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FPSB, Finanzplanung

FPSB Deutschland warnt: Nicht in die Bitcoin-Steuerfalle tappen

29.04.2021 - 11:32:31

FPSB Deutschland warnt: Nicht in die Bitcoin-Steuerfalle tappen. Immer mehr Anleger interessieren sich f?r Kryptow?hrungen - Gewinne werden jedoch anders besteuert als Wertpapiere - Finanz?mter schauen genauer hin - Risiken eines Investments ?bersteigen Ertragschancen

Frankfurt am Main (pts023/29.04.2021/11:30) - Immer mehr Anleger interessieren sich f?r Kryptow?hrungen - Gewinne werden jedoch anders besteuert als Wertpapiere - Finanz?mter schauen genauer hin - Risiken eines Investments ?bersteigen Ertragschancen

Der Hype um Kryptow?hrungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple nimmt stark zu und mit ihm das Interesse auch eher konservativer Anleger. Sie werden angelockt in der Hoffnung auf schnellen Reichtum. Immer mehr Anleger fragen sich: Kann man es sich leisten, die Kryptow?hrungen angesichts der enormen Kursgewinne in den vergangenen Monaten weiter zu ignorieren? So knackte etwa der Bitcoin im M?rz die magische Marke von 60.000 US-Dollar - und nicht wenige Experten erwarten, dass es 2021 sogar noch ?ber 100.000 US-Dollar geht.

Doch Vorsicht: "Ebenso wie die Ertragschancen sind auch die Risiken immens", urteilt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB Deutschland). Schlie?lich sei der Handel sehr stark von Spekulation gepr?gt. "Anleger brauchen starke Nerven. Der Kurs der Kryptow?hrung f?hrt immer wieder Achterbahn", so Tilmes. Hinzu kommt: Anders als etwa bei Aktien oder Gold existiert bei Kryptow?hrungen kein echter Bewertungsma?stab.

Neben der Frage, wie man nun am besten und effektivsten in Bitcoin & Co. investieren k?nnte, r?ckt auch ein anderer Aspekt zunehmend in den Blickpunkt: die Frage der steuerlichen Behandlung. Das erste Problem dabei ist, dass die steuerliche Behandlung nicht definitiv gekl?rt ist. Weder gibt es eine ausdr?ckliche gesetzliche Regelung noch Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes. Aus Sicht der Finanzverwaltung werden Kryptow?hrungen wie Fremdw?hrungen, also zum Beispiel USD, behandelt.

"Wenn Anleger innerhalb eines Jahres kaufen und verkaufen, m?ssen sie Gewinne in der Einkommensteuererkl?rung angeben", erl?utert Prof. Tilmes, der neben seiner Vorstandst?tigkeit auch Academic Director Finance & Wealth Management an der EBS Executive School, Oestrich-Winkel, ist.

Das bedeutet: Die Gewinne von Krypto-W?hrungen unterliegen nicht der Abgeltungssteuer, sondern werden vom Finanzamt als privates Ver?u?erungsgesch?ft gewertet und m?ssen entsprechend mit dem jeweiligen pers?nlichen Einkommensteuersatz versteuert werden. "Ein Verkauf von Bitcoin z?hlt somit als privates Ver?u?erungsgesch?ft", erkl?rt der FPSB-Vorstand. Dazu z?hlt auch der Tausch in andere Krypto-w?hrungen.

Freigrenze von 600 Euro

Bei der Versteuerung von Kryptow?hrungen gilt au?erdem wie bei allen privaten Ver?u?erungsgesch?ften eine Freigrenze - kein Freibetrag - von 600 Euro pro Jahr. Ergibt sich ein h?herer Gewinn, so ist dieser in voller H?he mit dem pers?nlichen progressiven Steuersatz zu versteuern. Immerhin: Auch Verluste lassen sich steuerlich ber?cksichtigen. Etwaige Verluste k?nnen mit eventuellen Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnet werden.

