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HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK AG, DE000A0S8488

Hamburger Hafen und Logistik AG: HHLA spürt Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie deutlich

12.08.2020 - 07:34:28

Hamburger Hafen und Logistik AG: HHLA spürt Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie deutlich. Hamburger Hafen und Logistik AG: HHLA spürt Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie deutlich

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DGAP-News: Hamburger Hafen und Logistik AG / Schlagwort(e):

Halbjahresergebnis

Hamburger Hafen und Logistik AG: HHLA spürt Auswirkungen der

Coronavirus-Pandemie deutlich

12.08.2020 / 07:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Hamburg, 12. August 2020

Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht Januar - Juni

HHLA spürt Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie deutlich

* Konzernumsatz sinkt um 9,4 Prozent, operatives Konzernergebnis (EBIT) um

51,5 Prozent

* Weiterhin starker Rückgang von Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr 2020

erwartet

* Liquidität trotz Pandemie-induzierter Belastungen ausreichend

* Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath: "HHLA erfüllt auch in der Krise

ihren Versorgungsauftrag für Deutschland und Europa."

Die im ersten Halbjahr in Folge der Coronavirus-Pandemie weltweit drastisch

gesunkenen wirtschaftlichen Aktivitäten und der daraus resultierende

Konjunktureinbruch haben sich auch spürbar auf die Geschäftsentwicklung der

Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ausgewirkt. Sowohl der Umsatz als

auch das Ergebnis waren stark rückläufig, was sich entsprechend auf die

Profitabilität auswirkte. Bedingt durch das schwache Handelsgeschehen

insbesondere im zweiten Quartal ging der Containerumschlag im ersten

Halbjahr stark und der Containertransport deutlich zurück. Auch das Segment

Immobilien konnte sich der Entwicklung trotz weitgehender Vollvermietung

nicht entziehen. In Summe führte dies zu einem Konzernumsatz von 628,4 Mio.

Euro (- 9,4 Prozent). Das Betriebs-ergebnis (EBIT) sank um 58,8 Mio. Euro (-

51,5 Prozent) auf 55,5 Mio. Euro. Die verfügbare Liquidität des Konzerns lag

zum Ende des ersten Halbjahrs 2020 bei 296,1 Mio. Euro (zum 30. Juni 2019:

260,1 Mio. Euro).

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: "Die zur Eindämmung der

Coronavirus-Pandemie im zweiten Quartal angeordneten Maßnahmen haben

Gesellschaft und Wirtschaft vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt.

Als systemrelevantes Unternehmen in der Logistikkette sind wir dennoch

jederzeit unserer Verantwortung gerecht geworden und haben verlässlich zur

Versorgung Deutschlands und Europas beigetragen. Durch verantwortungsvolle

Kostensenkungen und Investitionszurückhaltung haben wir versucht, die

starken Auswirkungen der Krise auf unsere Geschäftsentwicklung aufzufangen

und um vorbereitet zu sein, wenn sich die Lage wieder entspannt. Derzeit

gehen wir von einer graduellen Erholung in der zweiten Jahreshälfte aus.

Ungeachtet der anhaltenden Herausforderungen, die uns viel abverlangen,

arbeiten wir weiter an der Stärkung der Zukunftsfähigkeit der HHLA. So ist

das Unternehmen in den vergangenen Monaten noch einmal deutlich digitaler

geworden. Innovativ gehen wir in diesem Jahr auch bei der Auszahlung der

Dividende vor. Unseren Aktionären bieten wir an, anstelle der üblichen

Bardividende diese in A-Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Dies ist ein

weiterer Beitrag zur Sicherung der Liquidität, die trotz

Pandemie-induzierter Belastungen weiterhin ausreicht, um fälligen

Zahlungsverpflichtungen nachzukommen."

Teilkonzern Hafenlogistik: Geschäftsentwicklung Januar - Juni 2020

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik verzeichnete in den ersten

sechs Monaten einen deutlichen Umsatzrückgang um 9,3 Prozent auf 614,2 Mio.

Euro (im Vorjahr: 677,5 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) sank stark

um 53,5 Prozent auf 49,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 105,6 Mio. Euro). Die

EBIT-Marge ging um 7,6 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent zurück.

Im Segment Container ging die Umschlagmenge an den HHLA-Containerterminals

insgesamt um 11,3 Prozent auf 3.345 Tsd. Standardcontainer (TEU) zurück (im

Vorjahr: 3.770 Tsd. TEU). An den drei Hamburger Containerterminals lag das

Umschlagvolumen mit 3.058 Tsd. TEU um 12,0 Prozent unter dem Vergleichswert

des Vorjahres (im Vorjahr: 3.476 Tsd. TEU). Grund hierfür waren insbesondere

ausgefallene Schiffsabfahrten (Blank Sailings) als Folge der

Coronavirus-Pandemie. Die Ausfälle verursachten einen deutlichen Rückgang

der Ladungsmengen aus Fernost. Die Zubringerverkehre (Feeder) in den

Ostseeraum sind stark zurückgegangen und konnten durch Zuwächse im deutschen

und britischen Fahrtgebiet nicht kompensiert werden. Die internationalen

Containerterminals in Odessa und Tallinn verzeichneten einen leichten

Rückgang im Umschlagvolumen von 2,4 Prozent auf 286 Tsd. TEU (im Vorjahr:

293 Tsd. TEU). Die vor allem mit der Coronavirus-Pandemie verbundenen

Mengeneinbußen konnten durch die zusätzlichen Anläufe im ersten Quartal

nicht ausreichend ausgeglichen werden.

