GERRESHEIMER AG, DE000A0LD6E6

Gerresheimer zurück auf Wachstumskurs und Weichen für die Zukunft

14.02.2019 - 07:33:25

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Düsseldorf -

- Währungsbereinigte Umsatzerlöse wachsen im Geschäftsjahr 2018 um

4,3% auf EUR 1.406,7 Mio.

- Adjusted EBITDA bei konstanten Wechselkursen bei EUR 307,5 Mio.,

ohne Berücksichtigung des Geschäftsbereiches Advanced

Technologies und weiterer Sondereffekte und trotz deutlich

negativer Energiekosten und Kosten für Kunststoffgranulate

- Starkes bereinigtes Konzernergebnis nach nicht beherrschenden

Anteilen von EUR 178,0 Mio. (Vorjahr: EUR 127,5 Mio.)

- Sensile Medical im Juli 2018 erworben, erfolgreich integriert,

neuen Geschäftsbereich Advanced Technologies gegründet

- Erneute Erhöhung der vorgeschlagenen Dividende auf EUR 1,15 je

Aktie (Vorjahr: EUR 1,10)

- Mittelfristige Indikation: 4 bis 7% durchschnittliches

währungsbereinigtes Umsatzwachstum angepeilt

Die Gerresheimer AG hat das Geschäftsjahr 2018 (1. Dezember 2017

bis 30. November 2018) mit gutem Wachstum abgeschlossen. "2018 war

ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Wir haben unsere Ziele erreicht.

Gerresheimer hat ein exzellentes Fundament für zukünftiges

profitables Wachstum. Neben dem Wachstum im Kerngeschäft der

pharmazeutischen Primärverpackungen, Drug-Delivery-Devices und

Kosmetikverpackungen werden wir weitere Wachstumsdynamik mittel- und

langfristig entwickeln. Dabei hilft unsere gute Innovations-Pipeline

und der neue Geschäftsbereich Advanced Technologies", kommentierte

Dietmar Siemssen, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG.

Gerresheimer hat im Geschäftsjahr 2018 insbesondere durch das gute

vierte Quartal die währungsbereinigten Umsatzerlöse von EUR 1.348,3

Mio. um 4,3 Prozent auf EUR 1.406,7 Mio. steigern können. Die

berichteten Umsatzerlöse, also inklusive Währungseffekte und

Akquisitionen, sind im Geschäftsjahr 2018 um 1,4 Prozent auf EUR

1.367,7 Mio. gestiegen. Organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte

und Akquisitionen bzw. Desinvestitionen, sind die Umsatzerlöse um 3,4

Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

2018 hat sich das Geschäft mit Injektionsfläschchen, Ampullen und

Karpulen in Amerika deutlich erholt. Auch das Behälterglasgeschäft

hat sich gut entwickelt, insbesondere die Kosmetikglasprodukte waren

sehr gefragt. Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige

Medikamente in den USA verkauften sich 2018 gut, ebenso die

pharmazeutischen Kunststoffverpackungen in Indien und Südamerika. In

Europa schlossen pharmazeutische Kunststoffprodukte leicht über

Vorjahr ab. Das Spritzengeschäft lag leicht über Vorjahresniveau. Nur

geringes Wachstum verzeichneten die medizinischen Kunststoffprodukte,

da Gerresheimer einen Auftrag für einen Inhalator in Europa verloren

hat. In der Konsequenz hatte das Unternehmen entschieden, das davon

betroffene Werk in Küssnacht in der Schweiz zu schließen und weitere

Umorganisationen in diesem Bereich vorzunehmen. Positiv verlief die

Inhalatorenproduktion in den USA, auf dessen Basis Gerresheimer einen

Folgeauftrag für sein Werk im tschechischen Horsovsky Tyn gewonnen

hat.

Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA lag im Gesamtjahr 2018 bei

EUR 308,0 Mio., nach EUR 310,8 Mio. im Vorjahr. Hierin sind drei

Sondereffekte im Vergleich zum Vorjahr zu berücksichtigen. Erstens

wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Aufwand von EUR 1,4 Mio. aufgrund der

negativen Effekte aus der Netzentgeltbefreiung für stromintensive

Unternehmen erfasst. Zweitens wurde aufgrund der finalen Fair

Value-Bewertung der Put-Option auf den Erwerb der verbleibenden 25

Prozent der Anteile an Triveni ein Aufwand von EUR 1,1 Mio. nach

einem Ertrag von EUR 3,6 Mio. im Vorjahr erfasst. Drittens beträgt

das währungsbereinigte Adjusted EBITDA des neuen Geschäftsbereiches

Advanced Technologies EUR 3,0 Mio. für das Geschäftsjahr 2018. Ohne

diese drei Sondereffekte läge das währungsbereinigte Adjusted EBITDA

bei EUR 307,5 Mio. und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Das

berichtete Adjusted EBITDA im aktuellen Geschäftsjahr beträgt EUR

298,6 Mio. und die Adjusted EBITDA-Marge lag somit bei 21,8 Prozent.

