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Internet-Infrastruktur, Großbritannien

euNetworks Group Limited (“euNetworks”), ein westeuropäisches Breitbandinfrastruktur-Unternehmen, gab heute eine strategische Investition in eine kritische glasfaserbasierte Internet-Infrastruktur zwischen London und Amsterdam bekannt.

09.09.2021 - 16:51:37

euNetworks liefert neue kritische Internet-Infrastruktur für Großbritannien und die Niederlande. Dazu gehört auch die Lieferung eines neuen Seekabelsystems mit hoher Glasfaserzahl, das den Namen Scylla trägt und jetzt in Betrieb ist. Dabei handelt es sich um das erste seit 1999 gebaute Seekabelsystem zwischen dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden.

fertiggestellt wurde, der Dublin und London mit Lowestoft verbindet. Der zweite Super Highway von euNetworks verbindet Lowestoft über das neue Seekabel Scylla mit IJmuiden und führt von dort aus nach Amsterdam. In Kombination mit den ausgedehnten Metronetzen von euNetworks in Dublin, Manchester, London und Amsterdam ermöglicht das System eine durchgängige Konnektivität von jedem Rechenzentrum zu jedem anderen Rechenzentrum zwischen all diesen Metroregionen über die unternehmenseigenen und von euNetworks betriebenen Glasfaserstrecken.

Die Detailplanung und die Genehmigungsstudien wurden im August 2019 eingeleitet, die Bauarbeiten begannen im April 2020, und Anfang September 2021 konnten den Kunden die Dienste zur Verfügung gestellt werden. Bei diesem verlustarmen Netz handelt es sich um ein von Grund auf neues Glasfasernetz. Für die landgestützten Backhaul-Netze werden neue, verlustarme Glasfaserkabel vom Typ Corning SMF28 Ultra G657.A1 verwendet, und es wurden drei völlig neue Verstärkerstandorte für die beiden Kabellandestationen und den Zwischenverstärker im Vereinigten Königreich errichtet. Angesichts der bestehenden Standorte und Backhauls, die vor mehr als 20 Jahren gebaut wurden, beseitigen diese neuen Einrichtungen die Unzuverlässigkeit der alten Infrastruktur und bieten skalierbare und energieeffiziente Verstärkerräume mit einem langfristig deutlich reduzierten Energiebedarf.

Scylla selbst ist ein nicht hybrides, doppelt armiertes 96-Paar-Seekabel, das ausschließlich aus reinen Silica-Fasern vom Typ SMF28 ULL (ultra-low loss) G654.C von Corning besteht und allen Kunden den Vorteil einer zukunftssicheren und extrem niedrigen Dämpfung auf der repeaterfreien 211 km langen (von Kabellandestation zu Kabellandestation) Strecke bietet. Diese niedrige Dämpfung ist von entscheidender Bedeutung, um die niedrigsten Kosten pro Bit zu erreichen, was sich unmittelbar in einer größeren Bandbreite pro Transponder mit festen Kosten niederschlägt.

Die Nordsee ist seit jeher eine schwierige Umgebung für Seekabel, da eine Kombination aus starker Strömung, einem beweglichen, sandigen Meeresboden und intensiver Fischerei regelmäßig zu Betriebsstörungen aufgrund von Kabelunterbrechungen führt. euNetworks hat Scylla deshalb mit Hilfe einer neuen Technologie geplant und entwickelt, um diese Risiken zu minimieren und gleichzeitig die Umweltbelastung durch die Kabelverlegung zu verringern. Während der Planung und Kartierung wurde der Meeresboden simuliert, um Sandwellenbewegungen und die Fischereiintensität in Gebieten zu ermitteln, in denen schon einmal ein Kabel beschädigt wurde. So konnten mögliche Risikobereiche für die Kabelverlegung und die anschließende Änderung der Trasse oder eine geplante tiefere Kabelverlegung identifiziert werden. euNetworks wandte außerdem eine innovative Verlegungstechnik für Telekommunikationskabel an, bei der ein CAPJET-Grabenaushubsystem - ein hochleistungsfähiger Wasserstrahl, der sonst eher für das Verlegen von Stromkabeln verwendet wird - eingesetzt wurde, um den 2-3 Meter tiefen, aber schmalen Graben für die Verlegung des Kabels zu schaffen. Der CAPJET ermöglicht eine größere Präzision und eine 'Mikro-Kabelführung' während des Verlegungsvorgangs. Das ferngesteuerte System mit bordeigener Telemetrie ermöglicht eine Steuerung in Echtzeit. Die niedrige Pflugspannung ermöglicht ein schnelles Manövrieren, einen feineren Kabelführungsplan, das Eingraben zwischen den Vertiefungen in natürlichen Sandformationen und ein späteres tieferes Eingraben des Kabels im Laufe der Zeit. Dies steht im Gegensatz zu einer herkömmlichen Pflugverlegung, die zwar theoretisch ähnliche Tiefen erreichen kann, aber viel geraderen Wegen über Sandwellen mit Amplituden von 8 m und Neigungen von 12o folgen muss. Ein solcher Ansatz birgt Risiken für die anfängliche Verlegung, eine ungleichmäßige Verlegungstiefe und die Wahrscheinlichkeit, dass das Kabel im Laufe der Zeit freigelegt wird. euNetworks hat das Scylla-Kabel nicht nur auf natürliche Weise tiefer vergraben, sondern auch präzise verlegt und den Meeresboden weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Kabel wurde bis zu 3 Meter tief vergraben, verglichen mit den üblichen 0,7 Metern bei herkömmlichen Systemen, und bietet dadurch sowohl heute als auch in Zukunft einen besseren Schutz vor Kabelbeschädigungen.

