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GREIFFENBERGER AG, DE0005897300

Greiffenberger AG: Vorläufige Zahlen 2020; Prognose 2021; Konzernfinanzierung; Amtsniederlegung des Aufsichtsratsvorsitzenden

12.04.2021 - 14:48:27

Greiffenberger AG: Vorläufige Zahlen 2020; Prognose 2021; Konzernfinanzierung; Amtsniederlegung des Aufsichtsratsvorsitzenden. Greiffenberger AG: Vorläufige Zahlen 2020; Prognose 2021; Konzernfinanzierung; Amtsniederlegung des Aufsichtsratsvorsitzenden

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DGAP-News: Greiffenberger AG / Schlagwort(e): Vorläufiges Ergebnis

Greiffenberger AG: Vorläufige Zahlen 2020; Prognose 2021;

Konzernfinanzierung; Amtsniederlegung des Aufsichtsratsvorsitzenden

12.04.2021 / 14:44

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Greiffenberger AG: Vorläufige Zahlen 2020; Prognose 2021;

Konzernfinanzierung; Amtsniederlegung des Aufsichtsratsvorsitzenden

- In 2020 im Konzern (IFRS) nach vorläufigen Zahlen coronabedingter

Umsatzrückgang auf 43,9 Mio. EUR (Vj. 49,1 Mio. EUR; -10,6 %) sowie Ergebnis vor

Zinsen und Steuern (EBIT) - einschließlich des einmaligen positiven

Sondereffekts aus dem Immobilienverkauf - von 17,2 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR)

- Für 2021 verbesserte, jedoch noch spürbar unter dem Niveau vor der

Corona-Pandemie liegende operative Entwicklung erwartet

- Bislang verfolgte Anschlussfinanzierung bei plangemäßem Geschäftsverlauf

nicht von existentieller Bedeutung

- Amtsniederlegung des Aufsichtsratsvorsitzenden Marco v. Maltzan

Augsburg, 12. April 2021 - Die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie

waren für den Greiffenberger-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020

weniger deutlich als zunächst angenommen. Die teils erheblichen

pandemiebedingten Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft und damit der

Geschäftstätigkeit der Greiffenberger AG (die "Gesellschaft") und ihrer

Konzernunternehmen werden allerdings auch im laufenden Jahr weiter anhalten.

Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2020

Der Greiffenberger-Konzern weist für das Geschäftsjahr 2020 nach vorläufigen

und vom Abschlussprüfer noch nicht abschließend geprüften Zahlen einen

Umsatz sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) jeweils im mittleren

Bereich der prognostizierten Bandbreiten aus. So reduzierten sich die

Umsatzerlöse von 49,1 Mio. EUR in 2019 auf 43,9 Mio. EUR im Jahr 2020. Für

diesen Umsatzrückgang um 10,6 % war ausschließlich die Corona-Pandemie

verantwortlich, die insbesondere den Absatz von Produkten für

konjunktursensible Branchen wie beispielsweise den Automobilbereich spürbar

negativ beeinträchtigte. Der Auftragseingang betrug im Jahr 2020 nach

vorläufigen Zahlen 45,2 Mio. EUR (Vj. 48,5 Mio. EUR;

-6,6 %), der Auftragsbestand zum Jahresende 2020 erhöhte sich mit 8,5 Mio. EUR

gegenüber dem Niveau zum Ende des Vorjahres (Vj. 7,6 Mio. EUR) spürbar um 12,0

%.

Ein wichtiger Meilenstein im Geschäftsjahr 2020 war der Verkauf der

Betriebsimmobilie der J.N. Eberle & Cie. GmbH ("Eberle") in Augsburg,

wodurch das bei dieser hundertprozentigen Tochtergesellschaft der

Greiffenberger AG bestehende Konsortialdarlehen vollständig zurückgeführt

und die finanzielle Stabilisierung des Greiffenberger-Konzerns gesichert

werden konnte. Aus diesem Verkauf resultierte ein positiver einmaliger

Sondereffekt vor Steuern. Einschließlich dessen wurde im Geschäftsjahr 2020

im Greiffenberger-Konzern nach vorläufigen Zahlen ein Ergebnis vor Zinsen

und Steuern (EBIT) von 17,2 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) erreicht. Ohne diesen

einmaligen Sondereffekt aus dem Verkauf der Betriebsimmobilie hätte das EBIT

in 2020 nach vorläufigen Zahlen aufgrund des coronabedingten Umsatzeinbruchs

-1,6 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) betragen.

