PPI AG, Unternehmensmitteilungen

MiFID II: Banken starten harten Endspurt nach einer Umsetzungspause

22.03.2017 - 10:35:25

PPI AG / MiFID II: Banken starten harten Endspurt nach einer Umsetzungspause

Hamburg - Für die vollständige Umsetzung der

MiFID-II-Richtlinie bleibt Banken in Deutschland nicht einmal mehr

ein Jahr Zeit. Denn bereits im Januar 2018 tritt sie in Kraft. Doch

die Institute hängen hinter dem Zeitplan her. Der Readiness-Index,

der den Umsetzungsstatus misst, liegt derzeit bei 48 Prozent -

deutlich unter dem zu diesem Zeitpunkt angestrebten Sollwert von 75

Prozent. Nach jetziger Planung gehen aber alle Institute davon aus,

bis zum offiziellen Start ihre MiFID-II-Umstellung abgeschlossen zu

haben. Die erwarteten Kosten dafür mussten sie erneut nach oben

korrigieren. Das zeigt die fünfte Auflage der Bankenstudie "MiFID

II-Readiness" der Unternehmensberatung PPI AG.

Banken und Sparkassen in Deutschland haben aufgeholt. Nachdem sich

viele Kreditinstitute zwischen September 2015 und Mai 2016 eine

Umsetzungspause gönnten, haben sie in der zweiten Jahreshälfte 2016

ordentlich gearbeitet. Der MiFID-II-Readiness-Index kletterte um 21

Prozentpunkte auf aktuell 48 Prozent. Doch von der Zielgeraden sind

die Geldhäuser weit entfernt. Ein Jahr vor Fristende hätten sie

bereits mit drei Viertel fertig sein müssen, statt dessen ist erst

die Hälfte geschafft. "Banken haben einen fatalen Planungsfehler

gemacht und sich nach der Fristverschiebung im Februar 2016 erst

einmal Zeit gelassen und andere Projekte vorgezogen. Einen Großteil

der zwölf Monate zusätzlicher Umsetzungszeit haben sie verstreichen

lassen und geraten jetzt unter Druck", sagt Christian Appel, Partner

bei PPI. Im Mai hatten 74 Prozent der Kreditinstitute angegeben, dass

sie durch die Verschiebung mit den Einführungsmaßnahmen pausieren

oder sich zumindest mehr Zeit lassen. Circa zehn Prozent der Banken

haben sogar noch gar nicht mit der Umsetzung der notwendigen

Maßnahmen durch MiFID II angefangen.

So kurz vor der Deadline liegt der Schwerpunkt darin, die

Auswirkungen der MiFID-II-Richtlinie auf Strategien und Prozesse zu

durchleuchten. 91 Prozent haben mit der Analyse der IT-Auswirkungen

begonnen, 2016 waren es nur 78 Prozent. Mit den Auswirkungen von

MiFID II auf die Strategie beschäftigen sich 73 Prozent, nach 65

Prozent in der Vorbefragung. Erste Ergebnisse der Auswertung: MiFID

II bedeutet vor allem Aufwand und Kosten. Die wenigsten Institute

versprechen sich neue Geschäftsfelder oder Wettbewerbsvorteile.

Kosten höher als ursprünglich geplant

693 Personentage veranschlagen die 50 befragten Banken im Schnitt

für die MiFID-II-Umsetzung. Damit haben sie diese Zahl deutlich nach

oben korrigiert (2016: 260 Personentage). Auch die Projektkosten

mussten angepasst werden. Im September 2016 rechneten etwa drei

Viertel der Geldhäuser mit Gesamtkosten von nicht mehr als einer

halben Million Euro, Anfang 2017 glaubt nur noch jedes zweite

Institut an diesen Kostenrahmen. "Auf den letzten Metern macht sich

Verunsicherung breit. Wieviel Budget noch benötigt wird, um in

weniger als einem Jahr alle Umsetzungen abzuschließen, kann jede

fünfte Bank nicht mehr einschätzen", so Studienleiter Appel. 20

Prozent können die Gesamtkosten für die MiFID-II-Umstellung nicht

beziffern, zuvor waren es nur acht Prozent.

