SMT Scharf, DE0005751986

SMT Scharf AG steigert Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 deutlich

31.03.2022 - 07:34:26

SMT Scharf AG steigert Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 deutlich. SMT Scharf AG steigert Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 deutlich

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DGAP-News: SMT Scharf AG / Schlagwort(e): Jahresbericht

31.03.2022 / 07:30

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* Konzernumsatz von 85,9 Mio. EUR in 2021 klar über Vor-Corona-Niveau von

2019

* Operatives Ergebnis (EBIT) bei 11,2 Mio. EUR, entsprechend starke

EBIT-Marge von 13,1 %

* Positive Impulse durch China-III-Zulassung und wieder anziehende

Nachfrage auf den Märkten für Bergbauausrüstung

* Ausblick 2022: Belastete Lieferketten und geopolitische Spannungen

sorgen auf Basis positiver Geschäftsaussichten für volatiles

Marktumfeld, Vorstand sieht angesichts der großen Unsicherheiten vorerst

von quantitativer Prognose für 2022 ab

Hamm, 31. März 2022 - Die SMT Scharf AG (WKN 575198, ISIN DE0005751986), ein

weltweit führender Anbieter für kundenindividuelle Transportlösungen und

Logistiksysteme für den Untertagebergbau, hat im Geschäftsjahr 2021 den

Umsatz auf 85,9 Mio. EUR (2020: 50,2 Mio. EUR) gesteigert und damit das

Vor-Corona-Niveau von 2019 (75,4 Mio. EUR) klar übertroffen. Der

signifikante Umsatzanstieg von 71,1% gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf

das Wachstum im chinesischen Markt und hier insbesondere auf Nachholeffekte

durch die Zulassung der neuen China-III-Maschinen zurückzuführen. In der

zweiten Jahreshälfte wurden mit der Zulassung bereits vollzogener

Auslieferungen Umsatznachbuchungen über insgesamt 28,1 Mio. EUR verzeichnet.

Die Wiederbelebung der Weltwirtschaft und der damit einhergehende Anstieg

der globalen Energienachfrage wirkte sich ebenfalls vorteilhaft auf die

Nachfrage nach Transport- und Logistiklösungen im Bergbau aus.

Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 11,2 Mio. EUR, nachdem das

operative Ergebnis bedingt durch die Pandemie und Einmaleffekte im Vorjahr

-8,1 Mio. EUR betragen hatte. Vor allem im zweiten Halbjahr legte das EBIT

signifikant zu, wobei auch hier die erhaltene Zulassung der

China-III-Maschinen im dritten und vierten Quartal zum Tragen kam. Ferner

ist die Steigerung des Ergebnisses auf den starken Anstieg des

Neuanlagengeschäfts und auf das wieder anziehende After-Sales-Geschäft

zurückzuführen. Entsprechend verzeichnete SMT Scharf in 2021 eine starke

EBIT-Marge (in Relation zur Betriebsleistung) von 13,1 % (2020: -14,4 %).

Das Ergebnis je Aktie betrug 2,29 EUR (2020: -1,79 EUR).

Der Vorstandsvorsitzende der SMT Scharf AG, Hans Joachim Theiß, ordnet die

Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 ein: "Auch im Jahr 2021 stand die

Geschäftsentwicklung unter dem Einfluss der wirtschaftlichen Auswirkungen

der Corona-Pandemie. Besonders in den wichtigen Auslandsmärkten war die

Geschäftstätigkeit weiterhin nur eingeschränkt möglich. Trotz dieser

herausfordernden Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, auf

Gesamtjahressicht unsere im Jahresverlauf zweimal angehobene und zuletzt

über dem "Vor-Corona-Niveau" ausgegebene Umsatz- und Ergebnisprognose für

2021 zu übertreffen. Erfreulich war, dass in zentralen Absatzmärkten sowohl

das Neuanlagen- als auch das After-Sales-Geschäft wieder anzog. Im dritten

Quartal haben wir mit Erhalt der Zulassung für die China-III-Maschinen zudem

einen wichtigen Meilenstein erreicht, der im zweiten Halbjahr zu spürbar

positiven Effekten bei Umsatz und Ergebnis führte. Der neue Standard für

Bergbaumaschinen in China eröffnet attraktive Wachstumsmöglichkeiten für SMT

Scharf."

