Heidelberger Druck, DE0007314007

HEIDELBERG erwartet im Geschäftsjahr 2022 / 23 trotz hoher

09.06.2022 - 07:06:29

Heidelberger Druckmaschinen AG / HEIDELBERG erwartet im Geschäftsjahr ...

Unsicherheiten weiteres profitables Wachstum

Heidelberg -

- Umsatz soll im GJ 2022/23 bei hohem Auftragsbestand von 900 Mio. EUR

überwiegend aus Wachstum im Kerngeschäft auf rund 2,3 Mrd. EUR steigen

- EBITDA-Marge von mindestens 8 Prozent und weitere Verbesserung des

Nachsteuerergebnisses angestrebt

- Highlights Geschäftsjahr 2021/22: Umsatzplus von 14 Prozent auf 2,183 Mrd. EUR

- EBITDA-Marge steigt auf 7,3 Prozent

- Stärkung der bilanziellen Widerstandsfähigkeit, Nettofinanzverschuldung

abgebaut

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) geht verhalten optimistisch ins

neue Geschäftsjahr 2022/23. So weist der Konzern zum 31. März 2022 mit rund 900

Mio. EUR den höchsten Auftragsbestand seit 10 Jahren aus, wird aber wie alle

produzierenden Unternehmen mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen auf der

Material-, Energie-, Logistik- und Personalseite konfrontiert, die über

Preisanpassungen kompensiert werden sollen. Dennoch ist HEIDELBERG auch

angesichts der hohen Effizienzverbesserungen aus dem Maßnahmenprogramm der

letzten Jahre zuversichtlich, den Umsatz von 2,18 Mrd. EUR im neuen

Geschäftsjahr 2022/23 auf rund 2,3 Mrd. EUR und die EBITDA-Marge auf mindestens

8 Prozent verbessern zu können.

Der Konzern profitiert von den Wachstumsinitiativen in den profitablen

Kernmärkten des Verpackungsdrucks, bei den digitalen Geschäftsmodellen und im

dynamisch wachsenden Bereich der E-Mobilität. Hier konnte der Umsatz mit

Ladestationen für Elektrofahrzeuge, den sogenannten Wallboxen, im vergangenen

Geschäftsjahr um mehr als 120 Prozent auf rund 50 Mio. EUR zulegen. In diesem

Geschäftsjahr erwartet HEIDELBERG ein weiteres Wachstum im zweistelligen

Prozentbereich.

"HEIDELBERG hat seine Widerstandsfähigkeit im vergangenen Geschäftsjahr durch

ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus weiter gestärkt. Finanziell steht der

Konzern so gut da wie lange nicht. Hiervon und von den erfolgreichen

Wachstumsinitiativen in den Kernmärkten und den digitalen Geschäftsmodellen

sowie von unserer Erfolgsgeschichte im Bereich E-Mobilität wollen wir auch im

Geschäftsjahr 2022/23 profitieren. Damit sind wir optimistisch, dem sehr

herausfordernden Umfeld mit seinen massiven Preissteigerungen entgegenwirken zu

können. Wir werden die Märkte sehr genau beobachten, um gegebenenfalls

gegenzusteuern, erwarten aber aus heutiger Sicht ein weiteres Umsatzwachstum auf

rund 2,3 Mrd. EUR und primär aus operativen Verbesserungen heraus eine

Steigerung der EBITDA-Marge auf mindestens 8 Prozent", kommentiert Dr. Ludwin

Monz, Vorstandsvorsitzender von HEIDELBERG.

Neuaufstellung von HEIDELBERG trägt Früchte

Im Geschäftsjahr 2021/22 (1. April 2021 bis 31. März 2022) konnte HEIDELBERG von

der erfolgreichen Neuaufstellung des Konzerns in den letzten beiden Jahren

profitieren. So legte der Umsatz um 14 Prozent auf 2,183 Mrd. EUR zu und

entsprach damit der Zielsetzung von mindestens 2,1 Mrd. EUR. Sowohl der

Werbedruck als auch der Verpackungsdruck konnten deutliche Zuwächse verzeichnen.

Die Nachfrage zog über nahezu alle Produkte und in allen Regionen hinweg an,

wobei Investitionen der Kunden in Neumaschinen der wichtigste Treiber waren. Das

verbesserte Investitionsklima zeigte sich in der Steigerung des

Auftragseinganges um mehr als 450 Mio. EUR auf 2,454 Mrd. EUR. Der

Auftragsbestand erreichte rund 900 Mio. EUR (Vorjahr: 636 Mio. EUR).

