IQM, Quantum

Das niederländische Quantentransduktions-Startup QphoX und der finnische Quantencomputerhersteller IQM Quantum Computers geben eine neue Zusammenarbeit zur Entwicklung einer Schnittstelle der nächsten Generation zur Skalierung von Quantencomputern bekannt.

01.09.2022 - 03:47:15

IQM Quantum Computers und QphoX Partner schließen Partnerschaft zur Entwicklung einer optischen Schnittstelle, um supraleitende Quantenprozessoren zu skalieren

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QphoX receives first quantum processor chip from IQM to begin development on new optical interconnects for superconducting quantum computers (Photo: Business Wire)

IQM ist der führende europäische Hersteller von Quantencomputern und liefert standortbasierte Quantencomputer für Hochleistungs-Rechenzentren und Forschungslabore und bietet vollständigen Zugang zu seiner Hardware. IQM liefert diese Maschinen als ein Full-Stack-Systemintegrator mit eigenen Quantenprozessoren, die supraleitende Qubits verwenden.

QphoX ist spezialisiert auf Photonen-Wellenlängenkonversion für Quantum-Technologien und arbeitet an der Erstellung des weltweit ersten Quantenmodems, das die Vernetzung von Quantenprozessoren untereinander ermöglichen wird. Diese Technologie wird neue Anwendungsbereiche erschließen, wie etwa verteiltes Quantencomputing zwischen fernverschränkten Quantenprozessoren, das in der Lage ist, eine der größten Skalierungsanforderungen der Branche zu meistern.

Die Unternehmen werden ihre jeweilige Expertise im Bereich der Quanteninformationsverarbeitung kombinieren, um eine neue, skalierbare Schnittstelle für die Kommunikation mit Quantenprozessoren über optische Verbindungen zu erstellen.

Die heutigen Quantenprozessoren müssen erheblich größer werden, um Realwelt-Anwendungen erfolgreich bearbeiten zu können. Eines der Haupthindernisse besteht darin, dass Mikrowellen-Quantenprozessoren in einer anspruchsvollen kryogenen Umgebung betrieben und gleichzeitig über Mikrowellenleitungen und kryogene Verstärker gesteuert werden, die beträchtliche Wärme erzeugen und dadurch die Prozessorgröße limitieren. Da die Hersteller die Entwicklung größerer Chips anstreben, ist es von entscheidender Bedeutung, skalierbare Ansätze zu finden, die in Zukunft Computer mit hunderttausenden Qubits ermöglichen.

„Durch die Nutzung unserer einzigartigen Mikrowellentechnologie für die benötigte optische Konversion können Signale stattdessen durch den Kryostaten mithilfe von Lichtwellenleitern gesendet werden. Auf diese Weise werden sowohl die räumlichen Einschränkungen als auch die Wärmebelastung für den Kryostaten reduziert, was den Einbau größerer Prozessoren in Einzelkryostaten ermöglicht. Wir sind sehr erfreut über diese neue Partnerschaft. In den vergangenen Monaten haben wir bereits Prozessoren von IQM eingesetzt und waren von ihrer Qualität und Leistungsfähigkeit äußerst beeindruckt“, so Frederick Hijazi, Chief Operating Officer und Mitbegründer von QphoX.

„Der künftige groß angelegte Quantencomputer erfordert neue Technologien für die optische Kommunikation oder kryogene Signalerzeugung oder beides. Wir betrachten die Expertise und Technologiepläne von OphoX als vielverspechende Alternativen, um das Kontroll- und Auslesesignal von Quantencomputern auf den Quantenchip übertragen zu können. Diese Zusammenarbeit wird durch die Vereinfachung der Verkabelung und neue Produktinnovationen zum Wegbereiter für Systeme mit mehr als 1000 Qubits“, so Dr. Juha Vartiainen, Chief Operating Officer und Mitbegründer von IQM Quantum Computers.

ENDE

Über IQM Quantum Computers:

IQM ist der paneuropäische Marktführer im Bau von Quantencomputern. IQM bietet Supercomputing-Rechenzentren, Labors und Unternehmen die Installation von Quantenrechnern vor Ort an und erlaubt vollen Zugang zu seiner Hardware. Für Industriekunden bietet IQM einen Quantenvorteil durch einen einzigartigen anwendungsspezifischen Co-Design-Ansatz. IQM baut zusammen mit dem gemeinnützigen Technischen Forschungszentrum Finnland (VTT), der größten Organisation für Auftragsforschung in Nordeuropa, den ersten kommerziellen 54-Qubit-Quantencomputer in Finnland. Das von IQM geleitete Konsortium Q-Exa baut einen Quantencomputer in Deutschland. Dieser Computer wird in einen High-Performance-Supercomputer integriert werden, um dessen Forschungsleistung zu beschleunigen. IQM beschäftigt mehr als 190 Mitarbeiter:innen und hat Büros in Paris, Madrid, München und Espoo.

Über QphoX:

QphoX entwickelt das weltweit erste Quantum Modem™ – ein bahnbrechendes System, das der Quantencomputer-Industrie durch Konnektivität und Parallelisierung die Skalierung und Freisetzung des Potenzials des Quanteninternet ermöglicht. Darüber hinaus bietet QphoX optische Netzwerkverbindungen und Kontroll-Lösungen für Quantenprozessoren, um Skalierunganforderungen in Einzelkryostaten zu meistern. QphoX ist in Delft (Niederlande) ansässig.

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