Für 92 Prozent sind zudem die Folgekosten zur Einhaltung der

Richtlinie ein Problem. 66 Prozent sehen in den Vorgaben für

Geeignetheitsberichte und Telefonprotokolle einen hohen bis sehr

hohen Aufwand. Allerdings hat die Sorge um diesen Hauptkostentreiber

im Vergleich zur Vorbefragung abgenommen (75%). Auch die laufende

Eignungsprüfung von empfohlenen Finanzprodukten wurde überschätzt,

nur noch 42 Prozent sehen hier hohe Folgekosten, Ende 2016 waren es

noch 57 Prozent. Mehr Banken rechnen mit hohen Kosten durch die

Verpflichtung zur Erstellung anlassbezogener Reports (54%, zuvor 49%)

und durch Auflagen bei der Einführung neuer Produkte (52%, zuvor

43%). Für 84 Prozent hat MiFID II eine kostenintensive Umstellung von

Systemen und Prozessen zur Folge.

Vertrieb muss sich nicht komplett neu erfinden

Rund drei Viertel der Banken und Sparkassen sind davon überzeugt,

dass die Vertriebskonzepte in der Branche nach Einführung von MiFID

II nicht mehr dieselben sein werden. Vor knapp einem Jahr waren

dagegen noch mehr als 90 Prozent dieser Ansicht. Damit scheinen

zumindest einige Institute festzustellen, dass sie ihren Vertrieb

nicht vollständig umkrempeln müssen. MiFID II wird aus Sicht der

Kreditinstitute insbesondere einen Einfluss auf das Angebot

alternativer Vertriebskanäle sowie von Produkten mit Festpreis haben.

Viele rechnen mit Anpassungen ihrer Angebotsportfolien und werden

zukünftig weniger komplexe Produkte, wie Optionsscheine oder

Zertifikate, anbieten.

Dass die hohe personelle und finanzielle Belastung einen positiven

Zweck erreicht, daran glaubt nur eine Minderheit. 60 Prozent der

Banken und Sparkassen rechnen nicht damit, dass das

Kundenschutzniveau erheblich gesteigert bzw. das verlorengegangene

Vertrauen der Kunden durch die Einführung von MiFID II zurückgewonnen

werden kann.

Über die Studie "MiFID II Readiness"

Die Studie "MiFID II-Readiness - Stand der MiFID II-Umstellung in

Banken" der PPI AG beschreibt den Status quo der Umsetzung der

Finanzmarktrichtlinie MiFID II und zeigt strategische

Handlungsoptionen auf. Im Januar 2017 wurden inzwischen zum fünften

Mal MiFID-II-Verantwortliche aus 50 Kreditinstituten befragt. Die

vorherigen Befragungen fanden im September 2014, März 2015, September

2015 und Mai 2016 statt. Auf Basis der Angaben zur bisherigen

Laufzeit und zur geplanten Fertigstellung wird der "MiFID

II-Readiness-Index" ermittelt, der den aktuellen Stand der Umsetzung

widerspiegelt. Um ein möglichst umfassendes Bild über den Fortschritt

bei der Einführung von MiFID II in der deutschen Finanzwirtschaft zu

erhalten, wird die Studie in regelmäßigen Abständen bis zum

Inkrafttreten der neuen Richtlinie 2018 durchgeführt.

PPI Aktiengesellschaft

Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 30 Jahren an den Standorten

Hamburg, Kiel, Frankfurt, Düsseldorf, München, Paris, Zürich und Genf

erfolgreich für die Finanzbranche tätig. 2015 erwirtschaftete das

Unternehmen mit seinen 415 Mitarbeitern 54,3 Millionen Euro Umsatz in

den drei Geschäftsfeldern Consulting, Software-Entwicklung und

Software-Produkte. Im Electronic Banking liegt der Schwerpunkt auf

sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten für die Kommunikation

zwischen Firmenkunden beziehungsweise Privatkunden und ihrer Bank.

Für EBICS-Produkte ist die PPI AG Marktführer in Deutschland. In der

Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche

Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute Termin-

und Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der

strategischen über die bank- und versicherungsfachliche bis zur

IT-Beratung.

OTS: PPI AG

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/65143

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_65143.rss2

Pressekontakt:

Jörg Forthmann

Faktenkontor GmbH

Tel: +49 (0)40 253 185-111

Fax: +49 (0)40 253 185-311

E-Mail: Joerg.Forthmann@faktenkontor.de sowie mifid2@ppi.d

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!