Die Umsatzerlöse verringerten sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem

Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent auf 363,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 401,7 Mio.

Euro). Dies lag im Wesentlichen an dem durch die Coronavirus-Pandemie

ausgelösten Mengenrückgang. Die Durchschnittserlöse je wasserseitig

umgeschlagenen Container legten um 1,9 Prozent gegenüber dem

Vorjahreszeitraum zu. Ursache hierfür waren ein vorteilhafter Modalsplit mit

einem hohen Anteil an Hinterlandmenge sowie ein temporärer Anstieg der

Lagergelder durch eine längere Verweildauer als Folge wetterbedingter

Verspätungen und pandemiebedingter Ausfälle von Schiffsabfahrten (Blank

Sailings). Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich mengenbedingt im

Vergleich zum Vorjahr um 35,0 Mio. Euro bzw. 48,7 Prozent auf 36,8 Mio. Euro

(im Vorjahr: 71,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge sank um 7,8 Prozentpunkte auf

10,1 Prozent.

Im Segment Intermodal verringerte sich der Containertransport um 8,2 Prozent

auf 718 Tsd. TEU (im Vorjahr: 782 Tsd. TEU). Dabei fiel der Rückgang bei den

Straßentransporten deutlich stärker aus als bei den Bahntransporten. Die

Bahntransporte gingen verglichen mit dem Vorjahr um 6,9 Prozent auf 568 Tsd.

TEU zurück (im Vorjahr: 610 Tsd. TEU). Während die Verkehre sowohl aus den

norddeutschen als auch aus adriatischen Seehäfen deutliche, auf einzelnen

Relationen auch starke Rückgänge verzeichneten, konnte ein starkes Wachstum

der kontinentalen Verkehre einen Teil des Rückgangs im maritimen Bereich

kompensieren. Bei den Straßentransporten setzte sich die rückläufige

Entwicklung der Vorquartale fort. Insbesondere aufgrund der schwachen

Entwicklung im Raum Hamburg ging die Transportmenge in einem anhaltend

schwierigen Marktumfeld im Vorjahresvergleich um 13,0 Prozent auf 149 Tsd.

TEU

(im Vorjahr: 172 Tsd. TEU) zurück.

Die Umsatzerlöse lagen mit 223,2 Mio. Euro um 8,5 Prozent deutlich unter dem

Vorjahreswert

(im Vorjahr: 244,1 Mio. Euro) und waren damit etwas stärker rückläufig als

die Transportmenge. Trotz eines leicht gestiegenen Bahnanteils am

Gesamtaufkommen der HHLA-Intermodaltransporte von 78,0 Prozent auf 79,2

Prozent verringerten sich die durchschnittlichen Umsatzerlöse je TEU

aufgrund eines überproportionalen Rückgangs der Ladungsströme mit längeren

Transportdistanzen. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging im Mitteilungszeitraum

um 32,0 Prozent auf 34,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 50,8 Mio. Euro) zurück.

Ursächlich für diesen starken Rückgang sind neben der rückläufigen Mengen-

und Umsatzentwicklung im Wesentlichen erhöhte Schwankungen im Aufkommen von

Import- und Exportladung und eine damit einhergehend verringerte Auslastung

der Zugsysteme.

Teilkonzern Hafenlogistik: Ausblick Gesamtjahr 2020

Die inzwischen weltweit grassierende Coronavirus-Pandemie hat in den meisten

betroffenen Ländern staatliche Organe und Behörden veranlasst, Maßnahmen zur

Eindämmung der Virusverbreitung in einem bisher nicht gekannten Ausmaß zu

verhängen.

Die Maßnahmen schränken vor allem die sozialen Kontakte zwischen den

Menschen ein, um so eine Ansteckung zu vermeiden. Sowohl auf nationaler

Ebene als auch im internationalen Verkehr führt dies zu einer Kontraktion

der wirtschaftlichen Tätigkeit, deren Tiefe und zeitliche Dauer sich nicht

verlässlich abschätzen lassen. Die Kontraktion erfasst durchgängig alle

Wirtschaftsbereiche und somit auch den für die HHLA wichtigen

internationalen Handel.

Eine Prognose ist unter den aktuellen Rahmenbedingen nicht verlässlich

möglich, es ist aber davon auszugehen, dass Umsatz und Betriebsergebnis

(EBIT) im Teilkonzern Hafenlogistik stark unter Vorjahr liegen werden.

Primäre Ursache hierfür sind mögliche mindestens temporär auch starke

Rückgänge von Containerumschlag und -transport.

