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HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG, DE0007314007

Solides zweites Quartal verbessert Halbjahresbilanz - konjunkturelle

06.11.2019 - 07:04:24

Heidelberger Druckmaschinen AG / Solides zweites Quartal verbessert ...

Unsicherheiten bleiben bestehen (FOTO)

Heidelberg -

- Umsatz in Q2 legt um 9 % auf 622 Mio. EUR zu

- EBITDA (ohne Restrukturierungsergebnis) steigt in Q2 auf 55 Mio.

EUR

- Erhöhung der Liquidität und Sicherung der Profitabilität im

Fokus

- Ausblick für Geschäftsjahr 2019/2020 unverändert

Der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist es im zweiten Quartal (1.

Juli bis 30 September 2019) gelungen, den relativ schwachen Jahresauftakt

annähernd zu kompensieren. So konnten sowohl beim Quartalsumsatz (+9 % auf 622

Mio. EUR), beim EBITDA (ohne Restrukturierungsergebnis) (+28 % auf 55 Mio. EUR)

und beim Auftragseingang (+1 % auf 648 Mio. EUR) Verbesserungen erzielt werden.

Impulse erhielt das Geschäft vor allem aus der fortschreitenden Digitalisierung

von Prozessen (Push-to-Stop Technolgie) im Kerngeschäft Bogenoffset, das derzeit

vor allem in den USA und in China für steigende Umsätze sorgt. Positiv

beigetragen haben auch die digitalen Geschäftsmodelle beispielsweise aus den

Subskriptionsangeboten und ein zunehmend höherer Anteil an wiederkehrenden

Umsätzen aus Vertragsgeschäft und E-Commerce. So stieg der Anteil des

Subskriptionsgeschäfts am Auftragsbestand auf über 10 %. Mittelfristig soll rund

ein Drittel des Gesamtumsatzes aus wiederkehrendem Geschäft generiert werden, um

Heidelberg deutlich unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen zu machen.

Heidelberg reagiert auf die anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten

Unverändert schwierig zeigt sich dagegen das von einer konjunkturbedingten

Investitionszurückhaltung negativ geprägte Geschäft in Deutschland,

Großbritannien und im Rest Mitteleuropas. Da sich sowohl die renommierten

Wirtschaftsforschungsinstitute als auch der relevante Branchenverband VDMA

unverändert skeptisch zeigen, wird Heidelberg die bereits initiierten Maßnahmen

zur Sicherung der Profitabilität und Verbesserung der Liquidität konsequent

vorantreiben.

"Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass unsere grundsätzliche Strategie

stimmt: der Anteil des Vertragsgeschäfts steigt, immer mehr Kunden setzen auf

unsere digitalen Lösungen im Bogenoffset und durch gezielte Investitionen in

unser Kerngeschäft sichern wir unsere weltweite Markt- und

Technologieführerschaft", sagte Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von

Heidelberg. "Die solide Entwicklung im zwei-ten Quartal macht uns

zuversichtlich, das geplante Umsatzziel im Geschäftsjahr zu erreichen. Wie

kommuniziert macht sich das weltweit schwierige konjunkturelle Umfeld auch bei

uns und unseren Kunden bemerkbar. Daher werden wir in den kommen-den Monaten mit

aller Konsequenz die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses

und Free-Cashflows umsetzen."

Eine nachhaltige Ergebnissicherung erfolgt vor allem über Instrumente der

Kosteneffizienz und eine weitere Verschlankung der Organisations- und

Führungsstruktur im Unternehmen. In diesem Zusammenhang wird auch der Vorstand

verkleinert und Ste-phan Plenz, Vorstand Technik und verantwortlich für das

Segment Heidelberg Digital Technology, verlässt das Unternehmen zum Ende seines

laufenden Vertrags im Juni 2020 im beiderseitigen Einvernehmen.

Die trotz der Verbesserungen im zweiten Quartal unverändert unbefriedigende

Situation beim Working Capital und Free Cashflow wird über drei zentrale

Handlungsoptionen adressiert: Zum einen werden die geplanten Investitionen um

rund 20 Mio. EUR gesenkt. Daneben sollen Optimierungen von Durchflusszeiten und

von Bestandshöhen sowie Verbesserungen beim Forderungsmanagement für eine

Reduzierung des gebundenen Kapitals um rund 50 Mio. EUR sorgen. Darüber hinaus

sollen Portfolioanpassungen sowie weitere Strukturoptimierungen rund 30 Mio. EUR

Cash ins Unternehmen bringen. In Summe soll so ein Liquiditätspotenzial von

insgesamt rund 100 Mio. Euro gehoben werden.

Operative Entwicklung im zweiten Quartal verbessert - konjunkturelle

Unsicherheiten bleiben bestehen

Trotz der unverändert anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten insbesondere in

Mitteleuropa konnte Heidelberg im zweiten Quartal 2019/2020 (1. Juli - 30.

September 2019) den Umsatz deutlich von 573 Mio. EUR auf 622 Mio. EUR steigern

(H1 2019/20: 1.124 Mio. EUR vs. H1 2018/19: 1.114 Mio. EUR). Auch beim

Auftragseingang konnte mit 648 Mio. EUR gegenüber 641 Mio. EUR im Vorjahr ein

leicht besserer Wert erzielt werden (H1 2019/20: 1.263 Mio. EUR vs. H1 2018/19:

1.306 Mio. EUR). Ausschlaggebend hierfür waren jeweils positive Entwicklungen in

China und Nordamerika, während das Europageschäft schwächer verlief. Der

Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahresende am 31. März 2019

(654 Mio. EUR) um rund 16 Prozent auf 756 Mio. EUR. Dies ist auch auf die neuen

Subskriptionsverträge zurückzuführen, die bereits mehr als 10 Prozent vom

Auftragsbestand ausmachen und sich über die Laufzeit der jeweiligen Verträge

hinweg im Umsatz niederschlagen werden.

