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Die Pläne der Bundesregierung zur Finanzierung der Förderung Künstlicher Intelligenz stoßen auf starken Widerspruch.

18.03.2019 - 18:27:40

Kritik an mangelnder Finanzierung der KI-Strategie

nahmen die Aktien der Deutschen Bank mit einem Sprung um 4,15 Prozent die Spitze ein. Im MDax wurde dies von jenen der Commerzbank mit einem Kurssprung um 7,2 Prozent noch übertrumpft. Sie erreichten ein Hoch seit Anfang Dezember.

Laut Analyst Christian Koch von der DZ Bank reagieren beide Seiten mit dem Schritt auf den Druck seitens der Politik, die einen nationalen Champion im Bankensektor schmieden wolle. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. Gerade die Commerzbank kann aber größenmäßig im europäischen Vergleich nicht mithalten. Gemeinsam könnten es beide Institute hinsichtlich der Bilanzsumme mit Größen wie etwa der französischen BNP Paribas aufnehmen.

Im Erfolgsfalle äußerten einige Analysten eine gewisse Präferenz für die Commerzbank-Titel. Laut dem DZ-Experten Koch wäre es im Falle einer tatsächlichen Fusion das wahrscheinlichste Szenario, dass die Commerzbank-Aktionäre neue Aktien der Deutschen Bank mit einer Prämie von weniger als 10 Prozent erhalten.

Entsprechend rechnet auch der bekannte Banken-Analyst Kian Abouhossein von JPMorgan im Erfolgsfall mit einem Bewertungsaufschlag für die Commerzbank-Papiere, bei denen er Lob für das Verhältnis von Chancen und Risiken übrig hat. Er sieht in dem zweitgrößten deutschen Institut zwar auch ein interessantes Objekt für ausländische Institute, um in den großen deutschen Markt einzusteigen. Eine inländische Lösung sei derzeit aber wahrscheinlicher als eine über Grenzen hinweg.

Viele Experten warnen derweil aber vor zuviel Optimismus. Angesichts zurückhaltender Äußerungen beider Institute betonte Michael Seufert von der NordLB, dass sich Hoffnung auf einen großen Wurf sicherlich anders anhöre. "Aus unserer Sicht löst eine Fusion der beiden deutschen Großbanken kein einziges ihrer Probleme", gab sich der Experte am Montag kritisch. Er hält es für möglich, dass der Markt zunächst die Chancen einer Fusion überbewerten und die Risiken vernachlässigen wird - und sieht daher in steigenden Kursen bei den Commerzbank-Titeln eine gute Ausstiegsgelegenheit.

Auch nach Ansicht von DZ-Bank-Analyst Koch überwiegt nach derzeitigem Stand die Wahrscheinlichkeit, dass beide Banken am Ende auf eine Fusion verzichten und die Spekulationen zu einem Ende kommen werden. Unter anderem sprächen Umsetzungrisiken, Synergiepotenziale und drohende Kapitalanforderungen gegen eine Fusion, die nur unter optimistischen Annahmen für die Aktionäre wertschaffend erscheine.

Zum Treiber wurden die jüngsten Berichte am Montag derweil auch bei der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS , deren Aktien zeitweise um 15 Prozent auf den Stand von Mai 2018 nach oben schossen. Am Ende behaupteten sie immerhin noch ein Plus von mehr als 9 Prozent. Für eine mögliche Fusion könnte die Deutsche Bank laut Insidern Finanzmittel frei machen, indem sie sich von der DWS trennt.

Analysten von JPMorgan oder der DZ Bank sprachen von einem Szenario, bei dem Investmentbanker auch über die Allianz als potenziellen Käufer diskutierten - dies gelte jedoch als eher unwahrscheinlich. Aktien des Versicherers gaben gleichauf mit dem Dax leicht nach. Sprecher der Unternehmen wollten all dies nicht kommentieren.

@ dts-nachrichtenagentur.de