Tarife, Öffentlicher Dienst

Ab Sonntag wird wieder verhandelt - vorher wird noch einmal kräftig gestreikt.

12.04.2018 - 15:50:04

Kitas und Verwaltungen dicht - Verdi legt Nahverkehr in vielen Städten lahm. Zu spüren bekommen es Pendler, aber auch Eltern von Kita-Kindern, denn rund 45.000 Beschäftigte legen die Arbeit nieder.

  • Warnstreik im öffentlichen Dienst - Foto: Arne Dedert

    Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden fortgesetzt. Foto: Arne Dedert

  • Großraum Stuttgart - Foto: Marijan Murat

    Besonders stark betroffen: Mitarbeiter der Stuttgarter Straßenbahnen AG streiken auf dem SSB-Betriebsgelände. Foto: Marijan Murat

  • Kein Nahverkehr - Foto: Hauke-Christian Dittrich

    Die Anzeigetafel weist auf den ganztägigen Streik der Mitarbeitern der hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra hin. Foto: Hauke-Christian Dittrich

  • Verschlossene Türen - Foto: Hauke-Christian Dittrich

    Linienbusse stehen hinter verschlossenen Toren der hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra. Foto: Hauke-Christian Dittrich

  • Schild - Foto: Carsten Rehder

    Ein Warnstreik-Schild steht vor der Einfahrt zu den Stadtwerken Kiel. Die anhaltenden Warnstreiks zielen auf die voraussichtlich abschließende Tarifrunde für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Foto: Carsten Rehder

  • Nichts fährt mehr - Foto: Marijan Murat

    Eine Frau geht in Stuttgart an einer geschlossenen U-Bahn Station vorbei. Foto: Marijan Murat

  • Frank Bsirske - Foto: Axel Heimken

    Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft Verdi, spricht bei einer Kundgebung.Foto: Axel Heimken

Warnstreik im öffentlichen Dienst - Foto: Arne DedertGroßraum Stuttgart - Foto: Marijan MuratKein Nahverkehr - Foto: Hauke-Christian DittrichVerschlossene Türen - Foto: Hauke-Christian DittrichSchild - Foto: Carsten RehderNichts fährt mehr - Foto: Marijan MuratFrank Bsirske - Foto: Axel Heimken

Berlin - Gegen Ende einer Woche massiver Warnstreiks haben die Gewerkschaften den Nahverkehr unter anderem in Stuttgart und Hannover teils lahmgelegt. Am dritten Warnstreiktag in Folge blieben zudem in vielen Städten Kitas und Stadtverwaltungen geschlossen.

Mancherorts arbeiteten Müllentsorger und Stadtreiniger nicht. Auch in Krankenhäusern gab es Einschränkungen des Betriebs. Bundesweit legten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehr als 45.000 Beschäftigte des Bundes und der Kommunen ihre Arbeit nieder.

Verdi und der Beamtenbund dbb, der auch Angestellte vertritt, fordern sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat und 100 Euro mehr für Auszubildende. Die Arbeitgeber lehnen das ab, insbesondere den Mindestbetrag. Die voraussichtlich abschließende Verhandlungsrunde startet an diesem Sonntag in Potsdam, dann erstmals auch mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) als Verhandlungsführer des Bundes. Die Runde soll voraussichtlich am Montag, Dienstag oder Mittwoch enden.

Verdi-Chef Frank Bsirske rief die Arbeitgeber auf, die Jobs im öffentlichen Dienst attraktiver zu gestalten. Bsirske verlangte bei einer Kundgebung in Hannover vor allem, eine Perspektive für junge Fachkräfte zu schaffen. «Es sind goldene Zeiten für die deutsche Wirtschaft. Aber an dieser Festtagstimmung sollen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilhaben. Auch die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst.»

In Stuttgart griffen verschiedene Redner die Arbeitgeber und die Bundesregierung an. Warnstreiks gab es nach Angaben von Verdi am Donnerstag in elf Bundesländern. Am Freitag sind unter anderem Demonstrationen und Ausstände in Leipzig und Dresden geplant.

@ dpa.de