Das Konzernergebnis lag 2018 mit EUR 131,1 Mio. deutlich über dem

Wert des Vorjahres von EUR 103,1 Mio. Das bereinigte Konzernergebnis

nach nicht beherrschenden Anteilen betrug EUR 178,0 Mio. nach EUR

127,5 Mio. im Vorjahr. Diese Verbesserungen sind auch auf die

positiven Effekte aus der US-Steuerreform zurückzuführen.

Im Juli 2018 hat Gerresheimer das Schweizer Technologieunternehmen

Sensile Medical erworben. Sensile Medical ist ein führendes

Unternehmen im Bereich der Mikropumpentechnologie. Gerresheimer hat

Sensile Medical in den neu gebildeten Geschäftsbereich Advanced

Technologies eingebracht. In diesem Geschäftsbereich geht es um die

Entwicklung und Produktion von intelligenten Systemen zur

Verabreichung von Arzneimitteln.

Die Nettofinanzschulden sind zum 30. November 2018 aufgrund des

Erwerbs der Sensile Medical angestiegen und betrugen EUR 886,4 Mio.

nach EUR 712,7 Mio. zum Vorjahresstichtag. Der Adjusted EBITDA

Leverage (Nettofinanzschulden im Verhältnis zum Adjusted EBITDA)

wuchs temporär auf 3,1x. Die wichtige langfristige Kennziffer, das

Gerresheimer Return on Capital Employed (Gx ROCE), ist im

Geschäftsjahr 2018, insbesondere bedingt durch die Akquisition der

Sensile Medical, kurzfristig negativ beeinflusst worden und lag bei

10,7 Prozent bei einem Vorjahreswert von 12,9 Prozent.

Das Unternehmen hat 2018 mit Investitionen von EUR 114,7 Mio. die

Weichen für weitere Produktivitätssteigerungen und Wachstum gestellt.

Schwerpunkte der Investitionen im Geschäftsbereich Plastics and

Devices waren der Ausbau der Inhalatorenproduktion in den USA und in

der Tschechischen Republik, der Ausbau des Produktportfolios und

weiterer Produktionskapazitäten. Im Geschäftsbereich Primary

Packaging Glass wurde im Wesentlichen in geplante Ofenreparaturen in

den USA und Deutschland investiert, in Modernisierung und

Automatisierung der Produktionsanlagen und Erweiterung der

Veredelungskapazitäten im deutschen Kosmetikglaswerk in Tettau.

"Wir haben einen sehr guten Plan für 2019, auf dem wir aufbauend

weitere Wachstumsdynamik mittel- und langfristig entwickeln wollen.

Gleichzeitig werden wir das Unternehmen weiter in Richtung Exzellenz

entwickeln, den Kundenfokus schärfen und die Mitarbeiter stärken.

Zusätzlich zu dem starken Basisgeschäft werden wir neue Felder und

Projekte identifizieren und so Gerresheimer mit nachhaltigem,

profitablem Wachstum noch erfolgreicher machen", ergänzte Dietmar

Siemssen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2019 geht Gerresheimer von folgenden

Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen. Für

den US-Dollar, der mit einem Anteil von rund 30 Prozent an den

Umsatzerlösen in 2019 den größten Währungseinfluss auf die

Konzernwährung haben dürfte, wurde eine Wechselkursannahme von rund

USD 1,15 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

- Im Geschäftsjahr 2019 sollen die Umsatzerlöse in einer

Band-breite von rund EUR 1,4 Mrd. bis EUR 1,45 Mrd. liegen.

- Im Geschäftsjahr 2019 rechnet Gerresheimer mit einem Adjusted

EBITDA von rund EUR 295 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 5

Mio.).

- Zusätzlich ergibt sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres

2019 ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von rund EUR 90

Mio. aufgrund der Ausbuchung von bedingten

Kaufpreisbestandteilen aus dem Erwerb der Sensile Medical. Dies

resultiert aus der Mitteilung eines Kunden nach dem

Abschlussstichtag, dass er ein Projekt mit der Sensile Medical

nicht fortführen wird. Gegen dieses Risiko hatte sich

Gerresheimer durch die Vereinbarung einer bedingten

Kaufpreisschuld wirtschaftlich abgesichert.

- Die Investitionen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen werden 2019

bei rund 12 % liegen.

Mittelfristige Indikationen:

- Für die Jahre 2020 bis 2022 soll das durchschnittliche jährliche

währungsbereinigte Umsatzwachstum bei vier bis sieben Prozent

liegen.

- Für das Jahr 2020 wird eine Adjusted EBITDA Marge von 21 Prozent

angestrebt, für die Jahre 2021 und 2022 von 23 Prozent.

- Wie 2019 wird auch 2020 das Investitionsvolumen bei rund 12

Prozent des Umsatzes liegen, ab 2021 wieder bei rund 8 Prozent.

Generell gelten weiterhin die langfristigen Zielvorgaben: Der Gx

ROCE soll bei rund 15 Prozent liegen und der Verschuldungsgrad soll

2,5x betragen.

Den vollständigen Geschäftsbericht finden Sie unter:

www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte

OTS: Gerresheimer AG

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/9072

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Pressekontakt:

Jens Kürten

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Phone +49 211 6181-250

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j.kuerten@gerresheimer.com

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