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Dr. Peithner Preis, Hom?opathie

Im Rahmen einer ganz besonderen digitalen Veranstaltung wurden von der ?GHM gemeinsam mit Schwabe Austria gleich zwei herausragende Forschungsarbeiten im Bereich der Hom?opathie mit dem Dr.

28.04.2021 - 09:17:38

Dr. Peithner Preis f?r neue, wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Hom?opathie. Peithner Preis pr?miert.

Wien (pts008/28.04.2021/09:15) - Im Rahmen einer ganz besonderen digitalen Veranstaltung wurden von der ?GHM gemeinsam mit Schwabe Austria gleich zwei herausragende Forschungsarbeiten im Bereich der Hom?opathie mit dem Dr. Peithner Preis pr?miert.

Normalerweise vergibt die ?sterreichische Gesellschaft f?r hom?opathische Medizin (?GHM) den Dr. Peithner Wissenschaftspreis im Bereich der Hom?opathie-Forschung im Rahmen ihrer Jahrestagung. Dieses Jahr ist das aufgrund der Covid-Einschr?nkungen nicht m?glich gewesen. Daher gab es gleich zwei Besonderheiten im Rahmen der Verleihung des renommierten Forschungspreises: "Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht", sagt dazu ?GHM-Pr?sident Dr. Volker Neubauer und spricht damit die hochwertige Onlinetagung an, auf der dieses Jahr der Dr. Peithner Preis vergeben wurde. "Auch wenn ich den pers?nlichen Kontakt sehr sch?tze, ist der Vorteil einer solchen digitalen Veranstaltung nicht zu leugnen: Wir erreichen viel mehr Menschen, als es uns bei einer Veranstaltung vor Ort m?glich gewesen w?re", sagt dazu Neubauer, der ebenso Teil der Jury des Dr. Peithner Preises ist.

Und das Interesse an der diesj?hrigen digitalen Verleihung des Dr. Peithner Preises f?r Forschung war ein reges: Immerhin wurde der Preis heuer gleich zwei Mal verliehen. "Das ist eine Besonderheit, die darauf zur?ck zu f?hren ist, dass aufgrund des erstens Lockdowns im Fr?hjahr 2020 die Pr?mierung letztes Jahr ausgefallen ist", erkl?rt Dr. Fritz Gamerith, Schwabe Austria Gesch?ftsf?hrer und Jury-Mitglied des Dr. Peithner Preises die diesj?hrige Besonderheit. "So konnten wir den Dr. Peithner Preis nicht nur f?r zwei herausragende wissenschaftliche Arbeiten vergeben, sondern die Verleihung aufgrund intensiver Vorbereitungen und hochwertigen Digitalstrategien einem besonders gro?en, internationalen Teilnehmerkreis zug?nglich machen."

Evidenz hom?opathischer Behandlungen von Infektionen

Eine der pr?mierten Arbeiten ist der narrative Review "Evidenzbasierte Veterin?r-/Hom?opathie und ihre m?gliche Bedeutung f?r die Bek?mpfung der Antibiotikaresistenzproblematik", der im vergangenen Oktober in einem konventionellen peer-reviewed Journal ver?ffentlicht worden ist. Hauptautorin Dr. Petra Weiermayer stellte f?r die Arbeit gemeinsam mit Veterin?rkollegin Dr. Liesbeth Ellinger und den Humanmedizinern Dr. Thomas Peinbauer sowie ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Frass differenziert die Faktenlage der Evidenz f?r die Wirksamkeit der Human- und Veterin?r-Hom?opathie im Allgemeinen sowie die Evidenz hom?opathischer Behandlungen von Infektionen im Speziellen dar.

"Die Antibiotikareduktion ist eines der ganz wichtigen Themen in der heutigen Medizin", sagt dazu Dr. Fritz Gamerith. "Alles, was es m?glich macht, dass Patientinnen und Patienten ohne Antibiotika auskommen, hilft uns in der Zukunft. Und nachdem die Hom?opathie in ?sterreich gl?cklicherweise in medizinischen H?nden ist, k?nnen sich Patientinnen und Patienten ?berdies immer sicher sein, Antibiotika zu bekommen, sollten diese trotz hom?opathischer Behandlung angezeigt sein."