Teilkonzern Immobilien: Geschäftsentwicklung Januar - Juni 2020 und Ausblick

Gesamtjahr 2020

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem

Fischmarktareal in Hamburg entwickelten sich zwar besser als der

Gesamtmarkt. Die Umsatzerlöse lagen zum Halbjahr 2020 jedoch trotz des hohen

Vermietungsstands mit 18,0 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (im

Vor-jahr: 19,9 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte vorrangig aus einer

durchgeführten Umsatzkorrektur aufgrund zu erwartender Mietausfälle als

Folge der Coronavirus-Pandemie. Das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT)

verfehlte daher im Wesentlichen aufgrund der erwarteten Mietausfälle mit 6,1

Mio. Euro den Vorjahreswert stark um 27,8 Prozent (im Vorjahr: 8,5 Mio.

Euro).

Beim Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns Immobilien wird ein deutlich

unter Vorjahr liegendes Ergebnis für möglich gehalten.

Wesentliche Kennzahlen: Januar - Juni 2020

HHLA-Konzern

in Mio. EUR 1-6 | 1-6 | Verände-

2020 2019 rung

Umsatzerlöse 628,4 693,7 - 9,4 %

EBITDA 140,1 192,9 - 27,4 %

EBITDA-Marge in % 22,3 27,8 - 5,5 PP

EBIT 55,5 114,3 - 51,5 %

EBIT-Marge in % 8,8 16,5 - 7,7 PP

Ergebnis nach Steuern 26,1 72,9 - 64,2 %

Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen 14,1 54,7 - 74,2 %

anderer Gesellschafter

ROCE in % 5,4 11,3 - 5,9 PP

30.06.2020 31.12.2019 Verän-

de-

rung

Eigenkapitalquote in % 22,4 22,2 0,2

PP

Anzahl der Beschäftigten 6.252 6.296 - 0,7

%

Teilkonzern Hafenlogistik 1, 2

in Mio. EUR 1-6 | 2020 1-6 | 2019 Verän-

de-

rung

Umsatzerlöse 614,2 677,5 - 9,3

%

EBITDA 130,4 180,7 -

27,8

%

EBITDA-Marge in % 21,2 26,7 - 5,5

PP

EBIT 49,1 105,6 -

53,5

%

EBIT-Marge in % 8,0 15,6 - 7,6

PP

Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen 10,7 49,8 -

anderer Gesellschafter 78,6

%

Ergebnis je Aktie in EUR ³ 0,15 0,71 -

78,6

%

1 Vor Konsolidierung zwischen den

Teilkonzernen 2 A-Aktien, börsennotiert 3

Unverwässert und verwässert

Segment Container

in Mio. EUR 1-6 | 2020 1-6 | 2019 Veränderung

Umsatzerlöse 363,4 401,7 - 9,6 %

EBITDA 84,2 120,5 - 30,1 %

EBITDA-Marge in % 23,2 30,0 - 6,8 PP

EBIT 36,8 71,8 - 48,7 %

EBIT-Marge in % 10,1 17,9 - 7,8 PP

Containerumschlag in Tsd. TEU 3.345 3.770 - 11,3 %

Segment Intermodal

in Mio. EUR 1-6 | 2020 1-6 | 2019 Veränderung

Umsatzerlöse 223,2 244,1 - 8,5 %

EBITDA 56,1 70,2 - 20,0 %

EBITDA-Marge in % 25,1 28,7 - 3,6 PP

EBIT 34,5 50,8 - 32,0 %

EBIT-Marge in % 15,5 20,8 - 5,3 PP

Containertransport in Tsd. TEU 718 782 - 8,2 %

Wesentliche Kennzahlen: April - Juni 2020

Segment Container

in Mio. EUR 4-6 | 2020 4-6 | 2019 Veränderung

Umsatzerlöse 167,8 200,9 - 16,5 %

EBITDA 34,4 58,6 - 41,3 %

EBITDA-Marge in % 20,5 29,2 - 8,7 PP

EBIT 11,0 34,0 - 67,6 %

EBIT-Marge in % 6,6 16,9 - 10,3 PP

Containerumschlag in Tsd. TEU 1.549 1.905 - 18,7 %

Segment Intermodal

in Mio. EUR 4-6 | 2020 4-6 | 2019 Veränderung

Umsatzerlöse 106,5 120,2 - 11,4 %

EBITDA 27,8 35,4 - 21,4 %

EBITDA-Marge in % 26,1 29,4 - 3,3 PP

EBIT 17,3 25,5 - 32,2 %

EBIT-Marge in % 16,2 21,2 - 5,0 PP

Containertransport in Tsd. TEU 340 384 - 11,5 %

Kontakt:

Stefanie Steiner

Leiterin Investor Relations

HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK AG

Bei St. Annen 1, D-20457 Hamburg, www.hhla.de

Tel: +49-40-3088-3397

Fax: +49-40-3088-55-3397

E-Mail: investor-relations@hhla.de

12.08.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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