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Postbank Studie Wohnatlas 2017 / Außerhalb der Stadt ist der Traum vom

10.04.2017 - 15:33:25

Deutsche Postbank AG / Postbank Studie Wohnatlas 2017 / Außerhalb der ...

Eigenheim realisierbar

Bonn -

- In den Metropolen können sich Durchschnittsverdiener nur noch

kleine Eigentumswohnungen leisten

- Wenig Spielraum für Familien

In vielen deutschen Großstädten haben Normalverdiener schlechte

Karten: Sie können sich kaum noch Immobilieneigentum in angemessener

Größe leisten. Um sich den Traum von einem Haus oder einer Wohnung in

der gewünschten Größe erfüllen zu können, müssen Haushalte mit

durchschnittlichem Einkommen trotz niedriger Zinsen oft bis an die

finanzielle Belastungsgrenze gehen. Doch es gibt andere

Möglichkeiten. Besonders für Familien lohnt sich häufig der Sprung an

den Stadtrand, um mehr Eigenheim für das gleiche Geld zu bekommen.

Denn außerhalb der Großstädte können sich Durchschnittsverdiener in

den meisten Regionen Deutschlands den Traum von den eigenen vier

Wänden erfüllen. Dies sind Ergebnisse der Postbank Studie Wohnatlas

2017, die die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe nimmt.

Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH,

macht daher Kaufinteressierten weiterhin Hoffnung auf eine passende

und auch bezahlbare Immobilie in ihrer Region. "Trotz

unterschiedlicher Ansprüche haben alle potenziellen Immobilienkäufer

mit durchschnittlichem Einkommen eines gemeinsam: Sie können sich in

den meisten Kreisen und Städten Wohneigentum leisten." Die Empfehlung

des Immobilienexperten: Wenn es in der Stadt angesichts steigender

Preise finanziell zu eng wird, lohnt der Blick ins Umland.

Wenig Spielraum für Familien

In den meisten Großstädten müssen sich Familien nach den

Ergebnissen der Postbank Studie von der Idealvorstellung einer

Immobilie mit reichlich Wohnraum verabschieden. In Hamburg, Berlin

oder Frankfurt am Main können sich Durchschnittsverdiener mit zwei

Kindern demzufolge nur rund 100 Quadratmeter Wohneigentum leisten. In

München sind für die Beispielfamilie sogar im Schnitt nur 75

Quadratmeter drin, in Freiburg 95 Quadratmeter. Auch in anderen

Städten und Landkreisen sind die Preise so stark gestiegen, dass

vielerorts nur noch maximal 120 Quadratmeter mit einem vertretbaren

Aufwand finanziert werden können. Dabei sind aktuell die Eigenheime

vierköpfiger deutscher Durchschnittsfamilien rund 136 Quadratmeter

groß. Das können Kaufinteressierte heute in vielen Regionen nicht

mehr bezahlen, wie ein Blick in den Postbank Wohnatlas belegt.

Tabelle: Teuerste Regionen

So viele Quadratmeter können sich Familien mit zwei Kindern

leisten

Rang Stadt/ Kreis Quadratmeter

1 München, Landeshauptstadt 74,82

2 Nordfriesland, Landkreis 79,10

3 Freiburg im Breisgau, kreisfreie Stadt 95,32

4 Berlin, Stadt 101,22

5 Hamburg, Freie und Hansestadt 101,49

6 Miesbach, Landkreis 102,25

7 Frankfurt am Main, Stadt 105,68

8 Regensburg, kreisfreie Stadt 108,50

9 Garmisch-Partenkirchen, Landkreis 115,65

10 Heidelberg, kreisfreie Stadt 116,21

Annahmen: 40.000 Euro Eigenkapital, 2,5 Prozent Effektivzins,

Tilgung nach 20 Jahren, 40 Prozent des regionalen durchschnittlichen

Haushaltseinkommens für Zins und Tilgung

Quellen: Empirica (2017), MB Research (2016), Berechnungen HWWI

Auch Singles müssen kürzer treten

Für Durchschnittsverdiener sind laut Studie in fast allen

Ballungszentren und vor allem in den wirtschaftlich starken Regionen

eher kleine Wohnungen finanzierbar. Auch Singles mit

durchschnittlichem Einkommen müssen kürzer treten. In Hamburg etwa

sind für sie 44 Quadratmeter erschwinglich, in Berlin 45

Quadratmeter, in Frankfurt am Main 46 Quadratmeter und in München nur

32 Quadratmeter. Dabei wohnen deutsche Singles - wenn sie in einer

eigenen Immobilie leben - auf durchschnittlich rund 98 Quadratmetern.

