Familie, Jugend

Im Juni 2022 war das Institut f?r Jugendkulturforschung gemeinsam mit der tfactory Trendagentur und Kids & Fun Consulting f?r die Kids-Studie 2022 im Feld.

01.11.2022 - 10:02:21

Kids-Studie 2022: Tourismus vergisst zu oft die Burschen. 400 Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren wurden zu diversen Themen direkt interviewt. Vor allem zu ihren Konsuminteressen, ihren Hoffnungen, ?ngsten und W?nschen. Auch unter dem Hintergrund v?llig neuer Erfahrungen aufgrund von u.a. Corona und Ukraine-Krise. Den Bereich "Tourismus" deckte dabei vor allem Ursula Weixlbaumer-Norz ab, die Eigent?merin von Kids & Fun Consulting. Sie wertete entsprechend die Ergebnisse f?r vor allem die ?sterreichische Hotellerie, Gastronomie und den Tourismus allgemein aus.

Altm?nster (pts002/01.11.2022/10:00) - Im Juni 2022 war das Institut f?r Jugendkulturforschung gemeinsam mit der tfactory Trendagentur und Kids & Fun Consulting f?r die Kids-Studie 2022 im Feld. 400 Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren wurden zu diversen Themen direkt interviewt. Vor allem zu ihren Konsuminteressen, ihren Hoffnungen, ?ngsten und W?nschen. Auch unter dem Hintergrund v?llig neuer Erfahrungen aufgrund von u.a. Corona und Ukraine-Krise. Den Bereich "Tourismus" deckte dabei vor allem Ursula Weixlbaumer-Norz ab, die Eigent?merin von Kids & Fun Consulting. Sie wertete entsprechend die Ergebnisse f?r vor allem die ?sterreichische Hotellerie, Gastronomie und den Tourismus allgemein aus. Hier die Zusammenfassung der Expertin aus touristischer Sicht:

Die aktuell vorliegende Kids-Studie 2022 besch?ftigt sich mit den Lebenswelten der zehn- bis 14-j?hrigen Kinder. Wenn man sie noch Kinder nennen darf. Sie selbst w?rden es jedenfalls radikal ablehnen, noch als Kinder bezeichnet zu werden. Sie haben zu 92 Prozent ein Handy in der Hand. Zu ihren Freizeitaktivit?ten geh?rt es, im Internet zu surfen, Musik zu h?ren oder die sozialen Medien zu nutzen. Mehr als Sport zu betreiben oder sich mit Freunden zu treffen. Tageszeitung und Magazine lesen sie fast keine mehr. Fernsehen war gestern. Die liebste App ist "WhatsApp" gefolgt von "TikTok" und "Instagram", die besonders bei M?dchen sehr beliebt sind.

Ein nicht unbedeutender Teil der Studie besch?ftigt sich mit Fragen, die konkret mit Urlaub und Tourismus zu tun haben. Etwa: Wer entscheidet den Urlaubsinhalt und -ort? Was erwarten sich die Kids vom Urlaub, welche Animationen h?tten sie gerne und legen sie ihr Handy im Urlaub auch mal weg? Denn: Die Kids beeinflussen zu einem hohen Prozentsatz die Urlaubsentscheidung (?ber 52 %). Die Antworten waren, das sei schon verraten, durchaus ?berraschend und unterschieden sich teilweise massiv zu Studien, die vor der Coronazeit durchgef?hrt wurden.

Die Generation "Ich liebe meine Familie"

Erstaunlich ist immer wieder, wie diese Altersgruppe (noch) an ihre Eltern gebunden ist und dies auch freudvoll zugibt. War es in den siebziger, achtziger und neunziger Jahren noch tabu, mit den Eltern assoziiert zu werden, ist es heute eine Selbstverst?ndlichkeit, dass diese Kinder gerne etwas mit der Familie unternehmen (53 %). Die Aussage "Ich verstehe mich mit meinen Eltern sehr gut" unterst?tzen 67 % der Kinder! Das ist bemerkenswert, wenn wir uns ins Ged?chtnis rufen, dass wir mit zehn bis 14-j?hrigen Kindern sprechen. Ein starker Zusammenhalt in der Familie pr?gt also diese Generation. Nur etwa 20 % der Kinder geben an, dass sie sich seit den Lockdowns mit der Familie schlechter verstehen. Was umgekehrt bedeutet, dass die meisten Familien als Gemeinschaft die Lockdowns gut ?berstanden haben und eventuell sogar noch n?her zusammenger?ckt sind. Sicher auch deshalb, weil seit den Lockdowns Kinder weniger Kontakt zu ihren Freunden haben (ca. 40 % geben das an). Das ist die andere Seite der Medaille. Diese Altersgruppe ist im Urlaub stark an die Familie gebunden und will mit den Eltern auch auf Urlaub fahren. Entschieden wird der Urlaub gemeinsam: ?ber 52 % der Kinder geben an, dass sie in der Urlaubsentscheidung mitbestimmen. Je h?her die Bildung, desto mehr haben die Kinder Entscheidungsgewalt. 75 % der Kinder m?chten mit den Eltern gemeinsame Freizeitaktivit?ten im Urlaub erleben, und das nach zwei Jahren Pandemie, in denen man mehr zusammen war, als je geplant!