Martin Döring, Alleinvorstand der Greiffenberger AG: "Das Geschäftsjahr 2020

war für den Greiffenberger-Konzern aufgrund der Corona-Pandemie ein sehr

herausforderndes Jahr, in dem wir Rückgänge beim Umsatz und, abseits des

einmaligen Sondereffekts aus dem Immobilienverkauf, beim operativen Ergebnis

verbuchen mussten. Mir ist aber wichtig herauszustellen, dass wir uns unter

Berücksichtigung der pandemiebedingten Einflüsse im operativen Geschäft

durchaus gut behaupten konnten. Dies gelang insbesondere durch die zügige

Anpassung von Wertschöpfung, Arbeitsabläufen und Prozessen, ist aber auch

wesentlich unseren guten, überwiegend sehr langjährigen Kundenbeziehungen

und einem entsprechend engen Austausch geschuldet. So konnten wir jederzeit

auch sehr kurzfristig auf Nachfrageänderungen reagieren und die Auswirkungen

der Corona-Pandemie teilweise auch durch unerwartete Mehrumsätze mit

einzelnen Kunden kompensieren."

Die vorläufigen Konzernkennzahlen (IFRS):

2020 (vorläufig) 2019

Mio. EUR Mio. EUR

Umsatzerlöse 43,9 49,1 -10,6 %

Auftragseingang 45,2 48,5 -6,6 %

Auftragsbestand (31.12.) 8,5 7,6 +12,0 %

EBITDA 19,1 2,8

EBITDA (bereinigt)* 0,4 2,8 -87,0 %

EBIT 17,2 0,8

EBIT (bereinigt)* -1,6 0,8 -

* Bereinigung: Durch Angabe vor jeglichen Sonder- und Einmaleffekten mit dem

Vorjahr vergleichbare Werte

Prognose für das Geschäftsjahr 2021

"Das Jahr 2021 wird den Greiffenberger-Konzern weiterhin vor große

Herausforderungen stellen. Die Corona-Pandemie ist noch nicht ausgestanden

und ihre weitere Entwicklung schwer abzuschätzen, ebenso ihre weiteren

Auswirkungen auf die Weltwirtschaft," so Martin Döring. Für das

Geschäftsjahr 2021 wird vor diesem Hintergrund eine im Vergleich zu 2020

zwar verbesserte, allerdings zugleich noch spürbar unter dem Niveau vor der

Corona-Pandemie liegende operative Entwicklung erwartet. So wird der Umsatz

im laufenden Jahr das Umsatzniveau 2019 (49,1 Mio. EUR) noch nicht wieder

erreichen, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen -1,2

Mio. EUR und +0,2 Mio. EUR (2019: +0,8 Mio. EUR) liegen soll.

Konzernfinanzierung

Eberle hat in den letzten Monaten mit den ehemaligen Konsortialbanken

abschlussreif eine Anschlussfinanzierung auf der Basis von

LfA-Bürgschaftszusagen verhandelt. Zur Umsetzung dieser Finanzierung sind

gemäß den Bürgschaftszusagen bestimmte Beiträge der Greiffenberger Holding

GmbH als Hauptaktionärin der Greiffenberger AG erforderlich. Die

Greiffenberger Holding GmbH hat zwischenzeitlich erklärt, dass sie diese

Beiträge nicht fristgerecht erbringen wird. Damit kann die angestrebte

Anschlussfinanzierung nicht mehr umgesetzt werden. Eberle hat mit

Unterstützung der Gesellschaft bereits Gespräche mit anderen

Kreditinstituten über eine mögliche Unternehmensfinanzierung ohne

LfA-Bürgschaftszusage aufgenommen.