Bei den heutigen Preisen sind Immobilien in dieser Größe für

Alleinstehende nur noch außerhalb der Metropolen finanzierbar.

Tabelle: Teuerste Regionen

So viele Quadratmeter können sich Singles leisten

Rang Stadt/ Kreis Quadratmeter

1 München, Landeshauptstadt 32,13

2 Nordfriesland, Landkreis 34,63

3 Freiburg im Breisgau, kreisfreie Stadt 42,13

4 Miesbach, Landkreis 43,73

5 Hamburg, Freie und Hansestadt 44,33

6 Berlin, Stadt 45,27

7 Frankfurt am Main, Stadt 45,81

8 Regensburg, kreisfreie Stadt 47,69

9 Starnberg, Landkreis 48,91

10 München, Landkreis 49,96

Annahmen: Singles im Alter von 30 Jahren, 40.000 Euro

Eigenkapital, 2,5 Prozent Effektivzins, Tilgung nach 20 Jahren, 40

Prozent des regionalen durchschnittlichen Haushaltseinkommens für

Zins und Tilgung Quellen: Empirica (2017), MB Research (2016),

Berechnungen HWWI

Der Trend geht zum Stadtrand

Ein Haus mit Garten, mehr Platz und mehr Grün als in der Stadt:

Häufig finden vor allem Familien außerhalb der Städte mehr

Lebensqualität. "Um die Metropolen herum bieten die Umlandgemeinden

oft entspanntere Immobilienmärkte mit ausreichend großen Wohnungen

und Häusern und zugleich meist auch noch recht guter

Verkehrsanbindung. Angesichts günstigerer Preise müssen Familien beim

Immobilienerwerb hier auch nicht bis an die finanzielle Schmerzgrenze

gehen, um genügend Raum zum Leben zu bekommen", sagt Georg

Hoogendijk. Sein Fazit: "Die hohen Immobilienpreise in den Metropolen

werden die Urbanisierung bremsen. Der Trend geht wieder zum Leben am

Stadtrand."

Wo Wohnträume noch realisierbar sind

Denn außerhalb der besonders beliebten Städte sieht die Lage

anders aus: Durchschnittsverdiener finden grundsätzlich in den

meisten Regionen Deutschlands ausreichend große und vor allem

bezahlbare Immobilien. Das gilt für Singles und Paare ebenso wie für

Familien. Nach den Berechnungen des HWWI können Familien mit zwei

Kindern in 372 von 402 Kreisen und kreisfreien Städten mindestens 136

Quadratmeter Wohneigentum finanzieren. Der Durchschnittssingle kann

sich in 320 Kreisen mindestens 80 Quadratmeter leisten - und in 239

Kreisen sogar 100 Quadratmeter und mehr. Paare haben am wenigsten

Schwierigkeiten, auch bei den aktuellen Preisen Wohnungen in

angemessener Größe zu kaufen: Mit durchschnittlichen regionalen

Haushaltseinkommen kommen sie in 379 Kreisen und kreisfreien Städten

auf 100 Quadratmeter und mehr.

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie Wohnatlas 2017

Die Postbank Studie Wohnatlas 2017 wurde unter der Leitung von

Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte

und Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)

durchgeführt. Analysiert wurden 402 Landkreise und kreisfreie Städte

(darunter noch der Landkreis Osterode am Harz, der am 1. November

2016 Teil des Landkreises Göttingen wurde). Im Fokus der vorliegenden

Analyse steht die Erschwinglichkeit von Wohnraum für verschiedene

Käufertypen. Dabei setzen die Ökonomen für die Modellrechnungen den

Einsatz relativ hoher finanzieller Mittel voraus: Von dem

durchschnittlichen verfügbaren Haushaltseinkommen in dem jeweiligen

Kreis werden bei einem Effektivzins von 2,5 Prozent und einer

angenommenen Darlehensrückzahlung innerhalb von 20 Jahren monatlich

40 Prozent in Zins und Tilgung gesteckt. Wohnnebenkosten

(Grundsteuer, Instandhaltung, Betriebskosten) kommen allerdings noch

hinzu, sodass die gesamte Wohnkostenbelastung rund 50 Prozent des

Haushaltseinkommens betragen würde.

OTS: Deutsche Postbank AG

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Pressekontakt:

Postbank

Ralf Palm

+49 228 920 12109

ralf.palm@postbank.de

@ dpa.de

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