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Bund-Future, DE0009652644

FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen haben am Donnerstag wie auch viele andere europäische Staatstitel deutliche Kursverluste hinnehmen müssen.

07.11.2019 - 12:23:25

Deutsche Anleihen geben deutlich nach - Positive Nachrichten zum Handelsstreit. Positive Nachrichten zum US-chinesischen Handelsstreit trieben die Anleger aus als sicher empfundenen Anlagen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,49 Prozent auf 170,10 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug auf minus 0,28 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Juli.

Auch andere europäische Staatsanleihen reagierten deutlich auf die Nachrichten aus China. In Frankreich rentierten zehnjährige Staatsanleihen erstmals seit etwa vier Monaten wieder leicht positiv. Gleiches galt für schwedische Staatsanleihen.

Für Zinsauftrieb sorgten Nachrichten aus China. Nach Angaben der chinesischen Regierung haben sich die USA und die Volksrepublik auf eine schrittweise Reduzierung der gegenseitig erhobenen Strafzölle geeinigt. Dies werde Bestandteil eines ersten Teilabkommens sein, sagte Regierungssprecher Gao Feng in Peking. Das Abkommen solle innerhalb der nächsten Wochen unterzeichnet werden. Das Ausmaß der Zollreduzierung hänge vom konkreten Inhalt des Abkommens ab, sagte Gao.

Produktionsdaten aus Deutschland überraschten dagegen negativ. Die Industrie fuhr ihre Gesamtherstellung im September etwas stärker zurück als erwartet. Zudem fiel das Ergebnis für das gesamte dritte Quartal schwach aus. "Die industrielle Schwächephase ist über die Wirtschaftszweige breit verteilt", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Zahlen. Mit dem jüngsten Produktionsrückgang sei eine technische Rezession fast schon amtlich, ergänzte Thomas Gitzel, Chefökonom der Liechtensteiner VP Bank.

@ dpa.de

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