WACKER CHEMIE AG, DE000WCH8881

Wacker Chemie AG: WACKER setzt sich neue Ziele für Nachhaltigkeit

16.12.2021 - 09:34:31

Wacker Chemie AG: WACKER setzt sich neue Ziele für Nachhaltigkeit. Wacker Chemie AG: WACKER setzt sich neue Ziele für Nachhaltigkeit

^

DGAP-News: Wacker Chemie AG / Schlagwort(e): Strategische

Unternehmensentscheidung

16.12.2021 / 09:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

* WACKER STELLT AUF KAPITALMARKTTAG NEUE UND AMBITIONIERTERE

NACHHALTIGKEITSZIELE ERSTMALS DER ÖFFENTLICHGKEIT VOR

* MIT KONKRETEN PROJEKTEN UND MASSNAHMEN WILL WACKER BIS ZUM JAHR 2030

SEINE TREIBHAUSGAS-EMISSIONEN HALBIEREN

* REDUKTIONSZIELE STEHEN IM EINKLANG MIT DEM PARISER KLIMASCHUTZABKOMMEN

* KLIMANEUTRALITÄT WIRD FÜR DAS JAHR 2045 ANGESTREBT

* NACHHALTIGES PRODUKTPORTFOLIO ERÖFFNET ZUSÄTZLICHE GESCHÄFTLICHE CHANCEN

* VORSTANDSCHEF CHRISTIAN HARTEL: "AUFGRUND DER STEIGENDEN NACHFRAGE

ERWARTEN WIR, DASS SICH NACHHALTIGE PRODUKTE IN DEN NÄCHSTEN JAHREN

IMMER STÄRKER ZU EINEM UNSERER WICHTIGSTEN UMSATZ- UND ERGEBNISTRÄGER

ENTWICKELN WERDEN"

München, 16. Dezember 2021 - Die Wacker Chemie AG hat heute im Rahmen eines

virtuellen Kapitalmarkttages Investoren und Analysten ihre neuen

Nachhaltigkeitsziele vorgestellt. Gegenüber den bisherigen Vorgaben, die

sich WACKER gesetzt hat, sind die neuen Ziele wesentlich ambitionierter. So

will der Münchner Chemiekonzern jetzt seine absoluten

Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2020 bis 2030 um 50 Prozent

senken. Bislang hatte sich das Unternehmen eine Reduzierung seiner

spezifischen Treibhausgas-Emissionen - also pro Tonne Produkt - um 33

Prozent im Vergleich zum Jahr 2012 vorgenommen. Bei seinen Produkten

arbeitet WACKER darauf hin, dass das gesamte Portfolio bis 2030 definierte

Nachhaltigkeitskriterien erfüllt (bislang: 90 Prozent). Von allen seinen

Schlüssellieferanten erwartet WACKER ebenfalls bis 2030 die Erfüllung von

definierten Standards im Hinblick auf Nachhaltigkeit (bislang: 90 Prozent).

Im gleichen Zeitraum sollen die Emissionen bei Vorprodukten, die WACKER

einsetzt, um 25 Prozent zurückgehen. Neu ist das spezifische Ziel zur

Wasserentnahme: Hier will WACKER bis 2030 eine Senkung um 15 Prozent

erreichen.

Bei den neuen Zielen zur Reduzierung von Treibhausgasen handelt es sich um

sogenannte "science-based targets". Das bedeutet, dass sie mit dem Ziel

eines weltweiten Temperaturanstiegs um maximal 1,5 Grad Celsius im Einklang

stehen und somit konform mit dem Pariser Klimaschutzabkommen sind. WACKER

ist Teil der UN-Initiative für Klimaneutralität "Race To Zero". Der Münchner

Chemiekonzern bekennt sich damit freiwillig zur Einhaltung der Obergrenze

von 1,5 Grad und verpflichtet sich, seinen Weg in Richtung Klimaneutralität,

die bis zum Jahr 2045 angestrebt wird, künftig mit transparenten

Fortschrittsberichten zu dokumentieren.

