Konflikte, Venezuela

50 Tage wird in Venezuela schon demonstriert, immer mehr Menschen begehren gegen den Lebensmittelmangel und eine drohende Diktatur auf.

21.05.2017 - 08:10:06

Neue Proteste gegen Maduro - Militär besetzt deutsche Kolonie in Venezuela. In einer deutschen Schwarzwald-Kolonie marschiert das Militär auf.

  • Krise in Venezuela - Foto: Ariana Cubillos

    Umwabert von Rauch und Tränengaswolen protestierten Tausende in Caracas gegen die Regierung. In der Hauptstadt kam es beim «Marsch der Millionen» zu schweren Ausschreitungen. Foto: Ariana Cubillos

  • Massenprotest - Foto: Ariana Cubillos

    Demonstranten marschieren über eine Autobahn. Das von einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelte erlebt regelmäßig schwere Proteste gegen die Regierung und Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Foto: Ariana Cubillos

  • Präsident Nicolas Maduro - Foto: Prensa Miraflores

    Mit seiner Vision eines "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" hat Präsident Maduro das Land in eine Wirtschaftskrise und an den Rand des Bürgerkriegs gebracht. Foto: Prensa Miraflores

  • Protest - Foto: Fernando Llano

    Protest gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. Die Kluft zwischen Gegnern und Anhängern der Regierung scheint kaum zu überwinden. Foto: Fernando Llano

  • Colonia Tovar - Foto: Georg Ismar/Archiv

    Der 1843 von Einwanderern aus Deutschland gegründete Ort Colonia Tovar. Der Ort ist bis auf weiteres unter Militärkontrolle gestellt worden. Foto: Georg Ismar/Archiv

  • Festnahme - Foto: Fernando Llano

    Venezolanische Sicherheitskräfte nehmen in Caracas einen Demonstranten fest. Im Laufe der seit Wochen andauernden Proteste wurden fast 2000 Demonstranten festgenommen. Foto: Fernando Llano

Krise in Venezuela - Foto: Ariana CubillosMassenprotest - Foto: Ariana CubillosPräsident Nicolas Maduro - Foto: Prensa MirafloresProtest - Foto: Fernando LlanoColonia Tovar - Foto: Georg Ismar/ArchivFestnahme - Foto: Fernando Llano

Caracas - Rund 50 Tage nach Beginn der Massenproteste gegen Venezuelas sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro sind im ganzen Land erneut Hunderttausende Menschen auf die Straßen gegangen.

In der Hauptstadt Caracas kam es beim «Marsch der Millionen» aber zu schweren Ausschreitungen, die Polizei setzte massiv Tränengas ein. Es war eine der größten Kundgebungen bisher, ein Menschenmeer zog durch Caracas. In allen 23 Bundesstaaten kam es zu Großkundgebungen.

Bisher starben bei Protesten und Plünderungen 48 Menschen, es kam zu über 2000 Festnahmen. Die Opposition wirft Maduro vor, das von einer dramatischen Versorgungskrise erschütterte Land mit den größten Ölreserven in eine Diktatur zu verwandeln und fordert Neuwahlen.

Auch in der von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt Colonia Tovar kam es zu heftigen Ausschreitungen. Der Ort mit seinen rund 20.000 Einwohnern wurde bis auf weiteres unter Militärkontrolle gestellt. Bei Protesten gegen Maduro war dort zuvor der Sitz der Nationalparkbehörde angegriffen worden, Autos wurden angezündet.

Zunächst wurde mit Straßenblockaden versucht, ein Einmarschieren des Militärs zu verhindern. Die Nationalgarde soll ein 13-jähriges Mädchen angefahren haben, das verletzt wurde, hieß es. Bilder zeigten Tränengaswolken vor dem malerischen Stadttor - Colonia Tovar erinnert mit Fachwerkhäusern und Einkehrmöglichkeiten wie dem Café «Muhstall» an den Schwarzwald. Der Ort liegt eine Stunde von Caracas entfernt.

«Das ist eine sehr angespannte Situation», sagte eine Mitarbeiterin des Hotels «Bergland» der Deutschen Presse-Agentur. Das Militär sei mit vielen Lastwagen angerückt und kontrolliere die Ortseingänge. Die Hotels seien wegen der gefährlichen Lage derzeit geschlossen.

Der Ort ist besonders bei Tagestouristen beliebt. Deutsche Wurst und Brot sind der Renner, aber die dramatische Versorgungskrise geht auch an Colonia Tovar nicht spurlos vorbei, es kommen weit weniger Gäste als früher. Gegründet wurde die Siedlung von 392 Badensern, die 1842 aus dem Kaiserstuhl mit dem Schiff nach Südamerika kamen. Bis heute haben sich die alemannische Kultur und der Dialekt der Heimat erhalten.

Die Kolonisten waren von Venezuela angeworben worden, der spätere Präsident Manuel Felipe de Tovar schenkte ihnen das Land, auf dem sie Obst und Gemüse anbauten. Erst durch den Bau einer Straße wurde Colonia 1964 richtig an die Außenwelt angeschlossen, der Tourismus wurden dadurch zur Haupteinnahmequelle in der deutschen Kolonie.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!