MATERNUS KLINIKEN, DE0006044001

Maternus-Kliniken AG: Corona-Pandemie und Inflation beeinträchtigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung

08.09.2022 - 08:04:26

Maternus-Kliniken AG: Corona-Pandemie und Inflation beeinträchtigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Maternus-Kliniken AG: Corona-Pandemie und Inflation beeinträchtigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung

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Maternus-Kliniken AG: Corona-Pandemie und Inflation beeinträchtigen Umsatz-

und Ergebnisentwicklung

08.09.2022 / 08:00 CET/CEST

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

MATERNUS-Kliniken AG: Corona-Pandemie und Inflation beeinträchtigen Umsatz-

und Ergebnisentwicklung

* Konzernumsatz sinkt auf 55,0 Mio. EUR (Vorjahr: 56,5 Mio. EUR),

zurückzuführen auf verringerte Erstattungsanträge für den Rettungsschirm

(COVID-19) und temporären Wegfall des Betriebes der Einrichtung in

Altenahr (Flutkatastrophe 2021)

* Belegung hat sich in beiden Segmenten Pflege und Rehabilitation aufgrund

der Corona-Infektionslage nicht wie erwartet erholt

* Umsatz im Segment Pflege geht auf 41,8 Mio. EUR (Vorjahr: 43,4 Mio. EUR)

zurück, bereinigt um Sondereffekte ergab sich jedoch ein Anstieg um 1,4

Mio. EUR

* Im Segment Rehabilitation erhöhen sich die Umsatzerlöse leicht auf 12,4

Mio. EUR (Vorjahr: 12,0 Mio. EUR), bereinigt um Sondereffekte sogar um 2,0

Mio. EUR

* Gestiegene Energiebezugs- und Lebensmittelkosten belasten das Ergebnis:

Konzern-EBITDA verringert sich auf 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,0 Mio. EUR),

Halbjahresergebnis verschlechtert sich auf -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: -1,5

Mio. EUR)

* Belastungen durch Corona-Pandemie und Inflation erforderten

Prognoseanpassung für das Geschäftsjahr 2022: Erwartet wird nun ein

Konzernumsatz von 102,5 bis 110,5 Mio. EUR sowie ein Konzern-EBITDA von

-1,5 bis 2,5 Mio. EUR.

Berlin, den 8. September 2022 - Die anhaltende Corona-Pandemie und die durch

den Ukraine-Krieg intensivierte Inflation haben die Geschäftsentwicklung der

MATERNUS-Kliniken AG im ersten Halbjahr 2022 belastet. Der Konzernumsatz

ging im ersten Halbjahr 2022 auf 55,0 Mio. EUR (Vorjahr: 56,6 Mio. EUR) zurück.

Bereinigt um Sondereffekte (gesunkene Erstattungsanträge für den

Rettungsschirm im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie der temporäre

Wegfall des Betriebes der Einrichtung in Altenahr, inflationsbedingter

Mehraufwand) wäre eine Umsatzausweitung erzielt worden. Aufwandsseitig

führten vor allem die gestiegenen Energiebezugs- und Lebensmittelkosten zu

einer deutlichen Ergebnisbelastung. Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen,

Steuern und Abschreibungen) verringerte sich auf 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,0

Mio. EUR), nach Steuern sank das Konzern-Halbjahresergebnis auf -4,5 Mio. EUR

(Vorjahr: -1,5 Mio. EUR).

Gegenüber dem ebenfalls stark von der Corona-Pandemie beeinträchtigten

Vorjahreszeitraum lag die konzernweite Auslastung trotz der Verbesserung auf

durchschnittlich 72,6 Prozent (Vorjahr: 67,2 Prozent) noch unter der

Planung. Hintergrund waren die zwar einerseits abgemilderten, doch

fortwährenden negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Belegung,

andererseits im Wesentlichen die Schließung der Einrichtung in Altenahr

(diese war bis Mitte Juli 2021 noch belegt). Durch laufende

Renovierungsarbeiten in der Bayerwald-Klinik in Cham sowie die Anpassung der

Kapazität in der MATERNUS-Klinik in Bad Oeynhausen in Vorbereitung der

Integration einer vollstationären Pflege reduzierte sich die Gesamtkapazität

im MATERNUS-Konzern auf 2.823 Betten in 19 Einrichtungen (Vorjahr: 3.108

Betten in 20 Einrichtungen).

Auf das Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen entfielen um 1,6 Mio.

EUR auf 41,8 Mio. EUR gesunkene Erlöse. Bereinigt um den Effekt der um 0,7 Mio.

