Knaus Tabbert, DE000A2YN504

Knaus Tabbert AG: Knaus Tabbert erzielt trotz Lieferengpässen Absatzrekord

30.03.2022 - 07:04:26

Knaus Tabbert AG: Knaus Tabbert erzielt trotz Lieferengpässen Absatzrekord. Knaus Tabbert AG: Knaus Tabbert erzielt trotz Lieferengpässen Absatzrekord

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DGAP-News: Knaus Tabbert AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Prognose

30.03.2022 / 07:00

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- Unveränderte hohe Nachfrage nach Freizeitmobilen - Auftragsbestand

erreicht Allzeithoch

- Absatzrekord mit 25.922 Fahrzeugen

- Umsatzwachstum von 8,6 % auf EUR 862,6 Mio. mit einer bereinigten

EBITDA-Marge von 7 %

- Dividendenvorschlag von EUR 1,50 Euro

- Ausblick für 2022: deutlich Verbesserungen bei Umsatz, bereinigtem EBITDA

und bereinigter EBITDA-Marge erwartet

Die Knaus Tabbert AG, ein führender Hersteller von Wohnmobilien und

Caravans, hat heute die Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegt. Wie das

Unternehmen bereits mitgeteilt hatte, nahmen die Auslieferungen nochmals um

6,5 % zu und erreichten damit einen neuen Rekordwert von 25.922 Fahrzeugen.

Dabei konnte der Konzern aufgrund der hinlänglich bekannten weltweiten

Lieferkettenprobleme sein volles Absatzpotenzial bei weitem nicht

ausschöpfen. Dementsprechend hoch war auch der Auftragsbestand zum

Jahresende mit 32.398 Einheiten im Wert von rund EUR 1,3 Mrd. (2020: 18.736

Einheiten für EUR 640 Mio.).

"Das Geschäftsjahr 2021 hat uns vor große Herausforderungen gestellt. So

konnten wir auf Grund fehlender Fahrgestelle, Bauteile und Komponenten

unsere ehrgeizigen Ziele in 2021 trotz einer Rekordzahl an produzierten

Fahrzeugen nicht erreichen", kommentiert Wolfgang Speck, CEO der Knaus

Tabbert, das abgelaufene Geschäftsjahr. "Die Nachfrage ist jedoch

ungebrochen hoch, was wir auch in unseren Auftragsbüchern sehen. Mit einem

umfassenden Investitionsprogramm, einer breiteren Zulieferbasis bei

Fahrgestellen und einer Optimierung der Lieferketten stärken wir konsequent

unsere Flexibilität und Krisenfestigkeit. Daher sind wir zuversichtlich,

dass wir die hohe Nachfrage bereits im laufenden Jahr 2022 in deutliche

höhere Auslieferungen und steigende Profitabilität übersetzen können."

Umsatz- und Gesamtleistung gesteigert

Durch die unbefriedigende Zuliefersituation konnte das vorhandene

Absatzpotential bei motorisierten Fahrzeugen nicht ausgeschöpft werden.

Dennoch wurde ein Gesamtumsatz in Höhe von EUR 862,6 Mio. erzielt, ein

Anstieg um 8,6 %gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 794,6 Mio. Der Umsatz

resultierte zu 69,2 % (Vorjahr: 70,9 %) aus motorisierten Fahrzeugen

(Wohnmobile und CUVs) und zu 27,9 % (Vorjahr: 26,2 %) aus Wohnwagen. Rund

3,0 % des Umsatzes entfielen im Wesentlichen auf den Bereich Aftersales.

Zur bestmöglichen Nutzung der vorhandenen Produktionskapazitäten hatte Knaus

Tabbert vorhandene Produktionsplätze zwar vermehrt mit der Fertigung von

zusätzlichen Wohnwagen belegt. Fehlende Bauteile auch in diesem

Fahrzeugsegment führten jedoch insgesamt dazu, dass eine hohe Anzahl von

Fahrzeugen zwar gebaut, aber nicht vollständig fertiggestellt werden konnte.