Wie WACKER-Vorstandschef Christian Hartel deutlich macht, setzt das

Unternehmen auf zwei Handlungsfelder, um seinen eigenen ökologischen

Fußabdruck zu verbessern und substanzielle Beiträge zur Begrenzung des

Klimawandels zu leisten: "Zum einen arbeiten wir daran, bei unseren eigenen

Produkten und Prozessen den Ausstoß an Treibhausgasen und den

Ressourcenverbrauch weiter zu minimieren. Zum anderen - und das sehen wir

als den noch größeren Hebel - tragen unsere chemischen Spezialprodukte

bereits heute entscheidend dazu bei, dass unsere Kunden aus einer Vielzahl

von Anwenderindustrien klima- und ressourcenschonende Lösungen auf den Markt

bringen können", sagt Hartel. "In den kommenden Jahren wollen wir unser

Portfolio besonders nachhaltiger Produkte deutlich ausbauen."

Nach den Worten des Konzernchefs sind die neuen Nachhaltigkeitsziele

ambitioniert: "Wir haben in den vergangenen Monaten unser Produktportfolio

und unsere Produktionsprozesse intensiv analysiert. Mit unseren Zielen gehen

wir an die Grenze dessen, was wir für technisch machbar und erreichbar

halten", hob Hartel hervor.

Zahlreiche Produkte von WACKER kommen in Lösungen zum Einsatz, die im Kampf

gegen den Klimawandel wichtig sind. Dazu zählen beispielsweise

wärmeleitfähige Spezialsilicone für Elektrofahrzeuge. In der Bauindustrie

finden Dispersionen und Dispersionspulver von WACKER unter anderem in

Wärmedämmungssystemen für Gebäude Verwendung. Mit seinem Polysilicium, dem

wichtigsten Rohstoff für Solarmodule, trägt der Münchner Chemiekonzern als

weltweit führender Hersteller maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei.

Eine Jahresproduktion Solarsilicium von WACKER vermeidet durch die daraus

entstehenden Photovoltaikmodule jährlich mehr als 450 Mio. Tonnen CO2. 30

Jahre lang entfällt damit jedes Jahr der Ausstoß einer Stadt der Größe

Hamburgs.

Darüber hinaus bietet WACKER eine Reihe von Produkten an, die auf

nachwachsenden Rohstoffen basieren. Das sind zum Beispiel Dispersionspulver,

bei denen aus Holzabfällen hergestellte Essigsäure in die Herstellung

einfließt, fermentativ hergestellte Cyclodextrine für Anwendungen in der

Lebensmittel- und Pharmaindustrie oder Silicondichtstoffe, die unter

Verwendung von pflanzenbasiertem Methanol hergestellt werden.

"Unsere Initiativen hin zu noch mehr Nachhaltigkeit in unserem Portfolio

sind aber nicht nur ein Beitrag, um dem Klimawandel entgegenzuwirken", hebt

Christian Hartel hervor. "Sie sind gleichzeitig eine ganz große

geschäftliche Chance für uns." Schon heute, so Hartel, machten Produkte, die

es den Kunden des Münchner Chemiekonzerns ermöglichen, klima- und

ressourcenschonende Lösungen auf den Markt zu bringen, etwa zwei Drittel des

gesamten Angebots aus. "Weil die Nachfrage nach solchen Produkten stetig

weiter steigt, erwarten wir, dass sie sich in den nächsten Jahren immer

stärker zu einem unserer wichtigsten Umsatz- und Ergebnisträger entwickeln

werden", zeigt sich der Konzernchef überzeugt.

