Human Resource Management, Kinder im B?ro

Das hybride Arbeiten hat sich sp?testens seit Ausbruch der Coronapandemie als eines von vielen Modellen durchgesetzt und dringt immer mehr in den B?roalltag ein.

22.11.2022 - 15:03:20

Mit den Kindern ins B?ro. Freizeit, Arbeitszeit aber auch der Arbeitsort vermischen sich immer mehr und stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Nachdem bei vielen die Arbeit Einzug in ihr Zuhause gehalten hat, stellt sich nun die Frage, ob es auch umgekehrt sein kann. N?mlich, ob es auch m?glich ist, das Private mit in die Arbeit zu nehmen, in diesem Fall die Kinder. Agnes Lebisch, frischgebackene Absolventin des Studiengangs Human Resource Mangement und Arbeitsrecht, stellte sich die Frage, ob das ?berhaupt rechtlich m?glich w?re und wenn Ja, welche Fragen noch zu kl?ren sind. Zu Beginn waren Unsicherheiten und Zweifel ?ber die Umsetzbarkeit dieses Themas vorhanden. Ausgehend von beinahe keiner relevanten, wissenschaftlichen Literatur zu dem Thema war die Entscheidung mit gro?en Fragezeichen ?ber den Output verbunden. "R?ckblickend kann ich behaupten, dass ich diese Ergebnisse nicht erwartet habe und es haben sich weitere rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungsm?glichkeiten ergeben", sagt Agnes Lebisch, die sichtlich stolz auf ihre Arbeit ist.

Eisenstadt (pts026/22.11.2022/15:00) - Das hybride Arbeiten hat sich sp?testens seit Ausbruch der Coronapandemie als eines von vielen Modellen durchgesetzt und dringt immer mehr in den B?roalltag ein. Freizeit, Arbeitszeit aber auch der Arbeitsort vermischen sich immer mehr und stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Nachdem bei vielen die Arbeit Einzug in ihr Zuhause gehalten hat, stellt sich nun die Frage, ob es auch umgekehrt sein kann. N?mlich, ob es auch m?glich ist, das Private mit in die Arbeit zu nehmen, in diesem Fall die Kinder. Agnes Lebisch, frischgebackene Absolventin des Studiengangs Human Resource Mangement und Arbeitsrecht, stellte sich die Frage, ob das ?berhaupt rechtlich m?glich w?re und wenn Ja, welche Fragen noch zu kl?ren sind. Zu Beginn waren Unsicherheiten und Zweifel ?ber die Umsetzbarkeit dieses Themas vorhanden. Ausgehend von beinahe keiner relevanten, wissenschaftlichen Literatur zu dem Thema war die Entscheidung mit gro?en Fragezeichen ?ber den Output verbunden. "R?ckblickend kann ich behaupten, dass ich diese Ergebnisse nicht erwartet habe und es haben sich weitere rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungsm?glichkeiten ergeben", sagt Agnes Lebisch, die sichtlich stolz auf ihre Arbeit ist.

Aufsichtspflicht vs Arbeitspflicht

Gleich vorweg: Es gibt in ?sterreich keinen unmittelbaren Anspruch, seine Kinder mit in die Arbeit zu nehmen. Um ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen, haben Arbeitnehmer*innen verschiedene M?glichkeiten der Freistellung von der Arbeit. Zudem kann eine Aufsichtspflicht an Dritte ?bertragen werden, w?hrend die Arbeitspflicht nicht an andere weitergegeben werden kann. Doch was w?re, wenn es unter bestimmten Voraussetzungen keine andere M?glichkeit g?be? Die Coronapandemie hat gezeigt, dass die M?glichkeiten der Freistellung schnell ausgesch?pft sind, wenn beispielsweise Betreuungseinrichtungen schlie?en. Wie Agnes Lebisch aufzeigt, gibt es durchaus Umst?nde, die darauf hindeuten, dass eine Mitnahme von Kindern in das B?ro rechtens sein kann.