Im Jahr 2021 ist der Umsatz im Neuanlagengeschäft signifikant gestiegen.

Maßgeblichen Anteil daran hatte das nach dem Corona-Jahr 2020 verbesserte

Marktsentiment, insbesondere im wichtigsten Auslandsmarkt China. Der

Umsatzanteil im Neuanlagengeschäft übertraf mit 58,1 % wieder deutlich die

50-Prozent-Marke (2020: 44,8 %). Der Anteil des Ersatzteile- und

Servicegeschäfts lag im Verhältnis zum Gesamtumsatz bei 40,5 % und fiel

damit im Vorjahresvergleich deutlich geringer aus (2020: 53,6 %). Absolut

stieg der Umsatz im After-Sales-Geschäft jedoch um rund ein Drittel auf 34,8

Mio. EUR (2020: 26,9 Mio. EUR). Den Großteil des Konzernumsatzes

erwirtschaftete SMT Scharf weiterhin im Kohle-Segment. Dort erzielte das

Unternehmen einen Umsatz von 69,9 Mio. EUR, was einem Umsatzanteil von 81,4

% entspricht (2020: 79,1 % bzw. 39,7 Mio. EUR). Der Umsatzanteil des

Segments Mineralbergbau erhöhte sich auf 14,0 Mio. EUR bzw. 16,3 % (2020:

8,4 Mio. EUR bzw. 16,7 %). Im Segment Tunnel stieg der Umsatz auf 0,5 Mio.

EUR. Dieses Segment konnte damit 0,6 % zum Gesamtumsatz beitragen (2020: 0,3

Mio. EUR bzw. 0,6 %). Im vierten Segment Andere Industrien, in dem das

Geschäft der Tochtergesellschaft ser elektronik abgebildet wird, wurde im

Geschäftsjahr 2021 ein Umsatz von 1,5 Mio. EUR erzielt, entsprechend

steuerte das Segment 1,8 % zum gesamten Konzernumsatz bei (2020: 1,8 Mio.

EUR bzw. 2,6 %).

Im Berichtsjahr erzielte SMT Scharf mehr als 97 % (2020: 95 %) der Umsätze

im Ausland. China baute dabei seine Rolle als wichtigster Auslandsmarkt

wieder aus mit einem Anteil von 51,9 % beziehungsweise 44,6 Mio. EUR (2020:

32,7 % beziehungsweise 16,4 Mio. EUR). Wie erwartet, wirkte sich die neue

Regulierung China III, die seit Jahresbeginn 2021 für chinesische

Bergbauunternehmen eine Umrüstung der Flotten im Untertagebergbau

erforderlich macht, positiv auf Umsatz und Ergebnis aus. Russland (und GUS)

folgt als zweitwichtigster Markt mit einem Anteil von 16,4 % beziehungsweise

14,1 Mio. EUR (2020: 29,7 % beziehungsweise 14,9 Mio. EUR). Als drittgrößter

Markt für SMT Scharf löste Afrika im Berichtsjahr Polen ab. Der Kontinent

vereinte 11,8 % oder 10,1 Mio. EUR des Konzernumsatzes auf sich (2020: 9,6 %

beziehungsweise 4,8 Mio. EUR) und verzeichnete damit hinter China das

stärkste Wachstum aller Zielmärkte von SMT Scharf. In Polen legte der Umsatz

auf 7,8 Mio. EUR zu (2020: 5,9 Mio. EUR), wobei der Anteil am Gesamtumsatz

wegen des stärkeren Wachstums in anderen Märkten auf 9,1 % sank (2020: 11,8

%). Auf Rang fünf folgt der amerikanische Markt, in dem die SMT Scharf

Gruppe vor allem im Mineralbergbau mit ihren Monorails sowie dem Portfolio

an gummibereiften Fahrzeugen präsent ist. Dort erzielte die Gruppe im Jahr

2021 wie im Vorjahr einen Umsatz von 3,6 Mio. EUR, wobei der Anteil am

Gesamtumsatz des Konzerns angesichts des allgemeinen Umsatzwachstums auf 4,2

% zurückging (2020: 6,5 %). Der in Deutschland verbliebene Umsatzanteil sank

auf 2,7 % bzw. 2,3 Mio. EUR (2020: 5,2 % beziehungsweise 2,6 Mio. EUR).