EUR geringeren Erstattungsanträge (Corona-Pandemie) sowie den Umsatzausfall

durch die temporäre Schließung der Einrichtung in Altenahr (2,4 Mio. EUR)

hätte sich eine Umsatzausweitung um 1,4 Mio. EUR ergeben. Die

Segmentauslastung nahm auf 75,5 Prozent (Vorjahr: 76,7 Prozent) ab.

Das Segment Rehabilitation, das im Vorjahreszeitraum noch unter der

coronabedingten Verschiebung nicht notwendiger Operationen gelitten hatte,

erzielte einen leichten Umsatzanstieg auf 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,0 Mio.

EUR). Bereinigt um die um 1,6 Mio. EUR gesunkenen Erstattungen (Corona-Pandemie)

hätte sich sogar eine stärkere Umsatzerhöhung um 2,0 Mio. EUR ergeben. Die

durchschnittliche Segmentauslastung verbesserte sich sichtlich auf 62,0

Prozent (Vorjahr: 39,0 Prozent), die Rehabilitationskliniken können wieder

mehr belegen. Hinzu kommt die Behandlung von Long-COVID-Patienten im Bereich

der Neurologie in der MATERNUS-Klinik in Bad Oeynhausen.

Die durch den Ukraine-Krieg intensivierte Inflation hat zu einem deutlichen

Anstieg der Energiebezugs- und Lebensmittelkosten geführt. Entsprechend

stark weitete sich der Materialaufwand um 2,7 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR aus.

Nachgeholte Instandhaltungsaufwendungen waren hauptursächlich für die

Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 10,8 Mio. EUR (Vorjahr:

10,2 Mio. EUR). Die temporäre Schließung der Einrichtung in Altenahr hatte

eine Reduktion des Personalaufwands auf 34,6 Mio. EUR (Vorjahr: 35,0 Mio. EUR)

zur Folge. Ohne diesen Effekt hätte sich in Verbindung mit diversen

Gehaltserhöhungen ein leichter Anstieg ergeben.

Verschlechterte wirtschaftliche Rahmenbedingungen erforderten eine Anpassung

der Umsatz- und Ergebnisprognose für 2022

Am 25. Juli 2022 hat der Vorstand die Jahresprognose 2022 im Rahmen einer

Ad-hoc- Mitteilung angepasst. Statt der ursprünglich erwarteten

Konzernumsatzerlöse von 106,5 bis 114,5 Mio. EUR geht der Vorstand nun davon

aus, diese in einer Bandbreite von 102,5 bis 110,5 Mio. EUR zu erzielen.

Hiervon werden voraussichtlich 81,0 bis 85,0 Mio. EUR (zuvor: 82,0 bis 86,0

Mio. EUR) auf das Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen entfallen,

weitere 20,0 bis 24,0 Mio. EUR (zuvor: 23,0 bis 27,0 Mio. EUR) auf das Segment

Rehabilitation. Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen wird sich

zum Jahresende 2022 ein weiterer Kapazitätsrückgang ergeben. Der

Pachtvertrag für die Einrichtung Dresdner Hof in Leipzig mit 204

Pflegeplätzen endet nach 22 Jahren vertragsgemäß zum 31. Dezember 2022. Eine

Prolongation des Pachtvertrages konnte nicht erzielt werden, da der

Verpächter die Immobilie einer anderen Nutzung zuführen möchte. Die

Einrichtung in Altenahr wird voraussichtlich erst wieder ab Mitte 2023

genutzt werden können.

In Kombination mit vor allem der starken Verteuerung der Energiekosten hat

der Vorstand auch den Prognosewert für das Konzern-EBITDA auf -1,5 bis 2,5

Mio. EUR (zuvor: 9,5 bis 13,5 Mio. EUR) gesenkt.

Der Halbjahresbericht 2022 der MATERNUS-Kliniken AG ist auf der

Internetseite der Gesellschaft unter www.maternus.de in der Rubrik "Investor

Relations" veröffentlicht.

MATERNUS-Kliniken AG

Die MATERNUS-Kliniken AG mit Sitz in Berlin ist ein Unternehmen, das sich

seit 1996 im deutschen Gesundheitsmarkt auf die Bereiche Seniorenwohn- und

Pflegeeinrichtungen sowie Rehabilitations-kliniken konzentriert.

Deutschlandweit gehören 20 Einrichtungen zur MATERNUS-Kliniken AG. Seit 2007

ist sie Teil der CURA Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Berlin.

(Ende der Corporate News)

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10117 Berlin

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