Immobilien, Wohnen

Beim Start des neuen Semesters in wenigen Wochen kommt auf Studierende in Deutschland eine dramatische Steigerung der Mieten zu.

08.09.2022 - 07:07:29

Dramatischer Mietanstieg um 11,4 Prozent verteuert zum Semesterstart WG-Zimmer f?r Studierende um 44 Euro pro Monat. Mit durchschnittlich 435 Euro pro Monat zahlen junge Leute f?r ein ?bliches WG-Zimmer 44 Euro pro Monat mehr als noch vor einem Jahr. Die deutliche Zunahme um 11,4 Prozent ist eines der zentralen Ergebnisse der Untersuchung des Moses Mendelssohn Instituts in Kooperation mit dem Immobilienportal WG-Gesucht.de und dem Projektentwickler GBI. Dabei wurden die Wohn-Angebote in allen 95 deutschen Hochschulst?dten mit mindestens 5.000 Studierenden ausgewertet. Durchgef?hrt wird die unabh?ngige Marktbeobachtung seit 2013.

Hamburg/Berlin (pts005/08.09.2022/07:05) - Beim Start des neuen Semesters in wenigen Wochen kommt auf Studierende in Deutschland eine dramatische Steigerung der Mieten zu. Mit durchschnittlich 435 Euro pro Monat zahlen junge Leute f?r ein ?bliches WG-Zimmer 44 Euro pro Monat mehr als noch vor einem Jahr. Die deutliche Zunahme um 11,4 Prozent ist eines der zentralen Ergebnisse der Untersuchung des Moses Mendelssohn Instituts in Kooperation mit dem Immobilienportal WG-Gesucht.de und dem Projektentwickler GBI. Dabei wurden die Wohn-Angebote in allen 95 deutschen Hochschulst?dten mit mindestens 5.000 Studierenden ausgewertet. Durchgef?hrt wird die unabh?ngige Marktbeobachtung seit 2013.

"Diese Zeitreihe erlaubt einen langfristigen Vergleich ?ber ein Jahrzehnt und belegt, dass es eine Preiserh?hung in dieser Form bisher nicht gegeben hat", res?miert Dr. Stefan Brauckmann, Gesch?ftsf?hrender Direktor am Moses Mendelssohn Institut (MMI). 2019 dokumentierten MMI und WG-Gesucht.de mit 7,1 Prozent die bisher deutlichste bundesweite Mietensteigerung f?r Studierende. Dr. Brauckmann: "Das war schon damals eine bemerkenswerte Zunahme im erhitzten Markt, diesmal toppt die Ver?nderung aber alles bisher Dagewesene." Teilweise ist die jetzige Preis-Explosion Resultat eines Nachhol-Effekts. "Zwei Jahre sorgte die Corona-Pandemie bei Neuvermietungen eher f?r eine Seitw?rtsbewegung der Preise", erkl?rt Dr. Brauckmann die Zahlen: "Damit ist es jetzt vorbei. In 89 von 95 St?dten der Hochschulst?dte-Liste sind Zimmer in einer WG jetzt teurer als noch 2021."

F?r Wohnungssuchende an einigen Hochschul-Standorten fiel die Steigerung sowohl prozentual als auch nominal klar ?berdurchschnittlich aus. "Die h?chsten Preisaufschl?ge verteilen sich dabei sowohl auf Metropolen, als auch klassische Uni-St?dte und kleinere Standorte", erl?utert MMI-Direktor Dr. Brauckmann: "Betroffen sind zudem unterschiedlichste Regionen und auch die unterschiedlichsten Preis-Kategorien." So erh?hten sich innerhalb eines Jahres die Preise beispielsweise in Erfurt um 21,8 Prozent (von 275 auf 335 Euro), in L?neburg um 18,2 Prozent (von 330 auf 390 Euro), in Erlangen um 17,9 Prozent (von 380 auf 448 Euro), in D?sseldorf um 17,6 Prozent (von 425 auf 500 Euro), in Freiburg um 16,7 Prozent (von 420 auf 490 Euro), in Bonn um 16,3 Prozent (von 400 auf 465 Euro), in Ludwigsburg um 15,7 Prozent (von 420 auf 486 Euro), in Bayreuth um 15,4 Prozent (von 312 auf 360 Euro), in Flensburg um 14,9 Prozent (von 322 auf 370 Euro), in Heidelberg um 13,8 Prozent (von 398 auf 453 Euro), in K?ln um 13,3 Prozent (von 450 auf 510 Euro), in Stuttgart um 13,0 Prozent (von 460 auf 520 Euro).