Der Auftragseingang betrug im Berichtsjahr 2021 76,1 Mio. EUR (2020: 61,9

Mio. EUR). Zum Stichtag 31. Dezember 2021 lag der Auftragsbestand der SMT

Scharf Gruppe bei 26,9 Mio. EUR und damit deutlich unter dem Wert zum

Vorjahresstichtag (31. Dezember 2020: 36,6 Mio. EUR). Dies ist insbesondere

auf die realisierten Umsätze durch die Auslieferungen von

China-III-Maschinen zurückzuführen, die zum dritten und vierten Quartal

nachgebucht werden konnten.

SMT Scharf sieht sich derzeit vor dem Hintergrund grundsätzlich positiver

Geschäftsaussichten einem volatilen Marktumfeld ausgesetzt, das durch die

geopolitischen Spannungen in Osteuropa, die anhaltende Corona-Pandemie und

die damit weiterhin verbundenen Einschränkungen für die Geschäftstätigkeit

der SMT Scharf Gruppe weltweit sowie die belasteten globalen Lieferketten

geprägt ist. Angesichts der aktuellen großen Unsicherheiten sieht der

Vorstand der SMT Scharf AG vorerst trotz der positiven Grundhaltung zu den

Geschäftschancen von einer quantitativen Prognose für das laufende

Geschäftsjahr 2022 ab, bis eine hinreichende Visibilität besteht und valide

Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung möglich sind.

"Grundsätzlich sehen wir SMT Scharf als Spezialist in der Nische gut

positioniert, um von den Megatrends im Bergbau vor dem Hintergrund der

allgemein hohen Rohstoffpreise nachhaltig profitieren zu können. Diese

kurbeln den Bedarf an individuellen und moderneren Transport- und

Logistiklösungen an. In unseren Geschäftsbereichen sehen wir daher

grundsätzlich attraktive Wachstumschancen, die sich aus den globalen

städtebaulichen Entwicklungen, der hohen Nachfrage nach

wirtschaftsstrategischen Rohstoffen oder der Elektromobilität ergeben.

Infolge der Ukraine-Krise sind wir kurzfristig erhöhten Wechselkursrisiken

und einer daraus resultierenden Verteuerung unserer Waren ausgesetzt. Um das

finanzielle Risiko weitgehend zu reduzieren, arbeiten wir stetig daran,

negative Währungseffekte zu minimieren und bessere Zahlungsbedingungen zu

erreichen."

Der vollständige Geschäftsbericht 2021 wird heute im Tagesverlauf unter

www.smtscharf.com im Investor-Relations-Bereich veröffentlicht.

Unternehmensprofil

Die SMT Scharf Gruppe entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen für

den Bergbau unter Tage sowie für Tunnelbaustellen. Hauptprodukt sind

entgleisungssichere Bahnsysteme, die weltweit vor allem in

Steinkohlebergwerken sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen

unter Tage eingesetzt werden. Sie transportieren dort Material und Personal

bis zu einer Nutzlast von 48 Tonnen auf Strecken mit Steigungen bis zu 30

Grad. Daneben beliefert SMT Scharf den Bergbau mit Sesselliften. Zudem

gehören seit 2018 gummibereifte Diesel- und Elektrofahrzeuge für den Berg-

und Tunnelbau, darunter Fahrlader, Scherenarbeitsbühnen oder Untertage-LKWs,

zum vielfältigen Portfolio von SMT Scharf. Im Zuge der weiteren

Diversifizierung des Geschäfts wurde seit 2019 das Lieferspektrum

erfolgreich um elektronische Komponenten und Steuerungen für den Bergbau und

andere Industrien ergänzt. Insgesamt verfügt die SMT Scharf Gruppe über

eigene Gesellschaften in sieben Ländern sowie weltweite Handelsvertretungen.

Einen Großteil der Umsätze erzielt SMT Scharf in den wachsenden

Auslandsmärkten wie China, Russland, Polen und Südafrika.

Kontakt

Investor Relations

cometis AG

Thorben Burbach

Tel: +49(0)611 - 205855-23

Fax: +49(0)611 - 205855-66

E-Mail: burbach@cometis.de

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59075 Hamm

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E-Mail: info@smtscharf.com

Internet: www.smtscharf.com

ISIN: DE0005751986

WKN: 575198

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