Notfälle, Unwetter

17 Tage waren sie in einer Tropfsteinhöhle in Thailand gefangen, jetzt erholen sich die jungen Fußballer in einem Krankenhaus.

11.07.2018 - 06:58:06

Mission geglückt - Details zu Rettung aus Höhle in Thailand erwartet. An diesem Mittwoch wollen die Behörden über die hochgefährliche Rettungsmission informieren, bei der ein Taucher starb.

  • Höhlendrama Thailand - Foto: Vincent Thian/AP

    Jesada Chokdumrongsuk (M), stellvertretender Leiter des Gesundheitsministeriums, spricht während einer Pressekonferenz in einem Krankenhaus. Foto: Vincent Thian/AP

  • Höhlendrama Thailand - Foto: Sakchai Lalit/AP

    Rettungskräfte sind auf dem Weg zur Höhle, in der sich noch Mitglieder der Jugend-Fußball-Mannschaft befinden. Foto: Sakchai Lalit/AP

  • Behandlung - Foto: Chiang Rai Public Relations Office/AP

    Rettungskräfte sorgen sich um einen der Jungen. Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn versicherte am Montagabend, alle bislang Geretteten seien «sicher und gesund». Das Drama dauert bereits seit dem 23. Juni. Foto: Chiang Rai Public Relations Office/AP

  • Retungshubschrauber - Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

    In der Nähe der Höhle stehen Hubschrauber, um die geretteten Kinder ins Krankenhaus zu bringen. Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

  • Eingeschlossene Jungen - Foto: Royal Thai Navy Facebook Page/AP

    «Macht euch keine Sorgen, wir sind alle stark» - so steht es auf einem handbeschriebenen Zettel, den ein Rettungstaucher den seit Tagen vor dem Höhleneingang campierenden Angehörigen übermittelte. Foto: Foto: Royal Thai Navy Facebook Page/AP

  • Gruppe von Jugendfußballern - Foto: Thai Navy Seals/XinHua

    Viele haben schon nicht mehr daran geglaubt. Rund um die Welt hoffen viele jetzt darauf, dass das Höhlendrama in Thailand für alle Eingeschlossenen glücklich zu Ende geht. Hier ein Foto der eingeschlossenen Fußballmannschaft. Foto: Thai Navy Seals/XinHua

  • Retter in Thailand - Foto: Royal Thai Navy

    Aus dem Inneren der Höhle: Ein Mitglied des thailändischen Rettungsteam geht in die teilweise geflutetet Höhle hinein. Foto: Royal Thai Navy

  • Höhlendrama beendet - Foto: Vincent Thian/AP

    Die letzten geretteten Jungen samt ihrem Trainer werden zu einem Helikopter gebracht. Spezailtaucher haben nun auch die letzten Verbliebenen aus der gefluteten Höhle gerettet. Foto: Vincent Thian/AP

  • Krankenwagen - Foto: Das Happy End grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins «Wildschweine» aus dem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Foto: Vin

    Das Happy End grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins «Wildschweine» aus dem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Foto: Vin

  • Rettungstaucher - Foto: Royal Thai Navy/AP

    Die letzten vier Rettungstaucher nach dem Verlassen der Höhle. Foto: Royal Thai Navy/AP

Höhlendrama Thailand - Foto: Vincent Thian/APHöhlendrama Thailand - Foto: Sakchai Lalit/APBehandlung - Foto: Chiang Rai Public Relations Office/APRetungshubschrauber - Foto: Sakchai Lalit/AP/dpaEingeschlossene Jungen - Foto: Royal Thai Navy Facebook Page/APGruppe von Jugendfußballern - Foto: Thai Navy Seals/XinHuaRetter in Thailand - Foto: Royal Thai NavyHöhlendrama beendet - Foto: Vincent Thian/APKrankenwagen - Foto: Das Happy End grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins «Wildschweine» aus dem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Foto: VinRettungstaucher - Foto: Royal Thai Navy/AP

Mae Sai - Nach dem Höhlendrama von Thailand wollen die Behörden heute Details über die spektakuläre Rettung der zwölf Jugendfußballer und ihres Trainers bekanntgeben.

Für 10.00 Uhr Ortszeit - also 5.00 Uhr MESZ - ist in der Klinik in der Provinzhauptstadt Chiang Rai, wo sich die Geretteten erholen, eine Pressekonferenz geplant.

Die hochgefährliche Rettungsmission war am Dienstag nach 17 Tagen Zittern und Bangen glücklich zu Ende gegangen. Die letzten fünf Eingeschlossenen - darunter auch der Jüngste, ein Elfjähriger - wurden von Spezialtauchern aus der Höhle im Norden Thailands, an der Grenze zu Myanmar, ins Freie gebracht. Insgesamt benötigte das Team für die entscheidende Phase der Rettung drei Tage.

Das Jugend-Fußballteam war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non von Wassermassen überrascht worden. Erst nach neun Tagen, in denen es keinerlei Lebenszeichen gab, wurden die Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Trainer von Höhlentauchern entdeckt. Die Rettung wurde zu einem Kampf gegen Wetter und Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison; das Wasser in der Höhle drohte zu steigen.

Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team aus seinem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die großenteils überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Wie gefährlich die Rettungsmission war, machte der Tod eines erfahrenen Tauchers bei der Vorbereitung der Aktion deutlich. Ihm war der Sauerstoff ausgegangen. Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn, der Leiter des Einsatzes, bezeichnete ihn als Helden.

Der Weg zurück ans Licht dauerte jeweils mehrere Stunden. Keiner der Fußballer hatte Erfahrung im Tauchen, weshalb sie von Profis ins Schlepptau genommen wurden. Manche Stellen in der Höhle waren extrem eng. Das Kernteam der Retter bestand aus mindestens 19 Spezialtauchern, die meisten kamen aus dem Ausland. Insgesamt waren mehr als 1000 Helfer beteiligt.

Aus aller Welt trafen Glückwünsche ein. Zu den ersten Gratulanten gehörte US-Präsident Donald Trump. Er schrieb auf Twitter: «Was für ein schöner Moment - alle befreit, großartige Arbeit!» Trumps Frau Melania meinte: «Ich wünsche allen eine schnelle Genesung.» Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte, es gebe vieles zu bewundern: «der Durchhaltewille der tapferen Jungs und ihres Trainers, das Können und die Entschlossenheit der Retter». Auch von vielen Fußballvereinen und Profikickern - auch aus Deutschland - kam Beifall.

@ dpa.de

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