Auch am teuersten deutschen Hochschul-Standort, in M?nchen, stiegen die WG-Mieten ?berdurchschnittlich, binnen Jahresfrist von 620 Euro um 12,9 Prozent auf 700 Euro. "Damit ist die n?chste Schallmauer des Studentischen Wohnens schneller erreicht als erwartet", so Dr. Brauckmann: "Schon Anfang 2022 gab es in allen St?dten Anzeichen, dass der Markt erheblich in Bewegung ger?t. Weil sich die Lage an den Hochschulen nach der Corona-Sondersituation normalisierte, sorgten mehrere Effekte f?r erheblichen Preis-Auftrieb", so Dr. Brauckmann: "So wollen viele Studierende Umz?ge nachholen, die sie wegen der Pandemie auf Eis gelegt hatten." Erheblichen Einfluss haben auch verschobene Studienabschl?sse. Da aufgrund der Pandemie Vorlesungen, Seminare oder Pr?fungen ausfielen oder wenig ergiebig waren, verl?ngern viele junge Leute ihr Studium. Sogar viele Regelstudienzeiten wurden ausgedehnt. "So werden viele Wohnungen sp?ter frei, der Mangel versch?rft sich", so Dr. Brauckmann. Auch internationale Studierende holen nun Auslandsemester in Deutschland nach. Mit dem gleichen Effekt.

Auch der langfristige Vergleich in vielen St?dten zeigt die Dramatik der Lage. In Berlin etwa erh?hte sich der WG-Preis laut der MMI-Analyse von 335 Euro in 2013 ?ber 495 Euro im Vorjahr auf nun 550 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 64 Prozent.

In dieser angespannten Situation hilft das aktuelle Niveau der staatlichen finanziellen Unterst?tzung nur unzureichend. Zwar erh?hte sich im Juli im Rahmen der BAf?G-Reform die Wohnkostenpauschale gerade von 325 auf 360 Euro. "Doch nicht zuletzt wegen der aktuellen Preissteigerungs-Welle hinkt die Politik der Wohn-Realit?t deutlich hinterher", betont Dr. Brauckmann: "An 59 Standorten ermittelten wir Preise von mehr als 360 Euro. Hier sind 64 Prozent der Studierenden eingeschrieben. Eine Wohngemeinschaft ist zudem die g?nstigste Alternative am freien Wohnungsmarkt, die Situation bei anderen Wohnformen somit noch extremer." Ein weiterer F?rder-Nachteil f?r die angehenden Akademiker: der Heizkosten-Zuschuss f?r BAf?G-Empf?nger ist geringer ist als bei sonstigen Wohngeld-Berechtigten. Dr. Brauckmann: "Ein schlechtes Signal ohne ?berzeugende Begr?ndung."

Die Preis-Explosion trifft die zwei Drittel der Studierenden, die weder bei Eltern oder Verwandten wohnen noch einen der raren Pl?tze in ?ffentlich gef?rderten Wohnheimen ergattert haben. "Auf dem freien Markt ist die WG dann eine g?nstige Wohnform und ein verl?sslicher Preis-Indikator f?r Mieter mit begrenzten Budgets", erkl?rt Annegret M?lbaier, Sprecherin von WG-Gesucht.de. Erschwerend hinzu kommt f?r viele angehenden Akademiker - zumal, wenn sie neu in der Stadt sind und es Sprachbarrieren gibt -, dass sie sich bei sp?ter Studienplatz-Vergabe oft unter Zeitdruck sehen, auf teure Unterkunfts-Angebote einzugehen. M?lbaier: "Die Gefahr reduziert Markt-Transparenz deutlich."

"Es ist zudem zu bef?rchten, dass die Preissteigerungen beim Studentischen Wohnen erst am Anfang stehen. Viele Abschlagszahlungen f?r Energie sind noch nicht an das aktuelle und erwartete Preisniveau angepasst. Hier wird es sicherlich negative ?berraschungen bei der Abrechnung geben", so Dr. Brauckmann: F?r die jungen Menschen in der Ausbildungsphase bedeutet dies eine erhebliche Zusatzbelastung. Schon jetzt machen die Wohnkosten einen Gro?teil des verf?gbaren Budgets aus.