Die Generation der Freizeitkonsumenten braucht ma?geschneiderte Angebote!

Fast alle Kinder (93 %!) wollen unterhalten werden und Spa? haben. Diese Kinder sind keine Freizeitgestalter mehr, sie sind Freizeitkonsumenten. Sie sind es gewohnt, etwa aus Ganztagsschulen oder Ferienprogrammen, coole Inhalte "serviert" zu bekommen und auszusuchen, welche sie konsumieren wollen. Es sind "Konsum-Kinder", auch in der Freizeit. Im Familienurlaub ist also ebenso Animation und Unterhaltung stark gefragt. Ein gro?er Anteil der Kinder will aber im Urlaub auch mal entspannen, chillen und nichts tun. Das hei?t aber nicht unbedingt, dass sie an ihrem Smartphone abh?ngen wollen. ?ber 66 % der Kinder geben an, im Urlaub ihr Smartphone weniger oft zu benutzen. Besonders Familien mit h?herer Bildung animieren ihre Kinder im Urlaub, das Smartphone auch mal wegzulegen. Aber Achtung: Kinder-Entspannung ist nicht gleich Erwachsenen-Entspannung! Kinder sind auch in der "Entspannung" aktiv: "Ich will chillen" hei?t so viel wie "Ich will mal selbst entscheiden, was ich mache und keine Vorgaben haben". Das kann schwimmen sein oder lesen oder mit Freunden abh?ngen oder viele andere Aktivit?ten. Wenn Kinder dann mal "gechillt" haben, wollen sie auch wieder Animationsangebote konsumieren.

Tourismusanimation ist zu weiblich - Burschen brauchen Action

Gefragt danach, welche Animationen ihnen im Urlaub gefallen, geben die Kinder an, dass sie besonders Sport, Abenteuer in der Natur erleben, coole Experimente und Schnitzeljagden super finden! Wenn man die Antworten auf die Frage "Welche Animationen gefallen dir im Urlaub?" aber ein bisschen n?her analysiert und sie besonders in m?nnliche und weibliche Studien-Teilnehmer unterteilt, bekommen wir schwarz auf wei?: Die Burschen wollen zu fast 60 % Sport-Animationen, die M?dchen nur zu fast 30 %. Auf der anderen Seite der Skala wollen M?dchen zu fast 45 % kreative Aktivit?ten (Basteln, Malen, Musizieren, Schreiben), aber nur circa 12 % der Buben. Den Touristikern sei ins Stammbuch geschrieben: Buben machen bei M?dchen-Aktivit?ten nicht gerne mit! Burschen und M?dchen sind in dieser Altersgruppe komplett verschieden und wollen eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben. Aktivit?ten die Buben lieben, werden leider in touristischen Kinderclubs und Angeboten noch nicht so viel ber?cksichtigt: Sport, Abenteuer in der Natur erleben und Gesellschaftsspiele (bei denen man gewinnen kann) stehen ganz oben auf der Liste. Auch coole Experimente und Schnitzeljagden sind Themen, die Buben wirklich ansprechen. F?r Buben ist es immer wichtig, dass irgendeine Art von Wettbewerb herrscht. Sie wollen gewinnen! Auch wenn es in der Gruppe ist, also man mit einer Gruppe oder zum Beispiel im Familienverbund gewinnen k?nnte, ist es f?r sie attraktiv. Dies gilt es, vermehrt in der Kinder- und Jugendlichen-Animation zu ber?cksichtigen. Insofern ist diese brandaktuelle Studie von hohem Wert f?r die Planung der Hotellerie und des Tourismus im Allgemeinen.

Info: Die neue "Kids-Studie 2022" ist beim Institut f?r Jugendkulturforschung erh?ltlich. Fragen zum Tourismusteil: Ursula Weixlbaumer-Norz / Kids & Fun Consulting

(Ende)

Aussender: Pangerl & Pangerl Ansprechpartner: Andreas Pangerl Tel.: +43 664 5402160 E-Mail: office@pangerl-pangerl.at Website: www.pangerl-pangerl.at

Altm?nster (pts002/01.11.2022/10:00)

@ pressetext.de