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Bau, Nachhaltigkeit

Gr?ne Bauregeln: Neues Komitee bei Austrian Standards sch?rft die Nachhaltigkeit von Bauwerken

02.09.2021 - 10:02:43

Gr?ne Bauregeln: Neues Komitee bei Austrian Standards sch?rft die Nachhaltigkeit von Bauwerken. Mehr ?ko am Bau: Eine interdisziplin?re Gruppe von Expertinnen und Experten widmet sich bei Austrian Standards ab sofort klareren Regeln f?r nachhaltiges Bauen. Das Ziel des neu gegr?ndeten Komitees "Nachhaltigkeit von Bauwerken": einheitliche Bauregeln schaffen, die im gesamten Lebenszyklus von Bauwerken - von der Planung bis zum R?ckbau - eine lebenswertere Umwelt mitdenken. Das Thema "Nachhaltiges Bauen: Ja, aber wer macht's?" steht auch im Mittelpunkt beim n?chsten "Baustammtisch" von Austrian Standards am 6. Oktober.

Wien (pts011/02.09.2021/10:00) - Mehr ?ko am Bau: Eine interdisziplin?re Gruppe von Expertinnen und Experten widmet sich bei Austrian Standards ab sofort klareren Regeln f?r nachhaltiges Bauen. Das Ziel des neu gegr?ndeten Komitees "Nachhaltigkeit von Bauwerken": einheitliche Bauregeln schaffen, die im gesamten Lebenszyklus von Bauwerken - von der Planung bis zum R?ckbau - eine lebenswertere Umwelt mitdenken. Das Thema "Nachhaltiges Bauen: Ja, aber wer macht's?" steht auch im Mittelpunkt beim n?chsten "Baustammtisch" von Austrian Standards am 6. Oktober.

Ressourcenverbrauch minimieren, Fl?chenverbrauch reduzieren, Energieverbrauch zur?ckschrauben und weniger Belastung f?r die Natur durch Bauprojekte, so lesen sich die Ziele des neuen Komitees 271 "Nachhaltigkeit von Bauwerken" bei Austrian Standards. Die Zielsetzung ist klar, in der Praxis scheitert die Umsetzung oft an unklaren Begrifflichkeiten und unzul?nglichen Beurteilungskriterien beim schwammigen Thema "Nachhaltigkeit".

Einer der Geburtshelfer der neuen Gruppe, Komitee-Vorsitzender Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Peter Maydl von der TU Graz, fasst zusammen: "Das Thema 'Nachhaltigkeit am Bau' ist extrem wichtig und betrifft sehr viele Bereiche. Das beginnt mit der Standortwahl, Projektentwicklung und Bauwerksplanung, geht ?ber die Produktion der Baumaterialien und deren Transport auf die Baustelle bis zur Energieversorgung vor Ort und endet mit der Wiederverwertung des Bauschutts nach einem R?ckbau. Nachhaltigkeit umfasst weit mehr als reine Energiekennwerte und verlangt deshalb auch nach einer ganzheitlichen Betrachtung ?ber den Lebenszyklus. Gegenw?rtig herrscht hier aber noch bei den Grundlagen vielerorts Unklarheit. Die wollen wir helfen zu beseitigen, damit nicht nur Klarheit, sondern auch faire Wettbewerbsbedingungen herrschen - f?r eine nachhaltig gebaute Umwelt."

Bausektor: zwischen Klimazielen und Sparpotenzialen

Der Bedarf ist durchaus gegeben: Der Bausektor ist f?r 40 Prozent des Energieverbrauchs der EU und 36 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Rahmenbedingungen wie der "Green Deal" der EU, die Agenda 2030 der UN, aber auch die sch?rferen Klimaziele der Bundesregierung sorgen daf?r, dass das Thema zus?tzliche Relevanz erh?lt.

Mag. Hartwig Hufnagl , Vorstandsdirektor der ASFINAG, erkl?rt die praktische Bedeutung: "Nachhaltiges und klimaschonendes Bauen r?ckt immer mehr in den gesellschaftlichen Fokus. Wenn wir die globalen Klimaziele erreichen wollen, m?ssen wir auch in diesem Sektor handeln. Dazu sind grundlegende Fragen zu kl?ren. Wie gelingt es beispielsweise, den Bau einer Autobahnbr?cke ?kologisch zu optimieren, ohne die Lebensdauer zu verk?rzen? Was ist f?r unterschiedliche Baulose das umweltschonendste Bauverfahren? Gemeinsam mit unseren Partnern aus Industrie und Bauwirtschaft werden wir den Lebensweg unserer Bauwerke nachzeichnen und daraus Kriterien f?r die nachhaltigste Konstruktion, die optimale Bauvergabe oder die ?kologischste Bauumsetzung erarbeiten."

Schl?sselelement: internationale Netzwerke der Standardisierung

Ein wesentliches Element dabei: die internationale Vernetzung. Dipl.-Ing. (FH) Anita Reiter , MA von Austrian Standards erkl?rt: "Mit der neuen Gruppe von Expertinnen und Experten schaffen wir eine Schnittstelle und Informationsdrehscheibe, die die internationalen Entwicklungen bei Standardisierungs-Organisationen wie CEN und ISO aufnimmt, ?sterreichische Inputs dort einbringt, praktisches Wissen weitergibt und die Infos an alle weiteren Komitees in ?sterreich weitertr?gt. Allein in ?sterreich gibt es derzeit fast 20 Komitees, die sich mit dem Thema ,Nachhaltigkeit' oder mit unterschiedlichen ,Bauprodukten' wie Holz, Fenster, T?ren, D?mmstoffen oder Stra?enausstattungen auseinandersetzen. Bedenkt man, dass es in 165 L?ndern nationale Normungsgremien gibt, die gemeinsam an Standards zu diesen Themen arbeiten, wird klar, wie wichtig die internationale Vernetzung dabei ist."

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Komitees 271 sind breit gef?chert und kommen sowohl aus dem Segment der Auftraggeber (ASFINAG, ?BB, BIG, ...) als auch der Hersteller (Wienerberger), den einschl?gigen Fachverb?nden (Holz, Glas, Steine-Keramik, Chemie), dem ausf?hrenden Gewerbe (Baugewerbe und -industrie), aus Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen (TUs in Graz und Wien, Uni Innsbruck, Donau-Uni Krems, FH Campus Wien, Institut f?r Baubiologie und -?kologie und ?sterr. Gesellschaft f?r Umwelt und Technik) sowie dem ?ffentlichen Bereich (?sterreichisches Institut f?r Bautechnik/OIB, Klimaschutzministerium/BMK, Stadt Wien oder O? und N? Landesregierung, ...).

N?here Informationen zum Komitee 271 "Nachhaltigkeit von Bauwerken" finden Sie auf: https://www.austrian-standards.at/de/standardisierung/komitees-arbeitsgruppen/nationale-komitees/committees/80640/details

(Ende)

Aussender: Austrian Standards Ansprechpartner: Niklas Jelinek Tel.: +43 1 213 00 317 E-Mail: n.jelinek@austrian-standards.at Website: www.austrian-standards.at

Wien (pts011/02.09.2021/10:00)

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