Doch nicht nur die H?he der Preise entscheidet, wie schwer sich Studierende bei der Wohnungssuche tun. Auch Kriterien wie die Baut?tigkeit, die Entwicklung von Studierendenzahlen, Gesamtbev?lkerung und Wohnheim-Pl?tzen gemeinn?tziger Betreiber oder die Attraktivit?t einer Hochschule im Ausland haben erheblichen Einfluss. Insgesamt jeweils 23 Kriterien werden daher seit 2013 f?r die Analyse des Studentischen Wohnungsmarktes untersucht. Der Anspannungs-Index liegt 2022 bei 38,6 Punkten, so hoch wie nie zuvor. 2013 bei der ersten Analyse war der Wert mit 33,4 Punkten noch deutlich niedriger.

Trotz immer h?herer Preise und neuer Rekorde beim Anspannungs-Index weicht die Mehrheit der Studierenden nicht auf g?nstigere Standorte aus. Allein in den 15 Hochschul-St?dten mit einer Einwohnerzahl von 500.000 Personen studieren laut MMI-Analyse rund eine Million (1.031.024) junge Menschen. Das entspricht 37 Prozent der Studierenden in Deutschland.

Sowohl f?r Gro?st?dte als auch kleinere Standorte plant und baut die GBI Holding AG als erfahrener Projektentwickler H?user der Eigenmarke SMARTments student. Damit auch k?nftig trotz Bau- und Energiekosten-Steigerungen bezahlbare Unterk?nfte f?r Studierende und Auszubildende entstehen, hofft die GBI auf eine rasche Umsetzung des von der Bundesbauministerin Geywitz angek?ndigten F?rderprogramms. "Es w?re gut, wenn dieses sich an die sehr gut praktikablen F?rderbedingungen in Bayern oder Baden-W?rttemberg oder f?r studentisches Wohnen in NRW anlehnt und zudem vorrangig auf Zusch?sse setzt", betont Simon H?bner, Vorstand der GBI Holding AG.

Interesse institutioneller Anleger an studentischen Wohnprojekten gibt es genug, sowohl f?r preisged?mpfte als auch gef?rderte Projekte. "Der gesellschaftliche Nutzen von Angeboten solcher Immobilien ist in Zeiten von Nachhaltigkeit, ESG und sozialen Standards eines der zentralen Themen unseres Austauschs mit institutionellen Investoren", erl?utert Simon Behr, Gesch?ftsf?hrer der GBI Capital: "Die Vorgaben der EU-Taxonomie machen solche Anlagen geradezu zwingend. Und bei Studentenapartments l?sst sich aufgrund der guten Kalkulierbarkeit der Nachfrage besonders effektiv eine Kombination von Wirtschaftlichkeit und sozialem Nutzen darstellen."

Hinweis: Zu jeder der 95 Hochschul-Standorte mit mindestens 5000 Studierenden gibt es ein komplettes Fact-Sheet, das Medien elektronisch zur Verf?gung gestellt werden kann. Kontakt: Wolfgang Ludwig, Tel.: +49 (0)221 29219282, +49 (0)171 9335134; E-Mail: mail@ludwig-km.de

?ber das Moses Mendelssohn Institut Das Moses Mendelssohn Institut (MMI) mit Standorten in Berlin und Hamburg ist eine Einrichtung der Moses Mendelssohn Stiftung und ein Forschungsinstitut an der VICTORIA | Internationale Hochschule. Die Schwerpunkte im Moses Mendelssohn Institut liegen auf den Bereichen "Immobilienforschung" und "J?disches Kulturerbe". In der Immobilienforschung werden vor allem m?gliche Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf unterschiedliche Immobilienm?rkte untersucht, insbesondere aus den Bereichen Wohnungswirtschaft sowie gewerblicher Beherbergungskonzepte mit einem regionalen Fokus auf den deutschsprachigen Raum. Bedingt durch die enge Verzahnung mit der Moses Mendelssohn Stiftung ist die Erforschung und Vermittlung J?dischen Kulturerbes ein besonderes Anliegen. Hierbei ergeben sich immer wieder Schnittmengen zu Immobilien und konkreten Orten. Als Auftraggeber des MMI fungieren ?ffentliche Stellen, Stiftungen und Verb?nde ebenso wie Immobilienunternehmen, Investoren und Finanzinstitute. Zu finden im Internet unter: https:// moses-mendelssohn-institut.de