Auch an Land hat das Unternehmen dieses neue Netzwerk unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit konzipiert und geplant. Entlang der Strecke sind optimale Abstände und Dämpfungsverluste zwischen den Verstärkerstandorten vorgesehen, so dass im Vergleich zu anderen in Betrieb befindlichen Strecken weniger ILA/PoP-Standorte nötig sind. Die Verwendung moderner Glasfasertypen und die Verringerung der ILA-Standorte entlang der Strecke bedeuteten weniger Baumaßnahmen während der Realisierung sowie weniger Ressourcen und weniger Stromverbrauch im Betrieb. In den neuen ILA-Standorten kommt außerdem eine neue Technologie zum Einsatz, bei der eine effizientere Klimaanlage die angesaugte Luft überwacht, so dass weniger Energie für die Kühlung verbraucht wird. Insgesamt führt dieser Ansatz zu einem wesentlich geringeren Energieverbrauch pro Bit und zu einer optimierten Netzinfrastruktur mit kleinerem CO2-Fußabdruck.

“Dieser Super Highway ist eine wichtige Investition in die westeuropäische Bandbreiteninfrastruktur”, sagted Brady Rafuse, Chief Executive Officer von euNetworks. “Wir haben das erste neue Seekabel auf dieser wichtigen Strecke seit 20 Jahren verlegt und damit eine einzigartige Verbindung zwischen London und Amsterdam geschaffen, mit der wir die vielen Unternehmen unterstützen, deren Konnektivitätsbedarf weiter wächst. Dieser Netzausbau ist für unsere Kunden von entscheidender Bedeutung, da er unseren Ansatz fortführt, eine hochgradig skalierbare, unternehmenseigene und von uns betriebene nachhaltige glasfaserbasierte Infrastruktur bereitzustellen, die ihren Bedürfnissen Rechnung trägt.”

“Wir bedanken uns bei allen, die mit uns an diesem Projekt gearbeitet haben. Wir freuen uns darauf, weiterhin eng mit unseren Kunden in diesen Regionen und in unseren Netzen zusammenzuarbeiten und ihnen die Bandbreite und den Leistungsumfang zu bieten, die sie brauchen”, sagte Rafuse.

Über euNetworks

euNetworks, ein Anbieter von Breitbandinfrastruktur, besitzt und betreibt 17 glasfaserbasierte Metronetze, die über ein Hochleistungs-Backbone, das durch 51 Städte in 15 europäischen Ländern verläuft, miteinander verbunden sind. Das Unternehmen ist führend auf dem Markt für Rechenzentrumsanbindungen und vernetzt inzwischen mehr als 450 Rechenzentren direkt. Darüber hinaus ist euNetworks ein führender Anbieter von Anbindungen an die Cloud und bietet ein zielgerichtetes Sortiment an innerstädtischen und Langstreckendiensten an, darunter Dark-Fibre-, Wellenlängen- und Ethernet-Services. Kunden aus der Handels-, Finanz-, Content-, Medien- und Mobilfunkbranche sowie Rechenzentren und Unternehmen profitieren von den einzigartigen Glasfaser- und Leerrohrnetzen von euNetworks, die auf ihren hohen Bandbreitenbedarf zugeschnitten sind. Weitere Informationen finden Sie unter eunetworks.com.

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