Unabhängig davon ist nach der derzeitigen Mittelfristplanung bis 2023 die

Finanzierung des Greiffenberger-Konzerns auch ohne die bislang verfolgte

Anschlussfinanzierung gesichert. Ursächlich hierfür ist einerseits, dass

sich die Corona-Pandemie bislang weniger deutlich als zunächst angenommen

auf den Greiffenberger-Konzern ausgewirkt hat und dessen Finanzmittelbestand

vor diesem Hintergrund über den ursprünglichen Planungen liegt. Zum anderen

wird aufgrund der zwischenzeitlichen Entscheidung zur Bildung einer

sogenannten

§ 6b-Rücklage der Gewinn aus dem Immobilienverkauf im Planungszeitraum nicht

zu einer Steuerzahlung führen.

Martin Döring: "Wir finden das Nicht-Zustandekommen der uns verbindlich

zugesagten Anschlussfinanzierung ausgesprochen bedauerlich. Zwar reicht

unsere Liquidität planerisch auch ohne diese Anschlussfinanzierung bis Ende

2023 aus, allerdings bedeutet dies für die J.N. Eberle & Cie. GmbH trotzdem

eine deutliche Einschränkung von Flexibilität und Handlungsoptionen,

insbesondere hinsichtlich möglicher Umsatzausweitungen, die über unsere

Planungen deutlich hinausgehen würden, und die hierfür notwendigen

Investitionen." Die Gesellschaft wird verschiedene Ansätze zur

Sicherstellung einer alternativen Fremdfinanzierung unvermindert weiter

vorantreiben, um so neben der Vergrößerung der kurz- und mittelfristigen

Handlungsspielräume auch möglichst frühzeitig eine Grundlage für den

mittelfristig erforderlichen Umzug der J.N. Eberle & Cie. GmbH an einen

neuen Standort zu schaffen.

Amtsniederlegung des Aufsichtsratsvorsitzenden

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Marco Freiherr v. Maltzan, hat

heute erklärt, sein Amt als Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats mit

Wirkung zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung der

Gesellschaft, die voraussichtlich am 23. Juni 2021 stattfinden wird,

niederzulegen. Herr v. Maltzan gehörte dem Aufsichtsrat der Greiffenberger

AG mehr als zwölf Jahre an, ab August 2016 als Aufsichtsratsvorsitzender. Im

Rahmen seiner Tätigkeit war er von Oktober 2015 bis Oktober 2016 in den

Vorstand entsandt und hat in diesem Zeitraum die Restrukturierung der

Greiffenberger AG in die Wege geleitet und wesentliche Maßnahmen zur

Gesundung der Unternehmensgruppe initiiert und umgesetzt.

Herr v. Maltzan: "Mit der Veräußerung der Betriebsimmobilie und der

vollständigen Rückführung der ursprünglichen Konsortialfinanzierung konnte

ein weiterer wesentlicher Zwischenschritt in der Restrukturierung des

Greiffenberger-Konzerns erreicht und insbesondere dessen finanzielle

Stabilität gesichert werden, obwohl die in Abstimmung mit dem Hauptaktionär

verfolgte Anschlussfinanzierung letztendlich überraschend nicht zustande

gekommen ist. Es gilt jetzt und in den nächsten Jahren, u.a. das operative

Geschäft von Eberle auszuweiten, und die Verlagerung des Geschäftsbetriebes

auf einen anderen Betriebsstandort in Augsburg umzusetzen. Vor diesem

Hintergrund scheint es mir genau der richtige Zeitpunkt, nach zwölf Jahren

einen Wechsel im Aufsichtsrat herbeizuführen."

Martin Döring: "Im Namen der Greiffenberger AG und ihrer Konzernunternehmen

möchte ich mich bereits an dieser Stelle bei Herrn v. Maltzan ganz herzlich

für dessen langjährige und stets engagierte Tätigkeit als Vorstand,

Aufsichtsratsmitglied und als Aufsichtsratsvorsitzender für unser

Unternehmen bedanken."

Über die Wahl eines Nachfolgers für Herrn v. Maltzan in den Aufsichtsrat der

Greiffenberger AG soll die nächste ordentliche Hauptversammlung beschließen.

Kontakt für Rückfragen:

Greiffenberger AG

Martin Döring

Vorstand

Eberlestraße 28

86157 Augsburg

Tel.: 0821/5212-261

Fax: 0821/5212-275

E-Mail: [1]martin.doering@greiffenberger.de

1. mailto:martin.doering@greiffenberger.de

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