Hom?opathie im Sinne einer integrativen Medizin verankern

"Neben der differenzierten Klarstellung der Faktenlage, die Evidenz f?r die Wirksamkeit der Human- und Veterin?r-Hom?opathie im Allgemeinen und im Speziellen bei hom?opathischen Behandlungen von Infektionen zeigt, haben wir in dem Review auch noch evidenzbasiert Kritik an den Vorgehensweisen und der Wissenschaftskommunikation beim zweiten Australischen National Health and Medical Research Council-Report ge?bt", so die Hauptautorin Dr. Petra Weiermayer, die als Fachtier?rztin f?r Hom?opathie t?tig, Pr?sidentin der ?sterreichischen Gesellschaft f?r Veterin?rmedizinische Hom?opathie (?GVH) und ebenso Sprecherin der Sektion Forschung der Wissenschaftlichen Gesellschaft f?r Hom?opathie (WissHom) ist.

"Die Arbeit muss vor allem im Kontext des gro?en Problems der Antibiotikaresistenzen gesehen werden", sagt dazu der ehemalige European Committee for Homeopathy (ECH)-Pr?sident und Arzt f?r Allgemeinmedizin Dr. Thomas Peinbauer, den zu Beginn seiner Karriere der wissenschaftliche Aspekt zur Hom?opathie gef?hrt und der den Review mit verfasst hat. "Ich hatte dabei nie einen Konflikt zwischen der konventionellen Medizin und der Hom?opathie. Das ist f?r mich immer ganz selbstverst?ndlich nebeneinander gestanden. F?r mich war und ist seit jeher wichtig, dass wir es schaffen, uns im Sinne einer integrativen Medizin zu verankern", so Dr. Peinbauer.

Es braucht gut gemachte Studien

F?r diese Verankerung ist es laut Dr. Volker Neubauer auch von besonderer Wichtigkeit, "dass wir in der h?ufig aufgeheizten Diskussion rund um die Wirksamkeit der Hom?opathie gut gemachte Studien zur Hand haben." Gerade der Bereich der Nutztierpraxis k?nne hier ein wichtiger f?r die fundamentale Hom?opathie-Forschung sein, sagt dazu die niederl?ndische Tier?rztin Dr. Liesbeth Ellinger, die ebenfalls an dem Review mitgearbeitet hat: "Denn gerade in diesem Bereich der Veterin?rmedizin sind gro?e Studien m?glich, die die Wirksamkeit der Hom?opathie ?ber den viel zitierten Placebo-Effekt hinaus zeigen k?nnen: Nutztiere leben meist unter identen Umst?nden zusammen, potenzielle Einflussfaktoren sind somit minimiert - hier k?nnen wir sehr gut ?berpr?fen, welche Auswirkungen hom?opathische Arzneimittel haben. Gerade in Anbetracht der Erfolge der veterin?rmedizinischen Hom?opathie, wobei der Verabreicher in vielen F?llen nicht direkt mit dem Tier in Verbindung tritt, zum Beispiel bei Verabreichung des hom?opathischen Arzneimittels ?ber das Trinkwasser - wie es in der Nutztierpraxis oftmals g?ngige Praxis ist - ist die Aussage, die Wirksamkeit der Hom?opathie beruhe auf der Zuwendung zum Patienten', nicht haltbar."

Hauptautorin Dr. Weiermayer betont dar?ber hinaus, dass sich Wissenschaft und die klassische hom?opathische Arbeit sehr gut vereinen lie?en. "Das beginnt bereits dabei, hochqualitative Fallberichte zu publizieren. Damit k?nnen M?glichkeiten aufgezeigt werden. Aber in einem Fallbericht l?sst sich niemals ein Wirksamkeitsnachweis erbringen. Das gelingt nur durch randomisierte, doppelblinde und kontrollierte Studien, die in der Hom?opathie herausfordernd, aber machbar sind. F?r die Qualit?tssicherung weiterer Studien ist deren Durchf?hrung an universit?ren Einrichtungen eine Voraussetzung, was aber erst durch die bessere Integration der Hom?opathie an den Universit?ten m?glich werden kann. Diese absolut notwendige Konsequenz ist in der Schweiz gem?? Medizinalberufegesetz f?r Unterricht und Forschung an der Universit?t gesetzlich verankert. Diese Forderung im Sinne der Patienten nach integrativer Medizin an den Universit?ten ist unser gro?es Anliegen!", so Dr. Weiermayer.