Um seine neuen Ziele zu erreichen, setzt WACKER auf eine Reihe von konkreten

Projekten und Maßnahmen. So arbeitet das Unternehmen gegenwärtig an

konkreten Konzepten, mit denen am norwegischen Standort Holla die heute bei

der Herstellung von Siliciummetall verwendete Steinkohle durch nachhaltig

gewonnene Holzkohle und weitere Biomasse ersetzt werden soll. WACKER sieht

darin einen wichtigen Hebel, um seinen CO2-Fußabdruck deutlich zu

reduzieren. Weitere Ansatzpunkte für noch nachhaltigere Prozesse in der

Produktion von Siliciummetall sieht das Unternehmen in der vermehrten

Nutzung von Wasser- und Windkraft, um den Strombedarf des Standorts zu

decken, sowie in der Speicherung (CCS) oder Nutzung (CCU) von Kohlendioxid.

Siliciummetall ist ein Schlüsselrohstoff für die Herstellung von Siliconen

sowie für Polysilicium, das in der Produktion von Solarzellen und

Halbleiterbausteinen zum Einsatz kommt. Mit den in Holla produzierten Mengen

deckt WACKER etwa ein Drittel seines Jahresbedarfs.

Weitere Projekte von WACKER befassen sich mit Möglichkeiten, wie sich CO2

wertschöpfend als Rohstoff für chemische Produkte einsetzen lässt. So plant

WACKER unter der Bezeichnung RHYME Bavaria am Standort Burghausen den Bau

einer Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 20 Megawatt. Hier soll mit

Strom aus erneuerbaren Quellen Wasserstoff produziert werden, der dann

zusammen mit CO2 aus bestehenden Produktionsprozessen in einer

Syntheseanlage in Methanol umgewandelt wird. Die Kapazität dieser Anlage

soll bei 15.000 Tonnen pro Jahr liegen. Zu vergleichbaren Projekten an

anderen Standorten laufen derzeit Machbarkeitsstudien. Sowohl Wasserstoff

als auch Methanol sind wichtige Grundstoffe für chemische Produkte, etwa für

Silicone. Im Vergleich zu den bestehenden Herstellungsprozessen ließen sich

mit den neuen Verfahren die CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent senken.

Kombiniert mit CO2-optimiertem Siliciummetall aus Holla kann so der

Fußabdruck von Siliconen signifikant reduziert werden.

Einen entscheidenden Schlüssel für weitere Fortschritte in der

Defossilisierung seiner Produktion sieht WACKER in der konsequenten

Elektrifizierung seiner Produktionsprozesse. Hier befindet sich der Münchner

Chemiekonzern schon jetzt in einer sehr guten Ausgangslage. "Stand heute

sind bereits 60 Prozent unserer Produktionsprozesse elektrifiziert",

erläutert Vorstandschef Hartel. "Das ist deutlich mehr als in vielen anderen

Chemieunternehmen."

Gleichzeitig machte Hartel deutlich, dass die Grundvoraussetzung für weitere

Fortschritte in der Elektrifizierung preisgünstiger grüner Strom in

ausreichender Menge ist: "Nach Einschätzungen des Verbandes der chemischen

Industrie liegt der Bedarf allein für die Chemieunternehmen hierzulande

künftig bei 600 Terawattstunden pro Jahr. Das entspricht dem derzeitigen

Stromverbrauch von ganz Deutschland."

Darüber hinaus, so Hartel weiter, müsse der Strom für die Unternehmen zu

international wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stehen: "Deshalb

setzen wir uns schon seit Jahren für einen grünen Industriestrompreis von

maximal 4 Cent pro Kilowattstunde ein", sagte er. Außerdem müssten für eine

gesicherte Stromversorgung auch die dafür notwendigen Übertragungsleitungen

zur Verfügung stehen. "Hier ist die Politik gefordert, endlich für die

erforderlichen Rahmenbedingungen zu sorgen", appellierte Hartel. "WACKER und

die gesamte chemische Industrie stehen bereit, ihren Beitrag zum Gelingen

der Klima- und Energiewende zu leisten."

