Bildung, Fachhochschule

Welchen Einfluss #fitspiration auf die Geschlechteridentit?t, das Gesundheitsverhalten und die K?rperwahrnehmung von Jugendlichen hat und welche Folgen daraus resultieren k?nnen, untersucht das Projekt "FIVE" der Fachhochschule St.

16.11.2022 - 09:43:27

Neue Studienergebnisse: Social-Media-Trend belastet viele Jugendliche. P?lten. Nun liegen erste Studienergebnisse vor.

St. P?lten (pts007/16.11.2022/09:40) - Welchen Einfluss # fitspiration auf die Geschlechteridentit?t, das Gesundheitsverhalten und die K?rperwahrnehmung von Jugendlichen hat und welche Folgen daraus resultieren k?nnen, untersucht das Projekt "FIVE" der Fachhochschule St. P?lten. Nun liegen erste Studienergebnisse vor.

Vor einem Jahr startete das FEMtech-Projekt ( # Fitspiration Image VErification) an der FH St. P?lten. Die Forscher*innen m?chten kl?ren, was Jugendliche dazu bewegt dem Hashtag # fitspiration zu folgen, welchen Einfluss # fitspiration auf ihr Ern?hrungs- und Bewegungsverhalten sowie auf die Wahrnehmung des eigenen K?rpers und Geschlechternormen hat. Die Mixed-Methods-Studie (in Zusammenarbeit mit sechs Schulen in N? und Wien durchgef?hrt) zeigt, dass Jugendliche sich teilweise vom Erwartungsdruck auf ihren K?rper von Social Media, aber auch von ihrem Umfeld, sehr belastet f?hlen k?nnen. Es ist beobachtbar, dass # fitspiration-User*innen h?ufiger mit ihrem Gewicht und ihrer K?rperform unzufrieden sind als andere, obwohl sie nach objektiven Kriterien normalgewichtig sind. Dieser Druck k?nnte auch Ess- und K?rperwahrnehmungsst?rungen sowie exzessives Sporttreiben (auch wenn man bspw. Krank ist) f?rdern.

"Erste Ergebnisse zeigen, dass ca. ein Drittel der von uns befragten Jugendlichen # fitspiration folgt. Somit kann # fitspiration einen relevanten Einfluss auf das Gesundheits- und Konsumverhalten sowie die Wahrnehmung von geschlechtsspezifischen Rollenbildern und K?rpernormen bei Jugendlichen haben", sagt die Projektleiterin Elisabeth H?ld, Senior Researcher am Institut f?r Gesundheitswissenschaften der FH St. P?lten.

"Die Frage, welche Auswirkungen Social-Media-Trends wie # fitspiration auf Jugendliche haben k?nnen, ist grunds?tzlich nur schwer zu beantworten, schon gar nicht von einer einzelnen Forschungsdisziplin allein. Die St?rke unserer Studie besteht darin, dass wir diese Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet haben", sagt Mario Heller (FH-Dozent am Department Medien und Digitale Technologien), der das Arbeitspaket Mixed-Methods-Studie leitet.

Das eigene Geschlecht ist interessanter M?dchen folgen eher Influencerinnen und Jungen eher Influencern. Somit kann auch gepr?gt werden, was sie von sich selbst, ihrem Aussehen und ihrem Verhalten erwarten: Viele Social-Media-Inhalte zeigen unrealistische K?rperformen, restriktives Ern?hrungsverhalten und exzessives Trainingsverhalten. Influencerinnen sind sehr schlank und trotzdem muskul?s, sie haben z.B. sichtbare Bauchmuskeln. Influencer sind h?ufig extrem muskul?s. Auch bei der Online-Pr?sentation zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede: W?hrend sich M?nner dominant und stark zeigen (z.B. stemmen sie besonders schwere Gewichte oder spannen einzelne Muskeln stark an) pr?sentieren sich Frauen meist in verbogenen Haltungen, wie sie auch h?ufig in g?ngigen Werbesujets zu finden sind.

Ergebnisse flie?en in Online-Kurs Die Erkenntnisse dieser Studie liefern die Grundlage f?r einen Online-Kurs, der im weiteren Projektverlauf entwickelt wird. Dieser Kurs soll Jugendlichen die Problematik von ?berh?hten Vorstellungen zu K?rper und Gesundheit sowie die Tricks und Marketingma?nahmen der Protagonisten*innen auf den Plattformen ins Bewusstsein rufen. Mit dem Kurs wird auch ein Tool zur Verf?gung gestellt, mit dessen Hilfe Manipulationen an Bildern, die auf den Plattformen geteilt werden, sichtbar gemacht werden k?nnen. Das zentrale Projektziel ist, den oftmals einseitigen und ?berzogenen Anspr?chen an Aussehen, Fitness und geschlechtsspezifischen Rollenbildern etwas entgegenzusetzen.

"Ich finde es sehr spannend erste Reihe fu?frei bei einer Studie mitarbeiten zu k?nnen, die ein Thema bearbeitet, das mich t?glich betrifft. Heutige Jugendliche m?ssen mit dem Druck, den Social-Media-Bilder auf das eigene Leben und den K?rper erzeugen, zurechtkommen. Das ist nicht immer leicht und ein guter Online-Kurs kann sicher viele Jugendliche dabei unterst?tzen", betont Samira Ghaffari, eine der Sch?ler*innen, die von Beginn in das Projekt involviert sind.

Strategien hinter Influencer*innen-Marketing aufgedeckt Unabh?ngig vom Geschlecht spielt Influencer*innen-Marketing eine gro?e Rolle. Jugendliche sollen auch erkennen, dass hinter den Auftritten der Influencer*innen mitunter ein ausgekl?geltes Marketingmodell steckt, um Nahrungserg?nzungsmittel und Sportbekleidung zu verkaufen. Dar?ber hinaus werden im Kurs Informationen zu Gender und Diversity, altersgerecht aufgearbeitet.

?ber # fitspiration Der Hashtag # fitspiration ist ein globaler Gesundheitstrend auf Social Media. Rund 20 Millionen Betr?ge gibt es alleine auf der Bildplattform Instagram. Der Gesundheitstrend auf Social Media, der hinter dem Hashtag # fitspiration steckt, m?chte auf dem ersten Blick zu einem ges?nderen Lebensstil motivieren. Allerdings werden unter # fitspiration h?ufig extreme oder unausgewogene Trainings- oder Ern?hrungspraktiken propagiert und sehr einseitige Geschlechternormen kommuniziert.

?ber FIVE - # Fitspiration Image VErification Das interdisziplin?re Projekt FIVE wird unter der Leitung der Fachhochschule St. P?lten gemeinsam mit dem H?lzel Verlag und der Genderexpertin Bettina Prokop umgesetzt. Das Projekt wird von der ?sterreichischen Forschungsf?rderungsgesellschaft (FFG) aus dem Bereich FemTech finanziert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website unter: https://research.fhstp.ac.at/projekte/five-fitspiration-image-verification

Fotos: ? Peter Rauchecker

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Aussender: FH St. P?lten Ansprechpartner: Maja Sito Tel.: +43 (676) 847 228 265 E-Mail: maja.sito@fhstp.ac.at Website: www.fhstp.ac.at

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