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WACKER CHEMIE AG, DE000WCH8881

Wacker Chemie AG: Gute Nachfrage im 2.

02.02.2021 - 07:04:26

Wacker Chemie AG: Gute Nachfrage im 2. Halbjahr 2020 stützt die Geschäftsentwicklung von WACKER

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DGAP-News: Wacker Chemie AG / Schlagwort(e): Vorläufiges Ergebnis

Wacker Chemie AG: Gute Nachfrage im 2. Halbjahr 2020 stützt die

Geschäftsentwicklung von WACKER

02.02.2021 / 07:00

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

* KONZERNUMSATZ LIEGT MIT 4,69 MRD. EUR UM 5 PROZENT UNTER VORJAHR

* EBITDA IST MIT 665 MIO. EUR UM 15 PROZENT NIEDRIGER ALS 2019, BEREINIGT UM

SONDERERTRAG DES VORJAHRES BETRÄGT DER RÜCKGANG NUR 1 PROZENT

* EBIT BELÄUFT SICH AUF RUND 260 MIO. EUR

* JAHRESERGEBNIS 2020 LIEGT BEI 200 MIO. EUR

* NETTO-CASHFLOW MIT RUND 700 MIO. EUR FAST VERVIERFACHT

München, 2. Februar 2021 - Die Wacker Chemie AG hat das Jahr 2020 im Rahmen

ihrer eigenen Erwartungen abgeschlossen. Nach vorläufigen Berechnungen

erzielte der Münchner Chemiekonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen

Gesamtumsatz von 4,69 Mrd. EUR. Das sind 5 Prozent weniger als 2019 (4,93 Mrd.

EUR). Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie ging der Umsatz im 2. Quartal

2020 stark zurück. Im 3. und 4. Quartal hat WACKER diesen Einbruch vor allem

dank der robusten Nachfrage aus der Bauindustrie sowie bei Polysilicium

teilweise wieder aufgeholt, konnte ihn aber nicht vollständig ausgleichen.

Neben den im Jahresvergleich insgesamt etwas niedrigeren Absatzmengen haben

auch Preisveränderungen und Währungseffekte die Umsatzentwicklung gebremst.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des

Geschäftsjahres 2020 belief sich nach den vorläufigen Zahlen auf 665 Mio. EUR

(2019: 783 Mio. EUR). Das sind 15 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Maßgeblich für diesen Rückgang ist ein Sonderertrag aus dem Vorjahr. WACKER

hat 2019 in den Herstellungskosten Versicherungsleistungen in Höhe von 112,5

Mio. EUR aus dem Schadensfall verbucht, der sich 2017 am Standort Charleston

in den USA ereignet hatte. Bereinigt um diesen Betrag ist das EBITDA im

Jahresvergleich um 1 Prozent zurückgegangen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf 260 Mio. EUR

(2019: -536 Mio. EUR). Der starke Anstieg ist vor allem eine Konsequenz der

Sonderabschreibung von 760 Mio. EUR, die WACKER 2019 auf den Bilanzwert seiner

Anlagen zur Herstellung von Polysilicium vorgenommen hat. Im Geschäftsjahr

2020 belaufen sich die Abschreibungen auf rund 400 Mio. EUR (2019: 1,32 Mrd.

EUR). Das Jahresergebnis 2020 liegt bei 200 Mio. EUR (2019: -630 Mio. EUR).

"Gemessen an den gravierenden Auswirkungen, die die COVID-19-Pandemie auf

die Weltwirtschaft hatte, hat sich WACKER im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr

gut geschlagen", sagte Konzernchef Rudolf Staudigl. "Die Aufstellung unseres

Portfolios, mit der wir Schwächen in einzelnen Branchen zumindest zum Teil

kompensieren konnten, hat sich in der gegenwärtigen Krise einmal mehr

bewährt. Hinzu kommt unser erfolgreich angelaufenes Effizienzprogramm, das

uns 2020 bereits eine Ergebnisverbesserung von mehr als 50 Mio. EUR gebracht

hat."

Investitionen, Netto-Cashflow und Nettofinanzschulden

Die Investitionen von WACKER im Geschäftsjahr 2020 lagen nach den

vorläufigen Zahlen bei 225 Mio. EUR (2019: 380 Mio. EUR). Das sind 41 Prozent

weniger als vor einem Jahr. Die Mittel gingen vor allem in den Ausbau der

Kapazitäten in den Chemiebereichen sowie in Infrastrukturprojekte. Der

Netto-Cashflow summierte sich im Geschäftsjahr 2020 auf rund 700 Mio. EUR

(2019: 184 Mio. EUR) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nahezu

vervierfacht. Ursächlich für diesen starken Anstieg sind unter anderem

deutliche Reduzierungen im Umlaufvermögen und deutlich geringere

Investitionen. Gegenläufig hat eine Sonderzahlung an die Pensionskasse der

Wacker Chemie VVaG, die das Unternehmen im 4. Quartal 2020 geleistet hat,

den Netto-Cashflow um 70 Mio. EUR gemindert. Die Nettofinanzschulden lagen zum

Stichtag 31. Dezember 2020 bei rund 70 Mio. EUR (31.12.2019: 714 Mio. EUR).