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf

Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl

wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen

realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen

sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und

Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen

Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den

Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.:

Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs-

und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde

Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der

Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch

WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür. Die

Inhalte dieser Presseinformation sprechen alle Geschlechter gleichermaßen

an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z.B. Kunde,

Mitarbeiter) verwendet.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Wacker Chemie AG

Presse und Information

Christof Bachmair

Tel. +49 89 6279-1830

christof.bachmair@wacker.com

16.12.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,

Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

Sprache: Deutsch

Unternehmen: Wacker Chemie AG

Hanns-Seidel-Platz 4

81737 München

Deutschland

Telefon: 0049-89-6279-1633

Fax: 0049-89-6279-2933

E-Mail: investor.relations@wacker.com

Internet: www.wacker.com

ISIN: DE000WCH8881

WKN: WCH888

Indizes: MDAX

Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);

Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover,

München, Stuttgart, Tradegate Exchange

EQS News ID: 1258444

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

1258444 16.12.2021

°

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Wacker Chemie auf 'Buy' - Ziel 190 Euro. Die Eckdaten für das Schlussquartal untermauerten seinen Eindruck, dass der Markt sehr negativ für 2022 und 2023 gestimmt sei, schrieb Analyst Markus Mayer in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Da es noch keinen Ausblick gebe, könnten die endgültigen Zahlen im März Auslöser für den Markt sein, die niedrigen Erwartungen zu realisieren. MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Wacker Chemie nach vorläufigen Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 190 Euro belassen. (Boerse, 26.01.2022 - 12:47) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Wacker Chemie auf 'Buy' - Ziel 190 Euro. In der Chemiesparte sei das Geschäft mit Silizium besser als erwartet gelaufen, schrieb Analyst Geoff Haire in einer ersten Reaktion am Mittwoch. Hier liege das operative Ergebnis im Schlussquartal 2021 um zwölf Prozent über der Markterwartung. ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Wacker Chemie nach vorläufigen Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 190 Euro belassen. (Boerse, 26.01.2022 - 12:46) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Wacker Chemie erholen sich nach Eckdaten kräftig FRANKFURT - Nach Äußerungen zur aktuellen Geschäftsentwicklung haben die Papiere von Wacker Chemie am Mittwoch rund ein Drittel des jüngsten Rückschlags vom Jahreshoch wieder aufgeholt. (Boerse, 26.01.2022 - 10:43) weiterlesen...

Wacker Chemie startet mit Schwung ins Jahr 2022. "Die hohe Nachfrage setzt sich über den Jahreswechsel hinaus fort", sagte Konzernchef Christian Hartel am Mittwoch laut Mitteilung im Zuge der Vorstellung der vorläufigen Zahlen für 2021. Im vergangenen Jahr profitierte das Unternehmen unter anderem vom Bauboom und der voranschreitenden Digitalisierung in vielen Teilen der Welt. Die Nachfrage nach dem Solar- und Halbleiterindustriegrundstoff Polysilizium war hoch. Aber auch in den anderen Geschäftsbereichen rund um Materialien etwa für Klebstoffe und Bodenbelege oder auch rund um Kunststoffe etwa für Elektronikindustrie, Textilhersteller, Medizintechnikunternehmen und Autobauer lief es gut. MÜNCHEN - Wacker Chemie ist gut ins neue Jahr gestartet. (Boerse, 26.01.2022 - 09:53) weiterlesen...

Wacker Chemie AG: WACKER erzielt im Geschäftsjahr 2021 neue Bestwerte bei Umsatz, Ergebnis und Netto-Cashflow. Wacker Chemie AG: WACKER erzielt im Geschäftsjahr 2021 neue Bestwerte bei Umsatz, Ergebnis und Netto-Cashflow Wacker Chemie AG: WACKER erzielt im Geschäftsjahr 2021 neue Bestwerte bei Umsatz, Ergebnis und Netto-Cashflow (Boerse, 26.01.2022 - 07:04) weiterlesen...