HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG, DE0007314007

Heidelberg bei Mittelfristzielen auf Kurs - 2018 / 2019 Wachstum

12.06.2018 - 07:04:23

Heidelberger Druckmaschinen AG / Heidelberg bei Mittelfristzielen auf ...

angestrebt

Heidelberg -

- Deutliche Fortschritte bei digitaler Transformation durch

o erfolgreichen Anlauf des Subskriptionsmodells, o Start der

Serienproduktion bei Digitaldruckmaschinen, o Ausbau des Geschäfts

mit Consumables und aus E-Commerce sowie o dem Hochlauf bei Digital

Platforms

- Solide Entwicklung 2017/2018 unterstreicht Zielvorgaben

- Prognose - positive Auswirkungen aus neuer Strategie werden

zunehmend sichtbar:

o Moderates Wachstum bei Umsatz und Nachsteuergewinn im

Geschäftsjahr 2018/2019 erwartet

- Mittelfristziele bestätigt:

o Konzernumsatz soll auf rund 3 Mrd. EUR, o Nachsteuergewinn auf

>100 Mio. EUR steigen

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat im

Geschäftsjahr 2017/2018 (1. April 2017 bis 31. März 2018) deutliche

Fortschritte bei der angestrebten digitalen Transformation des

Konzerns gemacht. So entschieden sich bis Anfang Juni bereits mehrere

Kunden für das neue Subskriptionsmodell, bei dem Heidelberg Produkte

und Dienstleistungen in einem mehrjährigen, nutzungsabhängigen

Gesamtvertrag offeriert. Mit den im neuen Geschäftsjahr 2018/2019

avisierten in Summe mehr als 30 Vertragsabschlüssen soll über die

Laufzeit der standardmäßigen 5-Jahresmodelle dann bereits ein

Geschäftsvolumen von rund 150 Mio. EUR generiert werden. In den

Geschäftszahlen des Unternehmens wird sich dies durch den Hochlauf an

Vertragsabschlüssen aber erst ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 in

nennenswertem Umfang widerspiegeln und auch zu einer Verstetigung der

Konzernumsätze beitragen.

Zudem wird sich die ebenfalls im Geschäftsjahr 2017/2018

gestartete Serienproduktion digitaler Maschinen im Verpackungs- und

Etikettendruck (Primefire und Labelfire) zunehmend positiv auf die

Umsatzentwicklung auswirken. Ziel ist es, in den kommenden Jahren

jeden Monat mindestens eine Digitaldruckmaschine an Kunden

auszuliefern. Mit der ansteigenden Basis an installierten Systemen

wird auch der stabile, wiederkehrende Umsatz an Verbrauchsmaterialien

weiter wachsen und so das reine Maschinengeschäft übertreffen.

Positive Impulse werden zudem durch Mehrumsätze mit Consumables und

die Intensivierung des E-Commerce-Geschäftes maßgeblich durch unsere

neu gegründete Gesellschaft Heidelberg Digital Unit sowie durch den

Hochlauf bei Digital Platforms erwartet.

Mit dem kürzlich vereinbarten Verkauf des Forschungs- und

Entwicklungsgebäudes in Heidelberg wurden die geplanten

Infrastrukturprojekte an den Standorten Heidelberg und

Wiesloch-Walldorf erfolgreich abgeschlossen. Somit wurde ein weiterer

wichtiger Beitrag zur Verbesserung der operativen Performance unter

anderem durch die Senkung der Prozess- und Strukturkosten im Rahmen

der Operational-Excellence-Initiative umgesetzt.

Damit bestätigt Heidelberg die im Sommer 2017 kommunizierten

Mittelfristziele. Diese beinhalten einen Anstieg des Konzernumsatzes

auf rund 3 Mrd. EUR, ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 250 bis 300

Mio. EUR und einen Nachsteuergewinn von mehr als 100 Mio. EUR.

"Heidelberg ist wie auf der letzten Bilanzpressekonferenz avisiert

auf gutem Weg, wieder der Leuchtturm der Branche zu werden. Unsere

digitale Transformation wird auch im neuen Geschäftsjahr 2018/2019

konsequent fortgesetzt. Unser neues Subskriptionsmodell stößt, genau

wie die neuen Digitaldruckmaschinen, auf unverändert hohe Nachfrage.

Da sich dies ab 2019/2020 substanziell im Umsatz und Ergebnis

niederschlagen wird, bestätigen wir unsere Mittelfristziele",

kommentierte Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender des

Unternehmens, die Entwicklung.

Vorlage des Jahresabschlusses 2017/2018 unterstreicht Zielvorgaben

Basierend auf den testierten Jahresabschlusszahlen hat Heidelberg

mit einem Konzernumsatz von 2.420 Mio. EUR die selbstgesteckten Ziele

erreicht. Die Differenz zum Vorjahreswert von 2.524 Mio. EUR ist im

Wesentlichen durch negative Währungseffekte und einen bewussten

Verzicht auf risikobehafteten Gebrauchtmaschinenhandel von in Summe

über 100 Mio. EUR begründet. Der Auftragseingang lag trotz der

Währungseffekte im Berichtszeitraum mit 2.588 Mio. EUR (Vorjahr:

2.593 Mio. EUR) auf einem für ein Nach-drupa-Jahr sehr guten Niveau.

Die Nachfrage im Jahresschlussquartal lag mit 676 Mio. EUR unter

anderem durch die nunmehr mit vollem Auftragsvolumen berücksichtigten

Subskriptionsverträge deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert

von 604 Mio. EUR, was zu einem deutlichen Anstieg des

Auftragsbestands zum Ende des Geschäftsjahres beitrug und auch zu

einer sichtbaren Belebung des Umsatzes im ersten Quartal gegenüber

dem Vorjahr führen wird.