Stillpausen, F?rsorgepflicht, Betriebs?bung, freiwillige Regelung

Ein erster indirekter Anspruch auf die Mitnahme von Kindern an den Arbeitsplatz findet sich im Angestelltengesetz sowie im Mutterschutzgesetz. In ihnen wird die Stillpause von M?ttern gesetzlich geregelt. Obwohl zum Ort des Stillens nur wenig angef?hrt ist, kann angenommen werden, dass dies auch am Arbeitsort stattfinden kann, da die Errichtung von Stillr?umen im Betrieb von der zust?ndigen Verwaltungsbeh?rde angeordnet werden kann. Eine Intervention des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin h?tte vermutlich wenig Chancen.

Ein zweites anspruchbegr?ndetes Argument ist die F?rsorgepflicht des Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin. Diese hat gegen?ber Angestellten Fremdinteressen zu wahren, zu denen unter anderem die freie Religionsaus?bung, aber auch (unter gewissen Umst?nden) die Mitnahme von Tieren z?hlen. Grundrechte und emotionale Beziehungen werden hier ber?cksichtigt. Es stellt sich die Frage, warum, so Lebisch, die Aufsichtspflicht gegen?ber Kindern hier nachstehen sollte. Voraussetzung ist allerdings, dass keine wichtigen betrieblichen Gr?nde dagegensprechen: Es k?nnten sich zum Beispiel Kolleg*innen von den Kindern gest?rt f?hlen oder gewisse R?umlichkeiten eine Gefahr f?r die Kinder darstellen.

Sollte es dem Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin mehrmals gestattet worden sein, Kinder mit an den Arbeitsplatz zu bringen ohne den expliziten Hinweis einer Ausnahmeregelung, so k?nnte es zu einer Betriebs?bung im rechtlichen Sinne kommen. N?mlich dann, wenn der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin aus objektiver Sicht darauf vertrauen durfte, dass die Mitnahme von Kindern auch zuk?nftig gestattet sei.

Abseits der anspruchsbegr?ndenden Argumente gibt es nat?rlich auch die freiwillige Vereinbarung. Sie kann als Einzelvereinbarung zwischen Dienstgeber bzw. Dienstgeberin und Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerin geschlossen und Bestandteil des Arbeitsvertrages werden.

Die Masterarbeit von Agnes Lebisch wird auch in einer juristischen Fachzeitschrift erscheinen. "Praktische Fragestellungen wissenschaftlich aufzugreifen ist eine gro?e St?rke von Fachhochschulstudien," res?miert Studiengangsleiterin Silvia Ettl-Huber.

Facts zum Studium Masterstudium: Human Resource Management , 4 Semster, 50 % Online - berufsbegleitend mit Pr?senzunterricht freitags und samstags sowie zus?tzlichen Online-Unterricht unter der Woche Akademischer Grad: Master of Arts in Business, MA Studienort: Campus Eisenstadt M?gliche Berufsfelder finden Absolvent*innen in nationalen und internationalen Unternehmen, in ?ffentlichen Organisationen, in Personalberatungsunternehmen sowie Arbeiter*innen und Arbeitgeber*innenvertretungen in den Bereichen Recruiting, Personalentwicklung, Compensation und Benefits, HR-Process- und Data-Management, Arbeitsrecht oder als HR-Generalist*innen und HR-Business-Partner*innen Unterrichtssprache ist Deutsch und Englisch. Es fallen keine Studiengeb?hren an. Anmeldung f?r einen Studienstart im Herbst 2023 unter: https://www.fh-burgenland.at

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Aussender: Fachhochschule Burgenland GmbH Ansprechpartner: Mag. Martina Landl Tel.: +43 5 7705 3520 E-Mail: martina.landl@fh-burgenland.at Website: www.fh-burgenland.at

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