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HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG, DE0008402215

Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum 1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

04.02.2021 - 07:34:28

Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum 1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021. Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum 1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

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DGAP-News: Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Sonstiges

Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum

1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

04.02.2021 / 07:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Unternehmensmeldung

Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum

1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

* Erneuerung zum 1. Januar 2021 mit währungskursbereinigter

* Prämiensteigerung von 8,5 %

* Nordamerika, Großbritannien sowie Spezialsparten mit besonders

deutlichen Preissteigerungen

* Rückversicherer profitieren bei proportionalen Deckungen von deutlichen

Preiserhöhungen in der Erstversicherung

* Durchschnittlicher Preisanstieg des erneuerten Geschäfts von 5,5 %

* Weitere Verbesserungen bei Preisen und Konditionen im Jahresverlauf zu

erwarten

* Ausblick für 2021 bestätigt - Konzerngewinn von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25

Mrd. EUR

* Konzerngewinn 2020 erreicht auf Basis vorläufiger Eckzahlen 883 Mio. EUR

Hannover, 4. Februar 2021: Die Hannover Rück hat in der Vertragserneuerung

zum 1. Januar 2021 ein währungskursbereinigtes Prämienwachstum in der

traditionellen Schaden-Rückversicherung von 8,5 % verzeichnet. Dabei konnte

ein Preisanstieg des erneuerten Geschäfts von 5,5 % erreicht werden.

Haupttreiber für diese Preisentwicklung waren neben erneut hohen Groß- und

Frequenzschäden in unterschiedlichen Regionen auch das niedrigere Zinsumfeld

und die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie.

"Wir blicken auf eine insgesamt sehr zufriedenstellende

Vertragserneuerungsrunde zurück. Die Preisdynamik des vergangenen Jahres hat

sich in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar fortgesetzt. Die nachhaltige

Trendwende bei den Preisen hält an", sagte Jean-Jacques Henchoz,

Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. "Wir konnten über alle Sparten und

Regionen hinweg weitere Verbesserungen bei Preisen und Konditionen in

unterschiedlicher Ausprägung durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten sind

kapitalstarke Rückversicherer wie wir besonders gefragt."

Vom Prämienvolumen des Vorjahres auf Zeichnungsjahrbasis von 11.531 Mio. EUR

in der traditionellen Schaden-Rückversicherung standen zum 1. Januar 2021

Verträge mit einem Prämienvolumen von 7.753 Mio. EUR oder 67 % des Geschäfts

zur Erneuerung an. Hiervon wurden 7.018 Mio. EUR verlängert und 735 Mio. EUR

gekündigt oder in veränderter Form erneuert. Inklusive der Zuwächse von

1.396 Mio. EUR aus neuen Verträgen sowie aus veränderten Preisen und

Anteilen lag das erneuerte Prämienvolumen bei 8.414 Mio. EUR.

In der Erneuerung wuchs die proportionale Rückversicherung um

8,3 % und erreichte ein erneuertes Prämienvolumen von 6.329 Mio. EUR. Der

Preisanstieg belief sich hier auf 4,4 %. Das erneuerte Prämienvolumen in der

nicht-proportionalen Rückversicherung wuchs um 9,3 % auf 2.085 Mio. EUR. Der

Preisanstieg betrug 8,8 %.

Regionale Märkte: Deutliche Zuwächse insbesondere in Nordamerika und

Großbritannien

In der Berichtskategorie Amerika, die Nord- und Lateinamerika umfasst, stieg

das Prämienvolumen in der Erneuerung um 15,3 %. Nordamerika verzeichnete

dabei erneut ein deutliches Prämienwachstum, das durch den Ausbau von

Kundenbeziehungen und einer Verhärtung der Marktkonditionen geprägt war. Die

Ratensteigerungen im Erstversicherungsgeschäft in fast allen Sparten als

auch die Verbesserung der Rückversicherungskonditionen werden sich positiv

auf die Ertragslage im Kalenderjahr 2021 auswirken. Die Hannover Rück

rechnet auch für die noch unterjährig anstehenden Erneuerungen mit weiteren

Geschäftsmöglichkeiten, da die Erstversicherer vermehrt hochwertige

Rückversicherungskapazität nachfragen. Insbesondere für die Sachversicherung

mit Betriebsunterbrechungsdeckungen, aber auch in anderen Sparten, wurden

Deckungen und Ausschlüsse für Pandemie- und Cyber-Risiken konkretisiert.

