PAUL HARTMANN AG, DE0007474041

HARTMANN: Geschäftsjahr 2021 von Corona und Fortschritten bei

22.03.2022 - 10:36:28

PAUL HARTMANN AG / HARTMANN: Geschäftsjahr 2021 von Corona und ...

Transformationsprogramm geprägt (FOTO)

Heidenheim -

- Umsatz und Ergebnis aufgrund von Pandemie rückläufig

- Transformationsprogramm erzielt große Fortschritte durch Markteinführung neuer

Produkte und durch umfangreiche Investitionen in Produktionsanlagen und

Infrastruktur

- Ausblick 2022: Umsatz und Ergebnis rückläufig; Auswirkungen der kriegerischen

Auseinandersetzungen in der Ukraine noch nicht quantifizierbar

Das Geschäftsjahr 2021 war für die HARTMANN GRUPPE erneut von den starken

Corona-Einflüssen sowie den Fortschritten des Transformationsprogramms bestimmt.

Die erwartungsgemäß rückläufigen Finanzkennzahlen sind im Wesentlichen auf die

Pandemie zurückzuführen. Die coronabedingte Sonderkonjunktur bei

Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung ist aufgrund hoher Lagerbestände bei den

Kunden abgeebbt. Zurück blieb ein reduzierter Markt mit einer nach wie vor

geringen Bettenauslastung in medizinischen Einrichtungen und einem nur

schrittweisen Anstieg von Operationszahlen sowie Arzt- und Apothekenbesuchen.

Hinzu kamen deutlich gestiegene Material- und Transportkosten. Das strategische

Transformationsprogramm hingegen zeigte einen sehr positiven Einfluss auf das

Konzernergebnis.

Finanzkennzahlen 2021:

Der Konzernumsatz von HARTMANN lag 2021 bei 2.301,8 Mio. EUR. Dies entspricht

einem erwarteten moderaten organischen Umsatzrückgang um -5,2 % im Vergleich zum

Vorjahr. Die Gewinnkennzahl des bereinigten EBITDA reduzierte sich um -17,7 %

auf 240,6 Mio. EUR (Vorjahr: 292,4 Mio. EUR) und lag damit innerhalb des

veröffentlichten Prognosekorridors. HARTMANN hält am Grundsatz einer auf

Kontinuität ausgerichteten Dividende fest. Der Vorschlag für die Dividende

beträgt unverändert zum Vorjahr 8,00 EUR je Aktie.

- Infektionsmanagement: Die Nachfrage ist aufgrund hoher Lagerbestände bei den

Kunden zurückgegangen

- Inkontinenzmanagement: Die noch immer geringe Bettenauslastung in

Krankenhäusern und Pflegeheimen führte zu einer verhaltenen Nachfrage

- Wundversorgung1: Trotz Wachstum verbleibt der Wundversorgungsmarkt deutlich

unter der Marktentwicklung vor Corona

- Komplementäre Divisionen der Gruppe 1 : KNEIPP bediente weiterhin erfolgreich

den Trend zu einem höheren Gesundheitsbewusstsein; KOB verzeichnete Zuwächse

bei Kompressionsverbänden

Umsatz (organisches Umsatzwachstum) 2021

Konzern: 2.301,8 Mio. EUR (-5,2 %)

Infektionsmanagement: 681,3 Mio. EUR (-19,3 %)

Inkontinenzmanagement: 681,1 Mio. EUR (-1,8 %)

Wundversorgung*: 492,4 Mio. EUR (+9,7 %)

Komplementäre Divisionen der Gruppe*: 447,0 Mio. EUR (+0,8 %)

Erfolgreiches Transformationsprogramm:

HARTMANN hat 2019 sein Transformationsprogramm gestartet, um die

Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Die Pandemie

verstärkt die Herausforderungen der Gesundheitsmärkte. Die konsequente Umsetzung

des Programms ist daher für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung.

Britta Fünfstück, CEO der HARTMANN GRUPPE: "Es ist uns erneut gelungen, die

Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen und gleichzeitig die geplanten

Fortschritte in unserem Transformationsprogramm zu erzielen."

- HARTMANN hat wichtige Produktinnnovationen zur Markteinführung gebracht: Dazu

zählen weitere silikonbasierte Wundauflagen (z. B. Cosmopor® Silicone), ein

auf künstlicher Intelligenz basierendes System zur Wundanalyse (Vintens®), ein

neues steriles Komponentenset zur Infektionsprävention (MediSet®) und

hochwirksame Produkte zur Flächendesinfektion (z. B. Bacillol® 30 Sensitive)

- HARTMANN hat seine Digitalisierung und die Stärkung des Angebots im ambulanten

Markt weiter vorangetrieben: Seit Januar 2021 ist das führende deutsche

Online-Pflegeportal pflege.de Teil des Unternehmens

- HARTMANN hat signifikante Investitionen in die Erweiterung und Modernisierung

von Produktionsanlagen und Infrastruktur getätigt: Diese umfassten u. a.

Maschinen im Bereich der modernen Wundversorgung in Frankreich, eine neue

Hochleistungsproduktionslinie für Inkontinenzprodukte in Spanien sowie

Kapazitätserweiterungen der Division Desinfektion in Deutschland. Insgesamt

betrugen die Sachinvestitionen im vergangenen Jahr rund 154 Mio. EUR,

signifikant mehr als in den vergangenen Jahren

Ausblick 2022:

HARTMANN geht für das Geschäftsjahr 2022 nach wie vor von einem moderaten

organischen Umsatzrückgang und einem rückläufigen bereinigten EBITDA in der

Bandbreite von nunmehr 190 bis 230 Mio. EUR aus. Aufgrund der anhaltenden

Pandemie gibt es eine hohe Prognoseunsicherheit. Darüber hinaus sind mögliche

Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf das Geschäft noch nicht

quantifizierbar und daher auch nicht in der Prognose berücksichtigt.

Russland-Ukraine-Konflikt:

HARTMANN verurteilt jegliche Aggression, die die Gesundheit und das Leben von

Menschen gefährdet. Das Unternehmen hilft mit Sach- und Geldspenden vor Ort in

der Ukraine und in angrenzenden Ländern, die den zahlreichen Flüchtlingen

Unterkunft bieten. Darüber hinaus unterstützt HARTMANN geflüchtete

Familienmitglieder der im Unternehmen beschäftigten Ukrainer.

Geschäftsbericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 finden Sie unter

hartmann.de/ir (https://www.hartmann.info/en-corp/investor-relations) .

*Die Benennung dieser Geschäftssegmente wurde 2021 angepasst.

Pressekontakt:

Stephanie Reuter

PAUL HARTMANN AG

Tel. +49 7321 36 13 93

E-Mail: mailto:stephanie.reuter@hartmann.info

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/34248/5177020

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