Dass die Durchf?hrung hochqualitativer Studien im Bereich der Hom?opathie m?glich ist, beweist der Facharzt f?r Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Frass immer wieder aufs Neue. Der Hom?opath und Pr?sident des ?sterreichischen Dachverbands f?r ?rztliche Ganzheitsmedizin sowie Vorsitzender der Wissenschaftlichen Gesellschaft f?r Hom?opathie, der f?r seine hochwertigen Forschungen rund um die Hom?opathie international bekannt ist, ist nicht nur Co-Autor von Dr. Weiermayers Review, sondern wurde dieses Jahr selbst mit dem Dr. Peithner Preis ausgezeichnet. Er hat mit einer prospektiven, randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden, dreiarmigen und multizentrischen Studie belegt, dass die hom?opathische Behandlung als Zusatztherapie bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs die Lebensqualit?t signifikant im Vergleich zur Placebo-Gruppe verbessert und das ?berleben in der Hom?opathie-Gruppe im Vergleich zur Placebo- sowie zur Kontrollgruppe ein signifikant l?ngeres ist.

"Der in der Wissenschaft geforderte Goldstandard von Studien sagt sich immer so leicht", sagt dazu Prof. Frass. "In Wahrheit ist das allerdings ?u?erst aufw?ndig. Wir sind dabei auch auf alle Verzerrungseventualit?ten eingegangen, die h?ufig im Bereich der Hom?opathie genannt werden. Etwa, dass es ausschlie?lich die vermehrte Zuwendung der ?rzte in der Hom?opathie sei, die f?r Verbesserungen sorge. Darum haben wir nat?rlich auch mit den Patienten der Kontroll- und der Placebogruppe Gespr?che im gleichen Ausma? gef?hrt", so Prof. Frass, der sich besonders ?ber die Auszeichnung seiner Arbeit mit dem Dr. Peithner Preis freut: "Es ist eine sch?ne W?rdigung meiner letzten gro?en Arbeit am AKH Wien."

"Professor Michael Frass geb?hrt der Preis schon alleine als Anerkennung seines Lebenswerkes", sagt dazu ?GHM-Pr?sident Dr. Volker Neubauer. "Es ist beeindruckend, in welchem Ausma? er so viele hochwertige, wissenschaftlichen Studien allen Widrigkeiten zum Trotz im Laufe seiner Karriere durchgef?hrt hat. Es sind genau diese Studien, die aus der h?ufig weltanschaulich gef?hrten Diskussion um die Hom?opathie einen wissenschaftlichen Diskurs machen. Skeptiker ?berzeugt man auch nicht mit derart gehaltvollen Studien. Aber wir wollen unsere Arbeit an Patientinnen und Patienten ?berpr?fbar und nachvollziehbar machen. Es ist f?r uns daher besonders erfreulich, dass in den vergangenen beiden Jahren gleich zwei so hochwertige Arbeiten f?r den Dr. Peithner Preis eingereicht wurden."

Weitere Informationen:

Der Dr. Peithner Preis Der Dr. Peithner Preis ist ein mit 3.000 Euro dotierter Preis, der urspr?nglich etabliert wurde, um die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Hom?opathie zu f?rdern. Pr?miert werden k?nnen eingereichte Arbeiten, die einem internationalen wissenschaftlichen Standard entsprechen und offiziell publiziert wurden. Die Fachjury, die aus den eingereichten Arbeiten die beste ausw?hlt, setzt sich aus der Gesch?ftsleitung von Schwabe Austria sowie aus Vertretern der ?GHM zusammen. Verliehen wird der Dr. Peithner Preis regul?r auf der Jahresversammlung der ?GHM. Diesmal fand die Verleihung im Rahmen einer hochwertigen Onlineveranstaltung statt.

Die ?GHM Die ?sterreichische Gesellschaft f?r hom?opathische Medizin (?GHM) ist ein Verein mit dem Hauptaugenmerk auf die qualitative Aus- und Fortbildung von Medizinerinnen und Medizinern sowie Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Bereich der Hom?opathie auf europ?ischem Standard. Die ?GHM setzt sich gleicherma?en f?r die F?rderung der Hom?opathie und ihre Repr?sentation gegen?ber der ?ffentlichkeit, den Medien und auch den offiziellen Stellen wie dem Gesundheitsministerium oder der ?rztekammer ein.

(Ende)

Aussender: ?sterreichische Gesellschaft f?r Hom?opathische Medizin (?GHM) Ansprechpartner: ?GHM Tel.: +43 1 526 75 75 E-Mail: sekretariat@homoeopathie.at Website: www.homoeopathie.at/

Wien (pts008/28.04.2021/09:15)

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