Trotz der aktuellen Pandemie wachsen die Märkte in Lateinamerika weiterhin

stark in den jeweiligen Originalwährungen. Die Rückversicherungskonditionen

haben sich insbesondere in Brasilien und Chile weiter verhärtet. Für 2021

erwartet die Hannover Rück, dass sich hier der Trend der Verbesserungen

weiter fortsetzen wird.

In der Region Asien-Pazifik konnte die Hannover Rück das Prämienvolumen mit

einem Wachstum von 4,1 % leicht steigern und gleichzeitig die Ertragskraft

steigern. Die Märkte zeigten sich während der Erneuerungsverhandlungen sehr

heterogen und waren nicht einheitlich durch deutliche

Konditionsverbesserungen geprägt. In China lag der Fokus nach Jahren sehr

starken Wachstums auf dem profitablen Ausbau des bereits bestehenden

Portfolios. In Südostasien stieg das Prämienvolumen nochmals um mehr als 20

%. In Korea ist ebenfalls eine signifikante Steigerung der Prämieneinnahmen

gelungen, wobei sich die Bedingungen nachhaltig verbessert haben.

Das Prämienvolumen für die Berichtskategorie Europa, Naher Osten und Afrika

wuchs um 10,6 %. In Kontinentaleuropa hat die Hannover Rück durch die starke

Fokussierung auf profitables Geschäft ihr Prämienvolumen reduziert. Die

Nachfrage nach Rückversicherung war in der gesamten Region weiterhin hoch.

Das Preisniveau stieg vor allem in schadenbetroffenen Programmen abermals

stark an.

Das Geschäft in Deutschland, Schweiz, Österreich und Italien konnte

erfolgreich ausgebaut werden. Die innerhalb der Hannover Rück für

Deutschland zuständige Tochtergesellschaft E+S Rückversicherung AG konnte

ihre führende Position weiter stärken und insgesamt verbesserte Preise und

Konditionen erzielen. Insbesondere bei schadenbelasteten Programmen mit

Schwerpunkten in Gewerbe und Industrie wurden dabei in der Sach-Sparte

deutliche Verbesserungen erzielt. In der Kfz-Rückversicherung blieben die

Preise trotz des pandemiebedingt rückläufigen Verkehrsaufkommens und

entsprechend geringerer Schäden stabil. Das Ratenniveau ist in diesem

Segment weiter auskömmlich.

Im Geschäft in Großbritannien, Irland und im Londoner Markt waren deutliche

Verbesserungen bei Preisen und Konditionen zu erzielen. Dies betraf sowohl

nicht-proportionales Motorgeschäft als auch Naturkatastrophenrisiken. Die

Preise in den Haftpflichtsparten stiegen vor dem Hintergrund der

originalseitigen Veränderungen ebenfalls deutlich an. Neben den

beschriebenen Verbesserungen der Konditionen wurden die Bedingungswerke für

verschiedene Sparten mit Ausschlüssen für Cyber- und Pandemierisiken

versehen. Zudem trugen erhöhte Selbstbehalte der Kunden zu einer

Verbesserung der Qualität des Portefeuilles bei.

Globale Märkte: Deutliche Zuwächse insbesondere bei Luftfahrt und Transport

In der Luftfahrt- und Transportrückversicherung wuchs das Prämienvolumen um

8,2 %. In der Luftfahrtrückversicherung hat sich das Marktumfeld auch

aufgrund der Verschlechterung eines Großschadens weiterhin zugunsten der

Rückversicherer verbessert. Der negative Einfluss auf das Prämienvolumen

durch zum Teil deutlich geringere Aktivitäten im Luftfahrtbereich aufgrund

von Covid-19 konnte durch diese Entwicklung begrenzt werden. Begünstigt

durch ein sich deutlich verhärtendes Erstversicherungsumfeld konnte der

Markt für Transportrückversicherung diesem Trend folgen. Trotz weiterhin

intensiven Wettbewerbs und existierender Kapazitäten konnte ein besseres

Preis- und Risikogefüge sowohl im Transport- als auch Meerestechniksegment

erzielt werden.