Das EBITDA ohne Restrukturierungsergebnis betrug im Berichtsraum

172 Mio. EUR (Vorjahr: 179 Mio. EUR). Damit wurde eine EBITDA-Marge

von 7,1 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent) erzielt, die im Rahmen der

Erwartungen lag. Das Restrukturierungsergebnis bewegte sich 2017/2018

mit rund -16 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau von -18 Mio. EUR. Das

Finanzergebnis verbesserte sich aufgrund geringerer Zinskosten erneut

deutlich auf -48 Mio. EUR (Vorjahr: -56 Mio. EUR). Mit 39 Mio. EUR

konnte das Vorsteuerergebnis im Berichtsjahr gesteigert werden

(Vorjahr: 34 Mio. EUR). Getrieben von der US-Steuerreform wurde das

Nachsteuerergebnis durch latente Steueraufwendungen des steuerlichen

US-Organkreises in Höhe von rund 25 Mio. EUR belastet. Die nicht

zahlungswirksame Wertberichtigung der latenten Steuern erfolgte

aufgrund der Absenkung des US-Unternehmenssteuersatzes. Das Ergebnis

nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 2017/2018 daher 14 Mio. EUR,

nach 36 Mio. EUR im Vorjahr. Bereinigt um diesen Effekt wäre das

Ergebnis nach Steuern wie prognostiziert moderat gestiegen.

Der Cashflow war mit 104 Mio. EUR deutlich positiv und lag auf

Vorjahresniveau. Infolge der im Berichtszeitraum getätigten

Akquisitionen und Investitionen im Zusammenhang mit dem Bau des neuen

Innovationszentrums in Wiesloch fiel der Free Cashflow mit -8 Mio.

EUR wie erwartet leicht negativ aus (Vorjahr 24 Mio. EUR). Die

Nettofinanzverschuldung sank im Berichtszeitraum auf 236 Mio. EUR

(31. März 2017: 252 Mio. EUR), und der Leverage lag mit 1,4 weiterhin

deutlich unter dem Zielwert von 2.

"Unsere Wachstumsinitiativen werden flankiert von einem neuen

Finanzierungsrahmen, der uns auch ermöglicht, durch gezielte Zukäufe

die digitale Transformation weiter zu beschleunigen", sagte Dirk

Kaliebe, Finanzvorstand. "Das sich hieraus abzeichnende

Wachstumspotenzial werden wir auch in Zukunft gezielt durch

Akquisitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette heben."

Prognose: Moderates Wachstum bei Umsatz und Nachsteuergewinn im

Geschäftsjahr 2018/2019 erwartet

Basierend auf den Fortschritten bei der angestrebten digitalen

Transformation rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr

2018/2019 mit einem moderaten Umsatzzuwachs. Der solide

Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres unterstützt diese

Prognose. Belastend dürften sich in der ersten Jahreshälfte erneut

negative Währungseffekte insbesondere aufgrund des US-Dollar

/Euro-Verhältnisses sowie aus Asien niederschlagen. Wie schon in den

Vorjahren prüft Heidelberg aktuell auch intensiv mehrere Optionen für

ein externes Wachstum, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten sich zum

gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht zuverlässig quantifizieren

lassen.

Die moderat steigenden Umsätze sowie Maßnahmen zur

Effizienzsteigerung inklusive erster Einsparungen aus den neu

initiierten Operational-Excellence- Maßnahmen sollen im Geschäftsjahr

2018/2019 eine EBITDA-Marge ohne Restrukturierungsergebnis in einer

Bandbreite von 7 bis 7,5 Prozent ermöglichen. Die aus dem neuen

Tarifabschluss resultierenden Mehrkosten sind hierbei belastend

berücksichtigt.

Infolge der anstehenden Transformationsaktivitäten und der

Optimierung von Prozessen und Strukturen im Rahmen von Operational

Excellence geht Heidelberg im neuen Geschäftsjahr von

Restrukturierungsaufwendungen von rund 20 Mio. Euro aus.

Die Zinskosten sollen durch fortlaufende Optimierung des

Kreditrahmens mittelfristig auf rund 20 Mio. EUR gesenkt werden.

2018/2019 werden die erwarteten positiven Effekte jedoch zunächst

durch die mit der geplanten vorzeitigen teilweisen Rückzahlung der

bestehenden 8-Pro¬zent-Hochzinsanleihe negativ überlagert. Dieser

Schritt wird jedoch in den Folgejahren zu sinkenden Zinsaufwendungen

führen.

Heidelberg erwartet im Geschäftsjahr 2018/2019 zudem steigende

Steueraufwendungen bei ausländischen Konzerntöchtern. Dennoch wird in

Summe mit einem moderat steigenden Nachsteuerergebnis gegenüber

Vorjahr (inklusive des einmaligen Steuereffekts 2017/2018) gerechnet,

das sich auch in den Folgejahren erhöhen soll.

Nächster wichtiger Termin:

Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen des ersten Quartals

2018/2019 ist für den 7. August 2018 vorgesehen.

Bildmaterial, der neue Geschäftsbericht 2017/2018 sowie weitere

Informationen über das Unternehmen stehen im Presseportal der

Heidelberger Druckmaschinen AG unter www.heidelberg.com zur

Verfügung.

Wichtiger Hinweis:

Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen,

welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der

Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die

Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und

Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche

Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen

Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich

abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung

der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze

sowie Veränderungen innerhalb der grafischen Industrie gehören. Die

Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft übernimmt keine

Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung

und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser

Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen

werden.

OTS: Heidelberger Druckmaschinen AG

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ISIN: DE0007314007

Pressekontakt:

Für weitere Informationen:

Heidelberger Druckmaschinen AG

Corporate Public Relations

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