Das EBITDA ohne Restrukturierungsergebnis lag im Berichtsquartal mit rund 55

Mio. EUR (inkl. IFRS 16-Effekt von 4 Mio. EUR) ebenfalls deutlich über dem

unbereinigten Vorjahreswert von rund 43 Mio. EUR (H1 2019/20: 69 Mio. EUR vs. H1

2018/19: 62 Mio. EUR). Das EBIT ohne Restrukturierungsergebnis betrug im Quartal

32 Mio. EUR (Vorjahresquartal: 26 Mio. EUR) und zum Halbjahr 22 Mio. EUR

(Vorjahr: 27 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge ohne Restrukturierungsergebnis lag

(inklusive IFRS-16-Effekt) bei 8,9 Prozent, nach 7,4 Prozent im Vorjahresquartal

(H1 2019/20: 6,2 Prozent vs. H1 2018/19: 5,5 Prozent). Das Finanzergebnis

verbesserte sich auf -10 Mio. EUR nach -12 Mio. EUR im Vorjahresquartal (H1

2019/20: -23 Mio. EUR vs. H1 2018/19: -28 Mio. EUR). Inklusive Einkommen- und

Ertragsteuern lag das Ergebnis nach Steuern im zwei-ten Quartal bei 14 Mio. EUR

(Vorjahr: 8 Mio. EUR) und im Halbjahr bei -16 Mio. EUR (Vorjahr: -6 Mio. EUR).

Fortschritte beim Free Cashflow im zweiten Quartal Obwohl auch im zweiten

Quartal der typische unterjährige Net-Working-Capital-Aufbau für die stärkere

zweite Jahreshälfte erfolgte, konnten die Abflüsse beim Free Cashflow in der

Berichtsperiode von -42 Mio. EUR auf -16 Mio. EUR deutlich reduziert werden. Zum

Halbjahr lag die Kennziffer (inklusive IFRS-16-Effekt) bei -100 Mio. EUR

(Vorjahr: -86 Mio. EUR).

Das Eigenkapital verringerte sich im Wesentlichen bedingt durch die deutliche

Absenkung des Rechnungszinssatzes für die inländischen Pensionen und des

Quartalsfehlbetrags und betrug zum Quartalsende 244 Mio. EUR. Die

Eigenkapitalquote lag entsprechend bei leicht über 10 Prozent. Wie erwartet

stieg die Nettofinanzverschuldung zum Stichtag im Wesentlichen aufgrund der

Erstanwendung von IFRS 16 (59 Mio. EUR) und des negativen Free Cashflows auf 416

Mio. EUR. Der Leverage lag zum Quartalsstichtag bei 2,1.

"Unser klares Ziel ist es, den Free Cashflow bis zum Ende des Geschäftsjahres

deutlich zu verbessern. Daher steht die Steigerung der Profitabilität sowie die

Optimierungen des Net Working Capital und beim Asset-Management klar im Fokus",

sagte Marcus Wassenberg, Finanzvorstand von Heidelberg. "Durch verschiedene

bereits eingeleitete Maßnahmen wollen wir so schnell wie möglich zusätzliche

Liquidität von rund 100 Mio. EUR generieren. Gleichzeitig setzen wir bewusst auf

eine noch stärkere Kostendisziplin in allen Bereichen unseres Unternehmens, um

die Profitabilität in dem schwieriger werdenden konjunkturellen Umfeld zu

sichern."

Ausblick für Geschäftsjahr 2019/2020 unverändert

Vor dem Hintergrund der eingeleiteten Maßnahmen, der soliden Entwicklung des

zweiten Quartals und unter der Prämisse, dass sich das konjunkturelle Umfeld

nicht weiter eintrübt, bestätigt Heidelberg seine Gesamtjahresziele für 2019/20.

So soll der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Beim EBITDA ohne

Restrukturierungsergebnis wird eine Zielbandbreite von 6,5 bis 7 Prozent vom

Umsatz angestrebt und nach Steuern ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Der

Leverage soll unter dem Ziel-wert von 2 liegen.

Bildmaterial sowie der Zwischenbericht zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres

2019/2020 und weitere Informationen über das Unternehmen stehen im Presseportal

der Heidelberger Druckmaschinen AG unter www.heidelberg.com zur Verfügung.

Heidelberg IR jetzt auch auf Twitter:

Link zum IR-Twitter Kanal: https://twitter.com/Heidelberg_IR Auf Twitter zu

finden unter dem Namen: @Heidelberg_IR

Weitere Termine:

Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen des 3. Quartals 2019/2020 ist für den

11. Februar 2020 vorgesehen.

Wichtiger Hinweis:

Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf

Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen

Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist,

dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige

tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen

Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu

diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen

Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der

grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft

übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige

Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnis-se mit den in

dieser Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen

werden.

OTS: Heidelberger Druckmaschinen AG

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/6678

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Pressekontakt:

Corporate Communications

Thomas Fichtl

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Investor Relations

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- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter

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