Anders verh?lt es sich mit indirekten Anlageprodukten wie ETFs, Zertifikaten oder Contracts for Difference, die lediglich die Wertentwicklung der Kryptow?hrungen abbilden. M?gliche Gewinne daraus m?ssen Anleger, wie bei anderen Anlageprodukten auch, mit der Abgeltungssteuer versteuern, also pauschal 25 Prozent plus Solidarit?tszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Wie auch immer ein Investment genau aussieht: "F?r Anleger, die Kryptow?hrungen kaufen und verkaufen, ist es sehr wichtig, den Handel genau und l?ckenlos zu dokumentieren und ihn in der Einkommensteuererkl?rung anzugeben", r?t Tilmes. Ansonsten ist es Steuerhinterziehung. Zumal angesichts der wachsenden Bedeutung des Themas die Finanz?mter immer genauer hingucken.

Der FPSB-Vorstand macht keinen Hehl daraus, dass er Kryptow?hrungen als Investmentvehikel sehr kritisch gegen?bersteht: "Bitcoin & Co. sind allein schon mit Blick auf ihre ausgepr?gten Wertschwankungen keine seri?se Alternative f?r die Altersvorsorge", sagt Tilmes und verweist auf entsprechende aktuelle Warnungen der europ?ischen Aufsichtsbeh?rde ESA (European Supervisory Authorities) sowie der deutschen Finanzaufsicht BaFin. Dort hei?t es: "Ungeachtet j?ngster Kursrekorde handelt es sich bei virtuellen W?hrungen wie dem Bitcoin und anderen Kryptowerten um hoch riskante und spekulative Investments."

Professionals verhindern Fehlentscheidungen

Er r?t stattdessen zu einer langfristigen Betrachtungsweise: "Wer Geld langfristig sparen will, der muss ganz anders an das Thema Geldanlage herangehen." Dazu braucht es zuallererst eine klare Formulierung der Anlageziele und der Risikoeinstellung eines Anlegers sowie ein ganzheitlicher Blick auf die Verm?genssituation. Wichtige Unterst?tzung dabei k?nnen Investment-Experten wie die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER?-Professionals leisten. Sie beraten ihre Kunden objektiv rund um das Thema Investieren, ohne sich dabei von Marktstimmungen und kurzfristigen Trends beeinflussen zu lassen.

?ber den FPSB Deutschland e.V. Das Financial Planning Standards Board Ltd. - FPSB ist ein globales Netzwerk mit derzeit 27 Mitgliedsl?ndern und rund 192.000 Zertifikatstr?gern. Dessen Ziel ist es, den weltweiten Berufsstandard f?r Financial Planning zu verbreiten und das ?ffentliche Vertrauen in Financial Planner zu f?rdern. Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) mit Sitz in Frankfurt am Main geh?rt seit 1997 als Vollmitglied dieser Organisation an.

Zentrale Aufgabe des FPSB Deutschland ist die Zertifizierung von Finanz- und Nachfolgeplanern nach international einheitlich definierten Regeln. Wichtige G?tesiegel sind der CERTIFIED FINANCIAL PLANNER?-Professional, der CERTIFIED FOUNDATION AND ESTATE PLANNER-Professional, der EFPA European Financial Advisor? EFA und der CGA? CERTIFIED GENERATIONS ADVISOR. Der FPSB Deutschland hat ferner den Anspruch, Standards zur Methodik der ganzheitlichen Finanzberatung zu setzen. Daf?r arbeitet der FPSB Deutschland eng mit Regulierungs- und Aufsichtsbeh?rden, Wissenschaft und Forschung, Verbrauchersch?tzern sowie Presse und interessierter ?ffentlichkeit zusammen. Ein weiteres Anliegen des FPSB Deutschland ist die Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung. Zu diesem Zweck hat der Verband den Verbraucher-Blog http://www.frueher-planen.de lanciert. Er informiert neutral, anbieterunabh?ngig und werbefrei ?ber alle relevanten finanziellen Themen und beinhaltet drei Online-Rechner zur Berechnung der Altersrente und der Basisrente sowie zur Optimierung der Fondsanlage.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.fpsb.de . Folgen Sie uns auch auf LinkedIn unter: https://www.linkedin.com/company/fpsbdeutschland/

Kontakt Presse: iris albrecht finanzkommunikation GmbH Feldmannstra?e 121 D- 66119 Saarbr?cken Tel.: 0681 410 98 06 10 E-Mail: presse@fpsb.de Web: http://www.irisalbrecht.com

(Ende)

Aussender: Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. Ansprechpartner: Iris Albrecht Tel.: +49 681 4109806 10 E-Mail: presse@fpsb.de Website: www.fpsb.de

Frankfurt am Main (pts023/29.04.2021/11:30)

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