Sivers, Board-Umbau

Sivers: Board-Umbau mit Nideborn und Svancar

24.05.2026 - 01:52:11 | boerse-global.de

Sivers Semiconductors treibt die Vorbereitung auf eine Zweitnotiz an der Nasdaq voran. Ein Board-Umbau und ein verlängerter Verteidigungsauftrag untermauern die US-Strategie.

Sivers: Board-Umbau mit Nideborn und Svancar - Foto: über boerse-global.de
Sivers: Board-Umbau mit Nideborn und Svancar - Foto: über boerse-global.de

Sivers Semiconductors beendet die Woche mit einem klaren Signal: Der schwedische Photonik- und Wireless-Spezialist richtet sich sichtbar auf die USA aus. Kursrally, neue Board-Kandidaten, Verteidigungsauftrag und verschobene Quartalszahlen greifen dabei ineinander. Im Zentrum steht die mögliche Zweitnotiz an der Nasdaq New York.

Die Aktie schloss am Freitag bei 72,90 schwedischen Kronen und legte um 23,45 Prozent zu. Im Tagesverlauf reichte die Spanne bis 74,90 Kronen. Das ist mehr als nur ein starker Handelstag.

Board-Umbau mit US-Bezug

Der Nominierungsausschuss hat für die Hauptversammlung am 15. Juni 2026 eine neue Zusammensetzung des Verwaltungsrats vorgeschlagen. Dr. Bami Bastani, Todd Thomson und Karin Raj sollen im Gremium bleiben. Neu hinzukommen sollen Joakim Nideborn und Helena Svancar.

Auffällig ist der Abgang von Erik Fällström, Mitgründer und früher Investor. Auch Keith Halsey und der bisherige stellvertretende Vorsitzende Tomas Duffy sollen ausscheiden. Nideborn ist als neuer stellvertretender Vorsitzender vorgesehen und soll die Verantwortung für die nordische Region übernehmen.

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Das passt zur strategischen Lage. Nideborn bringt Erfahrung als Finanzchef börsennotierter Technologieunternehmen mit, unter anderem in Kapitalmarktfragen, internationaler Expansion und strategischer Geschäftsentwicklung. Svancar steuert mehr als zwei Jahrzehnte internationale Managementerfahrung bei.

Shorts ziehen sich teilweise zurück

Auch auf der Marktseite gibt es Bewegung. Qube Research & Technologies taucht nicht mehr als öffentlich meldepflichtiger Leerverkäufer auf, nachdem die Position am 19. Mai unter die Schwelle von 0,5 Prozent des Aktienkapitals gefallen war.

Andere Short-Positionen bleiben jedoch sichtbar. Drei Leerverkäufer halten zusammen 7,05 Prozent der Aktien. Das erklärt, warum starke Nachrichten bei Sivers besonders dynamische Kursreaktionen auslösen können.

Verteidigungsprojekt liefert Rückenwind

Parallel zum Board-Umbau meldete Sivers eine Verlängerung des Projekts EW STAR. Das Programm läuft im zweiten Jahr weiter und wird mit 6,6 Millionen US-Dollar gefördert. Inhaltlich geht es um breitbandige Antennenarray-Technologien für Anwendungen in der elektronischen Kampfführung.

Die Förderung kommt über den Northeast Microelectronics Coalition Hub im Rahmen des Microelectronics-Commons-Programms. Dieses Umfeld ist für Sivers wichtig, weil es technologische Relevanz mit staatlich gestützter Nachfrage verbindet.

An dem Projekt arbeiten neben Sivers auch BAE Systems, das MIT Lincoln Laboratory und die Columbia University mit. Damit bewegt sich das Unternehmen in einem Netzwerk, das für US-Investoren deutlich leichter einzuordnen ist als ein rein nordischer Spezialwert.

Bilanz-Umbau vor möglicher Nasdaq-Notiz

Der wichtigste operative Taktgeber bleibt die geplante mögliche Zweitnotiz in New York. Sivers hat die Konzernabschlüsse für 2024 und 2025 angepasst, um sie stärker an die Standards des US-amerikanischen Public Company Accounting Oversight Board anzulehnen.

Die Anpassungen betreffen unter anderem die Umsatzrealisierung zwischen Berichtsperioden, Vorratsbewertungen, Fair-Value-Annahmen bei aktienbasierter Vergütung und die Abschreibung zuvor aktivierter Entwicklungskosten. Das ist trockenes Rechnungswesen, kann für eine US-Notiz aber entscheidend sein.

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Für 2025 wurde der Nettoumsatz nur leicht von 304,1 Millionen auf 306,6 Millionen schwedische Kronen angepasst. Das operative Minus fiel dagegen deutlich höher aus.

Der Betriebsverlust weitete sich von 141,3 Millionen auf 177,8 Millionen Kronen aus. Der Nettoverlust stieg auf 222,6 Millionen Kronen, nach zuvor ausgewiesenen 186,5 Millionen Kronen.

Wegen dieser Prüfungs- und Anpassungsarbeiten wurde der Zwischenbericht für das erste Quartal auf den 29. Mai 2026 verschoben. Dieser Bericht wird nun zum ersten wichtigen Test unter dem neu aufbereiteten Rechnungsrahmen.

Bis Mitte Juni verdichtet sich der Kalender. Erst kommen die Quartalszahlen, dann entscheidet die Hauptversammlung über den vorgeschlagenen Board-Umbau. Die mögliche Nasdaq-Zweitnotiz bleibt der zentrale Treiber hinter der Neubewertung der Aktie — und der nächste harte Prüfstein für die jüngste Euphorie.

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