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Spielerschutz, Spielsucht

Der Verein Spielerhilfe, seit mittlerweile 14 Monaten aktiv, beriet bereits unz?hlige Spiels?chtige und Angeh?rige.

07.02.2021 - 20:27:31

Dringend ben?tigte zentrale Sperrdatenbank Spiels?chtiger kommt bald. Aufgrund eigener Erfahrungen mit dem Gl?cksspiel - viele Mitglieder des Vereins sind selbst ehemals spiels?chtig - ist das Wissen ?ber die tats?chlich exekutierten Spielerschutz-Ma?nahmen einer der gro?en Vorteile des Vereins. Die am Papier in ?sterreich geltenden Schutzma?nahmen sind deutlich zu wenig und kommen auch nicht immer zur Anwendung, so die Meinung des Vereins.

Wels (pts001/07.02.2021/20:25) - Der Verein Spielerhilfe, seit mittlerweile 14 Monaten aktiv, beriet bereits unz?hlige Spiels?chtige und Angeh?rige. Aufgrund eigener Erfahrungen mit dem Gl?cksspiel - viele Mitglieder des Vereins sind selbst ehemals spiels?chtig - ist das Wissen ?ber die tats?chlich exekutierten Spielerschutz-Ma?nahmen einer der gro?en Vorteile des Vereins. Die am Papier in ?sterreich geltenden Schutzma?nahmen sind deutlich zu wenig und kommen auch nicht immer zur Anwendung, so die Meinung des Vereins.

Verschleppung von Schutzma?nahmen

So ist beispielsweise eine im Gl?cksspielgesetz seit 2010 verpflichtend vorzusehende Sperrdatenbank Spiels?chtiger bis heute nicht umgesetzt worden. Aufgrund der Arbeit des Vereins wurde die Politik auf dieses Thema aufmerksam, es kam zu einer parlamentarischen Anfrage seitens der Partei NEOS, durch die Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper, an das Finanzministerium: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_00347/fname_775610.pdf

Auch das Nachrichtenmagazin profil berichtete dar?ber: https://www.profil.at/oesterreich/finanzministerium-spielerschutz-datenbank-11363417

Finanzminister Gernot Bl?mel beantwortete die Anfrage und hielt fest, dass das Finanzministerium bisher davon ausging, die Betreiber w?rden diese Datenbank selbst?ndig errichten: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/AB/AB_00351/imfname_781325.pdf

Dabei ist diese Annahme des Finanzministers weltfremd, da mit Inkrafttreten der Datenbank mit einem nicht unerheblichen finanziellen Verlust bei den Betreibern zu rechnen ist. Auch die Steuereinnahmen sind in weiterer Folge davon betroffen. In pers?nlichen Gespr?chen mit Entscheidern und F?hrungskr?ften bekannter Gl?cksspielunternehmen bekam der Verein Spielerhilfe den Eindruck, dass es in Wahrheit keine ernsthaften Ambitionen f?r eine Einf?hrung der Datenbank von Seiten der Betreiber gibt.

Gamechanger Spielerhilfe

Daher k?ndigte der Verein bereits Ende November letzten Jahres an, sich um dieses Problem annehmen zu wollen. Mit Hilfe einer cleveren Idee und den daf?r notwendigen Experten, ist diese Datenbank m?glich, ganz ohne Zutun seitens Finanzministerium und Betreiber.

Die zentrale Sperrdatenbank, entwickelt und umgesetzt von einem kleinen Spielerschutz-Verein in Ober?sterreich, wird 2021 f?r einen stark positiven Effekt beim Spielerschutz in ?sterreich sorgen.

Einladung an Finanzministerium und Betreiber zur Teilnahme

Der Verein lud diese Woche alle Konzession?re von Gl?cksspiel in ?sterreich sowie das Finanzministerium selbst, zur Teilnahme am Sperrdatenbank-Projekt ein.

"Alle Beteiligten betonen medienwirksam unerm?dlich, wie wichtig ihnen Spielerschutz ist. Jetzt ist die Zeit zu zeigen, dass diese Aussagen nicht nur leere Worth?lsen sind und sich die Betreiber unserem Projekt anschlie?en", so Christoph Holubar, Sprecher des Vereins Spielerhilfe.

Start in wenigen Wochen

Die angek?ndigte Sperrdatenbank wird auf der eigens errichteten Website https://spielersperre.at von der Spielerhilfe in wenigen Wochen gestartet. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen daf?r. Beim Thema Datenschutz etwa holte sich der Verein Experten, die den ganzen Prozess von Anmeldung bis Einmeldung der Sperren bei Betreibern, durchleuchten und optimieren.

"Besonders beim sensiblen Bereich des Datenschutz greifen wir auf Experten zur?ck. Schlie?lich ist dieser Bestandteil eine wichtige S?ule, wo wir keinesfalls Angriffsfl?che bieten werden und hier alle Hausaufgaben gemacht haben. Wir wissen, dass besonders die Startphase dar?ber entscheidet, ob unser Projekt von Erfolg gekr?nt sein wird", so Holubar zur Sicherheit der Plattform.

Gro?er Bedarf und Nachfrage

Bereits nach Ank?ndigung der Sperrdatenbank erhielt der Verein Anrufe und Nachrichten mit der Frage, ab wann denn eine Anmeldung und Eintragung f?r Spiels?chtige m?glich ist.

"Die Nachfrage ist definitiv da. Laut Erhebungen sind in ?sterreich mindestens 90.000 Personen von problematischem Spielverhalten betroffen. Die Dunkelziffer d?rfte aber weit h?her sein", so Holubar abschlie?end.

(Ende)

Aussender: Verein "Spielerhilfe" Ansprechpartner: Verein Spielerhilfe Tel.: +43 664 99125509 E-Mail: presse@spielerhilfe.at Website: www.spielerhilfe.at

Wels (pts001/07.02.2021/20:25)

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