Daraus ergaben sich Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen

Fahrzeugen von EUR 19,1 Mio. zum Jahresende gegenüber dem Vorjahreswert von

EUR 4,4 Mio. Die Gesamtleistung der Gruppe stieg damit um 10,3 % auf EUR

889,3 Mio. (Vorjahr EUR 806,1 Mio.).

EBITDA durch Lieferengpässe belastet

Die Probleme in den Lieferketten und die daraus resultierende

Unterauslastung der Kapazitäten spiegeln sich auch in der Entwicklung des

operativen Ergebnisses wider. Das um Sonderbelastungen bereinigte EBITDA für

das Geschäftsjahr reduzierte sich um 10,3 % von EUR 67,7 Mio. auf EUR 60,7

Mio. Die bereinigte EBITDA-Marge lag im Rahmen der angepassten Prognose bei

7,0 %. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund gestiegener

Investitionsvolumina in den Vorjahren um 8,3 % und betrugen EUR 21,1 Mio.

nach EUR 19,4 Mio.

Wachstum in allen Segmenten

Das Wachstum der Gruppe wurde vom Luxus- und dem Premiumsegment getragen.

Die Umsatzerlöse des Segments Premium lagen im Geschäftsjahr 2021 mit EUR

740,6 Mio. um 7,8% über dem Wert des Vorjahres (EUR 687,3 Mio.). Insgesamt

waren 25.421 verkaufte Einheiten (Vorjahr: 23.897) dem Premiumsegment

zuzuordnen. Das EBITDA des Segments lag mit EUR 43,9 Mio. um 17,6 % unter

dem Niveau des Vorjahres (EUR 53,2 Mio.).

Im Segment Luxus mit der Marke Morelo verzeichnete Knaus Tabbert einen

Absatz von 501 Einheiten (Vorjahr: 452). Der Umsatz stieg deutlich um EUR

14,8 Mio. oder 13,8 % auf nun EUR 122,0 Mio. Auch das EBITDA im Segment

Luxus lag mit EUR 15,4 Mio. um 20,7% über dem Vorjahreswert von EUR 12,8

Mio.

Solide Finanzstrukturen für künftiges Wachstum

Die Bilanz ist wesentlich durch Zukunftsinvestitionen und den

Produktionsstau infolge der Lieferkettenproblematik geprägt. So nahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen deutlich auf EUR 41,2 Mio. zu

(Vorjahr EUR 14,3 Mio.). Zugänge in den immateriellen Vermögenswerten

umfassten Investitionen in Entwicklungskosten in Höhe von EUR 6,8 Mio.

(Vorjahr EUR 4,8 Mio.), die im Wesentlichen mit der Neuentwicklung von

Wohnwagen und Reisemobilen im Zusammenhang stehen. Bei den Reisemobilen sind

hier insbesondere Entwicklungsleistung für ein elektrisches Reisemobil -

Knaus E-Power Drive - zu erwähnen. Insgesamt stiegen damit die langfristigen

Vermögenswerte auf EUR 153,7 Mio. (Vorjahr: EUR 124,4 Mio.).

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit EUR 190,3 Mio. um EUR 29,5 Mio.

über dem Wert des Vorjahresstichtags. Diese Entwicklung resultiert

maßgeblich aus dem Anstieg der Vorräte um EUR 21,0 Mio. infolge der

deutlichen Zunahme an fertigen und unfertigen Fahrzeugen. Die Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich trotz deutlich erhöhter

Produktionsmengen um 34,3% auf EUR 6,9 Mio. Dies ist unter anderem auf die

hohe Marktnachfrage und somit auf die gute Liquiditätssituation durch einen

sehr hohen Warenumschlag bei den Händlern der Knaus Tabbert Gruppe

zurückzuführen.