?ber WG-Gesucht.de WG-Gesucht.de ist mit ?ber 16,5 Millionen Besuchern monatlich einer der gr??ten Marktpl?tze Europas im Bereich WG-Zimmer, Co-Living und Wohnungen. F?r private und gewerbliche Anbieter ist das reichweitenstarke Portal das ideale Umfeld zur erfolgreichen Objektvermietung. Unternehmen profitieren dabei von exklusiven Funktionen und Vorteilen. WG-Gesucht.de ist Testsieger, u.a. ausgezeichnet von ntv und DISQ bei "Deutschlands beste Online-Portale 2022". Young Professionals, Akademiker, Familien, Paare und Singles - f?r alle Objektarten finden Anbieter auf dem Immobilienportal passende Bewerber. Da Website und App neben Deutsch auf Englisch und Spanisch verf?gbar sind, greifen auch finanzkr?ftige internationale Praktikanten und Berufseinsteiger bevorzugt auf WG-Gesucht.de zur?ck und mieten ?ber den Marktplatz Objekte im Bereich Serviced Apartments, Co-Living und Student Housing.

?ber die GBI Unternehmensgruppe Die GBI Unternehmensgruppe entwickelt Hotel-, Wohn- und Apartmentprojekte. Allein oder mit Partnern wurden seit der Gr?ndung im Jahr 2001 Immobilien in Deutschland und ?sterreich mit einem Volumen von rund 2 Milliarden Euro verkauft bzw. platziert. Ein aktueller Schwerpunkt der Projektentwicklungen sind mit rund 2100 Einheiten die Angebote in unterschiedlichen Bereichen des Mietwohnungsbaus (frei finanziert, gef?rdert, seniorengerecht, kombiniert mit Dienstleistungen insbesondere aus dem sozialen Bereich). Zus?tzlich werden unter dem Markendach SMARTments? Mikroapartments f?r Studierende, Gesch?ftsreisende und Privatpersonen betrieben, gebaut oder entwickelt. Im wohnwirtschaftlichen Segment geh?ren zum Portfolio 4.811 Apartmentpl?tze in SMARTments student- sowie 274 Einheiten in SMARTments living-Projekten. Im gewerblichen Bereich SMARTments business umfasst die Projektliste 1.327 Apartments. Spezialit?t der GBI sind Quartiersentwicklungen, bei denen unterschiedliche Immobilientypen kombiniert werden. Ziel sind nachhaltige und lebenswerte Stadtr?ume. Integriert in Mixed Use-Projekte werden je nach Bedarf der St?dte klassisches und gef?rdertes Wohnen, Mikroapartments, Kindertagesst?tten, Senioren- bzw. betreutes Wohnen, Pflegeangebote, Studentisches Wohnen, Serviced Apartments, Hotels, B?ros, Gewerbeeinheiten, soziale Versorgung (z.B. Arzt, Apotheke) und Nahversorgung. Die GBI Holding AG, unter deren Dach die Einheiten der Unternehmensgruppe organisiert sind, ist eine Tochter der Moses Mendelssohn Stiftung. http://www.gbi.ag

Hinweis: Zu jeder der 95 Hochschul-Standorte mit mindestens 5000 Studierenden gibt es ein komplettes Fact-Sheet, das zur Verf?gung gestellt werden kann.

F?r weitere Informationen, einzelne St?dte-Auswertungen, Interview-Anfragen und Bildmaterial: Wolfgang Ludwig Tel.: +49 (0)221 29219282, +49 (0)171 9335134 E-Mail: mail@ludwig-km.de

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Aussender: Moses Mendelssohn Institut Ansprechpartner: Wolfgang Ludwig Tel.: +49 221 29219282 E-Mail: mail@ludwig-km.de Website: www.moses-mendelssohn-institut.de

Hamburg/Berlin (pts005/08.09.2022/07:05)

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