In der Sparte Kredit, Kaution und politische Risiken wirkten sich bislang

keine pandemiebedingten Insolvenzen aufgrund staatlicher

Unterstützungsmaßnahmen aus. Das Prämienvolumen stieg um 5,3 %, sowohl dank

des Ausbaus bestehender Geschäftsbeziehungen als auch dank der Gewinnung

neuer Kunden. Die Konditionen zeigten sich sichtbar verbessert.

Im Naturkatastrophengeschäft ließen sich leicht verbesserte Preise und

Konditionen erzielen. Im US-Naturkatastrophengeschäft waren insbesondere bei

schadenbelasteten Programmen Preissteigerungen von rund 10 % möglich. In

Europa waren größtenteils nur in schadenbetroffenen Programmen deutliche

Preiserhöhungen erzielbar. Für schadenfreie Programme blieben die Preise

stabil bis leicht erhöht. In Summe zeigte sich aber auch hier ein im

Vergleich zur Vorjahreserneuerung verbessertes Ratenniveau.

In der strukturierten Rückversicherung, die ganzjährig erneuert wird, war

weltweit eine höhere Nachfrage nach solvenzentlastenden

Rückversicherungslösungen zu verzeichnen.

Auch in der fakultativen Rückversicherung wird verstärkt Wert auf einen

hochwertigen Versicherungsschutz gelegt. Hier haben sich in fast allen

Regionen und Sparten die Preise und Konditionen verbessert und das

Prämienvolumen konnte gesteigert werden.

Ausblick für 2021 bestätigt

"Der positive Trend aus der Erneuerungsrunde zum 1. Januar sollte sich auch

in den unterjährigen Erneuerungsrunden fortsetzen", sagte Henchoz. "Die

deutlichen Preissteigerungen, die wir auf der Erstversicherungsseite in

vielen Sparten sehen, werden sukzessive auch die Raten in der

Rückversicherung unterstützen. Hier profitieren wir direkt über

proportionale Deckungen."

Wie bereits im November mitgeteilt, erwartet die Hannover Rück für das

Geschäftsjahr 2021 einen Konzernüberschuss von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25 Mrd.

EUR. Auf Basis konstanter Währungskurse sollte das Wachstum der

Konzernbruttoprämie rund 5 % betragen und die Kapitalanlagerendite bei rund

2,4 % liegen.

Alle Aussagen zu zukünftigen Zielen stehen wie üblich unter dem Vorbehalt,

dass die Großschadenbelastung im Rahmen des Erwartungswerts von 1,1 Mrd. EUR

bleibt und dass es zu keinen unvorhergesehenen negativen Entwicklungen an

den Kapitalmärkten kommt. Auch die Dividendenpolitik wird wie in den

Vorjahren unverändert fortgeführt.

Vorläufige Eckzahlen für das Geschäftsjahr 2020

Der Konzernüberschuss der Hannover Rück erreichte im Geschäftsjahr 2020 auf

Basis vorläufiger Eckzahlen einen Wert von 883 Mio. EUR (1,28 Mrd. EUR). Die

Bruttoprämie stieg währungskursbereinigt um rund 12 % auf 24,8 Mrd. EUR

(22,6 Mrd. EUR). Die Kapitalanlagerendite aus selbstverwalteten

Kapitalanlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr belief sich auf 3,0 %. Die

kombinierte Schaden-Kostenquote verschlechterte sich auf 101,6 % (98,2 %)

und liegt damit über dem Zielwert von maximal 97 % für das Gesamtjahr.

"Unser äußerst robustes Ergebnis im Pandemiejahr 2020 zeigt, dass wir mit

unserem diversifizierten Geschäftsmodell, unserem Risikomanagement und

unserer Kapitalstärke solche Extremsituationen gut meistern können", sagte

Henchoz. "Wir sind gut aufgestellt, um unsere Ziele für das Geschäftsjahr

2021 zu erreichen."

Die Hannover Rück veröffentlicht ihren testierten Jahresabschluss am 11.

März 2021.

Die Hannover Rück ist mit einem Bruttoprämienvolumen von mehr als 24 Mrd.

EUR der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der

Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit mehr als 3.000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet

1966, umfasst der Hannover Rück-Konzern heute mehr als 150

Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das

Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben.

Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl

Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt:

Standard & Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior".

Bitte beachten Sie den Haftungshinweis unter:

https://www.hannover-rueck.de/535878

Kontakt

Corporate Communications:

Karl Steinle

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