Auf eine erfolgreiche Entwicklung kann HEIDELBERG erneut beim Thema

Elektromobilität zurückblicken. Im Segment Technology Solutions stieg der Umsatz

getrieben von einer hohen Nachfrage nach privaten Ladestationen für

Elektrofahrzeuge (Wallboxen) von 22 Mio. EUR auf rund 50 Mio. EUR. Die operative

Marge wurde trotz hoher Wachstumsinvestitionen deutlich von 0 auf 7,8 Prozent

verbessert. HEIDELBERG ist mit rund 130.000 verkauften Einheiten einer der

Marktführer in Deutschland.

Das deutliche Konzernumsatzwachstum und die stark verbesserte Kosteneffizienz

führten zu einem Anstieg des EBITDA auf 160 Mio. EUR (Vorjahr: 95 Mio. EUR).

Neben operativen Verbesserungen trugen auch Einmaleffekte aus dem Asset

Management, insbesondere der Verkauf der docufy (rund 22 Mio. EUR) sowie einer

Liegenschaft in Großbritannien (rund 26 Mio. EUR), positiv hierzu bei.

Gegenläufig wirkten sich Abschreibungen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen

Sanktionen gegen Russland im vierten Quartal aus. Bereinigt um die einmaligen

Aufwendungen und Erträge des Vorjahres lag die dem EBITDA zu Grunde liegende

operative Verbesserung bei über 100 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge bezogen auf den

Umsatz erreichte 7,3 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent). Auch dank des um 11 Mio.

EUR auf -30 Mio. EUR verbesserten Finanzergebnisses stieg das Nachsteuerergebnis

von -43 Mio. EUR auf 33 Mio. EUR.

Bilanzqualität und Free Cashflow operativ um mehr als 100 Mio. EUR verbessert

Vor allem durch den starken Abbau des Net Working Capital sowie Einnahmen aus

Assetverkäufen im Berichtszeitraum wurde der Free Cashflow von 40 Mio. EUR im

Vorjahr auf 88 Mio. EUR erhöht. Dank erfolgreicher Rückführung von Krediten und

Darlehen und der Rückzahlung einer Wandelanleihe konnte die

Nettofinanzverschuldung nochmals deutlich von 67 Mio. EUR auf -11 Mio. EUR

gesenkt werden. Der Verschuldungsgradnahm von 0,7 auf -0,1 ab. Klare

Fortschritte verzeichnete HEIDELBERG auch bei der Eigenkapitalquote, die im

Zwölfmonatsvergleich von 5,1 Prozent auf 11,1 Prozent zulegte.

"Unsere Anstrengungen zur Verbesserung unseres Cashflows und der Bilanzqualität

tragen ebenfalls Früchte. Auch für die Zukunft steht das Erreichen eines

positiven Free Cashflows und eine weitere Stärkung unserer finanziellen

Situation im Fokus, um die Widerstandsfähigkeit von HEIDELBERG weiter zu

verbessern", ergänzt Marcus A. Wassenberg, Finanzvorstand des Unternehmens.

Zuversicht für 2022/23 trotz großer globaler Unsicherheiten

HEIDELBERG sieht trotz großer globaler Unsicherheiten aufgrund der kriegerischen

Auseinandersetzung in der Ukraine und der pandemiebedingten Lockdowns in China

gute Chancen, auch im Geschäftsjahr 2022/23 profitabel zu wachsen. Unter der

Annahme keiner weiteren Eintrübung der Nachfrage und steigenden Belastungen der

Lieferkettensituation soll der Umsatz auf rund 2,3 Mrd. EUR (2021/22: 2,183 Mrd.

EUR) steigen. Die Profitabilität soll neben den prognostizierten Volumen- und

Margenverbesserungen durch den nachhaltigen Abbau von Strukturkosten aus dem

laufenden Transformationsprogramm verbessert werden. Dagegen werden die im

vergangenen Geschäftsjahr erzielten Einmalerträge von rund 48 Mio. EUR im

Prognosejahr deutlich niedriger ausfallen. Zudem wird mit nochmals stark

gestiegenen Energie- und Rohmaterialpreisen und Preissteigerungen im

Zusammenhang mit Verknappungen und Verfügbarkeiten bestimmter Produkte sowie mit

höheren Personalkosten gerechnet. Trotz dieser Belastungsfaktoren geht das

Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022/23 von einer weiteren Verbesserung der

EBITDA-Marge auf mindestens 8 Prozent aus (2021/22: 7,3 Prozent). Das Ergebnis

nach Steuern soll ebenfalls mindestens leicht gegenüber 2021/22 (33 Mio. EUR)

steigen.

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