Das bilanzielle Eigenkapital des Knaus Tabbert Konzerns lag zum Jahresende

bei EUR 133,3 Mio. (Vorjahr EUR 123,8 Mio.), was einer Eigenkapitalquote von

38,9 % entspricht (Vorjahr: 43,3%). Die langfristigen Verbindlichkeiten

lagen mit EUR 31,8 Mio. um EUR 2,6 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 34,3

Mio.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen mit EUR 179,0 Mio. deutlich über

dem Vorjahreswert von EUR 127,8 Mio. Dies resultiert aus gestiegenen

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Finanzierung der erhöhten

Bestände an unfertigen Fahrzeugen sowie der Investitionen.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Knaus Tabbert im

Geschäftsjahr 2021 einen Cashflow in Höhe von EUR 27,0 Mio. (Vorjahr EUR

71,0 Mio.), was im Wesentlichen auf den Anstieg der Vorräte zum

Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 zurückzuführen ist. Der Cashflow aus der

Investitionstätigkeit lag mit EUR -47,9 Mio. um EUR 27,8 Mio. über dem

Vorjahr (EUR -20,1 Mio.). Hintergrund ist der Start des angekündigten

Investitionsprogramms mit ersten Maßnahmen an den Standorten in Deutschland

und Ungarn.

Dividendenvorschlag von EUR 1,50 je Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung die Zahlung einer

Dividende von EUR 1,50 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einem

Gesamtvolumen von EUR 15,6 Mio. und somit rund 60 % des

Konzernjahresüberschusses nach IFRS.

Ausblick

Der Vorstand blickt überaus positiv in das Geschäftsjahr 2022. Auf Basis des

Auftragsbestands von EUR 1,3 Mrd. per Ende Dezember 2021 und den zunehmend

positiven Effekten der angepassten Einkaufsstrategie für Chassis geht er von

einem deutlichen Umsatzwachstum vor Preissteigerungseffekten aus.

Preissteigerungen gegenüber den Händlern des Knaus Tabbert Konzerns werden

im Geschäftsjahr 2022 in einer Bandbreite von 6 bis 8 Prozent geplant und

unterstützen das Wachstum zusätzlich. Die Ertragskraft, ausgedrückt durch

das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge, wird sich analog dem

angestrebten Umsatzwachstum und daraus resultierenden Skaleneffekten weiter

deutlich verbessern.

Abzuwarten bleiben die weiteren Konsequenzen des Krieges zwischen Russland

und der Ukraine. Das Knaus Tabbert Management beobachtet die Entwicklung in

der Ukraine und deren mögliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und

Vermögenslage des Konzerns sorgfältig und wird, sofern erforderlich,

geeignete Maßnahmen ergreifen. Vor diesem Hintergrund hat sich das

Management auch entschlossen, eine qualifiziert komparative Prognose

abzugeben.

Der Prognose liegt zudem die Annahme zugrunde, dass sich die

weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, vor allem

auch hinsichtlich des weiteren Verlaufs der Covid-19-Pandemie sowie einer

Ausweitung des Ukraine-Krieges, nicht signifikant gegenüber den Planungen

verschlechtern.

Kontakt:

IR: Manuel Taverne / +49 152 020 929 09 / m.taverne@knaustabbert.de

Presse: Stefan V. Diehl / +49 8583 21 - 300 / s.diehl@knaustabbert.de

Über Knaus Tabbert

Die Knaus Tabbert AG ist ein führender Hersteller von Freizeitfahrzeugen in

Europa mit Hauptsitz im niederbayerischen Jandelsbrunn. Weitere Standorte in

Deutschland sind Mottgers und Schlüsselfeld sowie Nagyoroszi in Ungarn. Das

Unternehmen ist seit September 2020 im Segment Prime Standard der

Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN: DE000A2YN504) notiert und erzielte im

Jahr 2021 mit seinen Marken KNAUS, TABBERT, T@B, WEINSBERG, MORELO und der

Internetplattform RENT AND TRAVEL einen Umsatz von 863 Millionen Euro und

produzierte mit rund 3.600 Mitarbeitern mehr als 25.000 Freizeitmobile. Mehr

Informationen: www.knaustabbert.de

30.03.2022 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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