Geschäftsbereiche

Das Chemiegeschäft von WACKER hat sich im Geschäftsjahr 2020 je nach

Marktsegment unterschiedlich entwickelt. Auf Grund der Auswirkungen der

Corona-Pandemie gingen die Absatzmengen vor allem bei Siliconen für die

Segmente Automobil und Textil deutlich zurück. Im Baubereich ist die

Nachfrage dagegen vergleichsweise stabil geblieben. Sehr solide gestaltete

sich das Geschäft mit Produkten für Anwendungen rund um die Themen Medizin,

Gesundheit und Hygiene.

WACKER SILICONES erzielte einen Jahresumsatz von 2,24 Mrd. EUR (2019: 2,45

Mrd. EUR) und blieb damit um 9 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. WACKER

POLYMERS erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 1,30 Mrd. EUR (2019: 1,32 Mrd.

EUR). Das ist ein Minus von 2 Prozent. Der Umsatz von WACKER BIOSOLUTIONS

wuchs im vergangenen Geschäftsjahr um 1 Prozent auf 245 Mio. EUR (2019: 243

Mio. EUR).

Das EBITDA der Chemiebereiche ist 2020 in der Summe um 2 Prozent

zurückgegangen. Ursächlich dafür waren in erster Linie die geringere

Nachfrage und die niedrigeren Preise für Standardsilicone. Dagegen hat

WACKER im Geschäft mit Dispersionen, Dispersionspulvern und biotechnologisch

hergestellten Produkten das EBITDA kräftig ausgebaut. Kosteneinsparungen aus

dem laufenden Effizienzprogramm des Konzerns haben das EBITDA ebenfalls

positiv beeinflusst.

WACKER SILICONES erzielte 2020 ein EBITDA von 385 Mio. EUR (2019: 479 Mio. EUR).

Das ist ein mengen- und preisbedingter Rückgang um 20 Prozent. Spezialitäten

zeigten sich in der Pandemie robuster als Standardprodukte. Das EBITDA von

WACKER POLYMERS belief sich auf 270 Mio. EUR (2019: 194 Mio. EUR).

Ausschlaggebend für diesen Anstieg um 39 Prozent waren die im

Jahresvergleich höheren Absatzmengen und die gute Kostenstruktur des

Geschäftsbereichs. WACKER BIOSOLUTIONS erwirtschaftete im vergangenen

Geschäftsjahr ein EBITDA von 35 Mio. EUR (2019: 31 Mio. EUR). Das ist ein Plus

von 13 Prozent. Neben den Zuwächsen bei Cyclodextrinen und

biopharmazeutischen Produkten hat auch die gute Kostenstruktur die

Ertragsentwicklung positiv beeinflusst.

WACKER POLYSILICON hat im Geschäftsjahr 2020 von der guten Nachfrage nach

Solarsilicium im 2. Halbjahr profitiert. Der Geschäftsbereich steigerte

seinen Umsatz um 1 Prozent auf 790 Mio. EUR (2019: 780 Mio. EUR). Das EBITDA

summierte sich 2020 auf 5 Mio. EUR (2019: 57 Mio. EUR). Bereinigt um den

Sonderertrag des Vorjahres aus Versicherungsleistungen für den Schadensfall

in Charleston in Höhe von 112,5 Mio. EUR hat der Geschäftsbereich sein EBITDA

um rund 60 Mio. EUR gesteigert. Hier machten sich vor allem weitere

Verbesserungen bei den Herstellungskosten positiv bemerkbar.

Vorläufige Eckdaten WACKER-Konzern

Mio. EUR 2020e 2019 Veränd.

in %

Umsatz 4.690 4.928 -5

EBITDA 665 783 -15

EBITDA-Marge (%) 14 16 -

EBIT 260 -536 >100

EBIT-Marge (%) 6 -11 -

Jahresergebnis 200 -630 n.a.

Investitionen 225 380 -41

Netto-Cashflow 700 184 >100

Die in dieser Presseinformation enthaltenen Zahlen und Trendaussagen zu den

Geschäftsergebnissen des Jahres 2020 sind vorläufig und nicht auditiert. Die

Wacker Chemie AG wird ihren Bericht zum Geschäftsjahr 2020 am 16. März 2021

veröffentlichen.

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf

Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl

wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen

realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen

sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und

Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen

Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den

Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.:

Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs-

und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde

Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der

Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch

WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür. Die

Inhalte dieser Presseinformation sprechen alle Geschlechter gleichermaßen

an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z.B. Kunde,

Mitarbeiter) verwendet.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Wacker Chemie AG

Presse und Information

Christof Bachmair

Tel. +49 89 6279-1830

christof.bachmair@wacker.com

02.02.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: Wacker Chemie AG

Hanns-Seidel-Platz 4

81737 München

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E-Mail: investor.relations@wacker.com

Internet: www.wacker.com

ISIN: DE000WCH8881

WKN: WCH888

Indizes: MDAX

Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);

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