geht aus einer Umfrage der Ärztegewerkschaft Marburger Bund hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten. Demnach habe der Zeitaufwand für administrative Tätigkeiten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen: So hätten im Jahr 2013 bei einer vergleichbaren Umfrage nur acht Prozent der Klinikärzte angegeben, mehr als drei Stunden pro Tag mit Verwaltungstätigkeiten befasst zu sein. "Wir ersticken buchstäblich in Bürokratie", sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, den Funke-Zeitungen. "Es ist schlichtweg ein Skandal, wie viel Arbeitskraft und Arbeitszeit mit Datenerfassung und Dokumentation vergeudet wird." Johna forderte die Politik auf, die Krankenhäuser von bürokratischen Reglementierungen zu befreien. Notwendig sei eine Generalinventur, bei der unnötige Vorgaben gestrichen würden. Die Arbeitskraft von Ärzten müsse den Patienten zur Verfügung stehen und nicht am Schreibtisch vergeudet werden, so Johna. Auch die Pflegekräfte in Kliniken und Pflegeheimen klagen über zu viel Verwaltungsaufwand: "Auf der Wunschliste vieler Pflegekräfte steht weniger Bürokratie ganz oben", sagte der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, den Funke-Zeitungen. "Unglaublich aber wahr: Im Jahr 2020 verlangen Kassen von Heimen und Pflegediensten tatsächlich noch immer stapelweise Papierbelege", kritisierte Westerfellhaus. Pflegedienste müssten ihre Pflegekräfte viel zu häufig damit beschäftigen, Leistungsnachweise zusammenzustellen und ärztliche Verordnungen per Fax und Telefon mit der Krankenkasse abzustimmen. "Digitales Datenmanagement spart Zeit für die eigentliche Versorgung und wirkt sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit aus - im Pflegeheim genauso wie im Krankenhaus." Für die Umfrage des Marburger Bundes wurden im September und Oktober 2019 insgesamt rund 6.500 angestellte Ärzte, die zu über 90 Prozent in Krankenhäusern tätig sind, befragt. Durchgeführt wurde die Online-Befragung vom Institut für Qualitätsmessung und Evaluation (IQME).

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Coronavirus: Linke will mehr Geld für Personal und Hygiene Linke-Bundeschef Bernd Riexinger fordert von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), er müsse durch mehr Personal in Krankenhäusern für lückenlose Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus sorgen. (Politik, 27.02.2020 - 16:01) weiterlesen...

Regierung genehmigt zusätzliche Millionen für WHO und RKI Die Bundesregierung stellt weitere Millionen Euro zur Eindämmung des Coronavirus bereit. (Politik, 27.02.2020 - 15:55) weiterlesen...

FDP: Merkel muss Kampf gegen Coronavirus zur Chefsache machen FDP-Fraktionsvize Michael Theurer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, das Krisenmanagement gegen das Coronavirus an sich zu ziehen. (Politik, 27.02.2020 - 14:37) weiterlesen...

Spahn: Pandemiepläne werden nicht oft genug geübt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht im Zusammenhang mit der aktuellen Coronavirus-Krise Bedarf für Nachbesserungen bei den Maßnahmen der Behörden. (Politik, 27.02.2020 - 14:09) weiterlesen...

Innenminister: Abriegeln der deutschen Grenze nicht möglich Ein komplettes Abriegeln der deutschen Grenze ist nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unmöglich. (Politik, 27.02.2020 - 13:57) weiterlesen...

Amtsärzte: Gesundheitsämter schlecht auf Coronavirus vorbereitet Die Amtsärzte in Deutschland sehen die Gesundheitsämter insgesamt schlecht auf einen größeren Corona-Ausbruch hierzulande vorbereitet. (Politik, 27.02.2020 - 10:45) weiterlesen...