Anleihen, Spanien

FRANKFURT - Der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi könnte bei einer möglichen Neuauflage des Anleihekaufprogramms nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg auf Widerstand im EZB-Rat stoßen.

10.09.2019 - 11:02:25

Kreise: In der EZB wächst der Widerstand gegen neue Anleihekäufe. Mehrere Ratsmitglieder seien offenbar skeptisch gegenüber der Notwendigkeit dieser Maßnahme, berichtete Bloomberg am Dienstag und berief sich auf namentlich nicht genannte Vertreter der Notenbank, die mit den Beratungen im Vorfeld der EZB-Ratssitzung am kommenden Donnerstag vertraut seien.

Wie es in dem Bericht weiter hieß, scheine sich bei einzelnen Ratsmitgliedern mittlerweile auch Frustration über die Vorgehensweise von Notenbankchef Draghi zu zeigen, der die EZB zu einem weitgehenden geldpolitischen Maßnahmenpaket bewegen wolle. Einige Ratsmitglieder könnten die Gelegenheit nutzen, um ein Signal zu setzen, dass Meinungen innerhalb des EZB-Rates größeren Respekt verdienten, berichtete Bloomberg weiter.

In den vergangenen Wochen hatte es aus den Reihen der Ratsmitglieder vermehrt Widerspruch gegen neue Anleihekäufe gegeben. Zu den Kritikern zählen vor allem Notenbanker, die Anleihekäufen grundsätzlich abgeneigt sind, darunter Bundesbankpräsident Jens Weidmann oder der niederländische Notenbankchef Klaas Knot. Vor wenigen Tagen hat sich zudem Frankreichs Zentralbankchef Francois Villeroy de Galhau eher verhalten geäußert.

Einige Marktbeobachter erkannten an der jüngsten Kursentwicklung europäischer Staatsanleihen, dass die Anleger ihre Erwartungen an die geldpolitischen Beschlüsse der EZB mittlerweile zurückschraubten und vor allem mit Blick auf eine mögliche Neuauflage der Anleihekäufe vorsichtiger würden. Nach deutlichen Kursverlusten zum Wochenauftakt ging es am Dienstag mit den Kursen aber nur noch leicht nach unten, während die Renditen im Gegenzug etwas zulegten. Die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihe hatte am Morgen allerdings wieder zeitweise den Sprung in den positiven Bereich geschafft.

@ dpa.de

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