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Konjunktur in Euroland trotzt den politischen Risiken

07.03.2017 - 11:25:25

KfW / Konjunktur in Euroland trotzt den politischen Risiken

Frankfurt am Main -

- Wirtschaft startet mit großem Elan in dieses Jahr

- KfW Research hebt Wachstumsprognose für Eurozone für 2017 auf

1,6 % an - ähnliches Wachstum für 2018 erwartet

- Politische Risiken belasten Konjunktur bisher wenig, echter

Befreiungsschlag in diesem Umfeld aber schwierig

Die Wirtschaft im Euroraum ist mit großem Elan in dieses Jahr

gestartet: Industrieproduktion und Auftragslage befinden sich auf

Höchstständen seit 2008, die Kapazitätsauslastung liegt über ihrem

langfristigen Mittel und Stimmungsindikatoren zeigen derzeit ein

Sechsjahreshoch. KfW Research rechnet daher mit einem wirtschaftlich

erfolgreichen ersten Quartal für die Eurozone (+0,6 % gegenüber dem

Vorquartal) und hebt seine Konjunkturprognose für 2017 auf 1,6 %

leicht an (Vorprognose +1,5 %). Im kommenden Jahr dürfte das

Wachstumstempo der Wirtschaft gleich bleiben: KfW Research geht auch

für 2018 von einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum in

Höhe von 1,6 % aus.

Wirtschaft und Finanzmärkte haben auf die politischen Ereignisse

in Europa und den USA in den vergangenen Monaten maßvoll reagiert,

wenn auch die gestiegene Unsicherheit Investitionen zurückgehalten

hat. Das laufende Jahr wird ebenfalls von politischen Headlines

geprägt sein: Säbelrasseln begleitet die Brexit-Verhandlungen, die

handelspolitische Ausrichtung der USA ist unklar und auch die

anstehenden Wahlen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und -

spätestens im Frühjahr 2018 - in Italien dürften weiterhin für

Abwarten auf Seiten der Wirtschaft sorgen.

"Die Eurozone befindet sich mittlerweile in ihrem vierten

Aufschwungsjahr in Folge. Doch ein echter konjunktureller

Befreiungsschlag ist aufgrund der politischen Unwägbarkeiten nicht

drin. Die Unternehmen werden im aktuellen Umfeld bei den

Investitionen weiter mit angezogener Handbremse fahren", sagt Dr.

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Entscheidend sei

nun, dass die Europäer ein tragfähiges Zukunftsszenario entwickelten

und die Zuversicht in die politische Stabilität der Eurozone

stärkten. "Mit dem Weißbuch der Europäischen Kommission liegen nun

Optionen für eine Weiterentwicklung der Europäischen Union auf dem

Tisch. Zumindest für die Eurozone ist der Weg in engere

Zusammenarbeit und zunehmende Konvergenz weiterhin ökonomisch

unerlässlich und politisch richtig."

Den KfW-Konjunkturkompass Eurozone finden Sie unter:

http://ots.de/0uIAU

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