Gerresheimer AG, XS0626028566

Gerresheimer AG: Gerresheimer steigert Ergebnis je Aktie im ersten Quartal aufgrund US-Steuerreform

12.04.2018 - 07:35:43

Gerresheimer AG: Gerresheimer steigert Ergebnis je Aktie im ersten Quartal aufgrund US-Steuerreform. Gerresheimer AG: Gerresheimer steigert Ergebnis je Aktie im ersten Quartal aufgrund US-Steuerreform

US-Steuerreform

Düsseldorf -

- Währungsbereinigter Umsatz mit EUR 299,2 Mio. im ersten Quartal

2018 erwartungsgemäß stabil gegenüber Vorjahr, organisches

Wachstum 0,4 %

- Währungsbereinigtes Adjusted EBITDA bei EUR 54,9 Mio., damit wie

geplant unter Vorjahreswert von EUR 59,0 Mio.

- Wegen Entwicklung des US-Dollars währungsbedingte Verringerung

des Umsatzes von 4,1 % auf EUR 290,4 Mio. sowie des Adjusted

EBITDA auf EUR 52,6 Mio.

- Bereinigtes Ergebnis je Aktie steigt auf EUR 1,85 nach EUR 0,60

im Vorjahresquartal, maßgeblich durch Auswirkungen der

US-Steuerreform

- Bestätigung des Ausblicks für 2018

- Kaufoption zum Erwerb der verbleibenden 25 % der Anteile an der

Triveni Polymer Private Ltd. am 9. April 2018 ausgeübt

Die Gerresheimer AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018

(1. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018) wie geplant beim

währungsbereinigten Umsatz stabil gegen-über Vorjahr und beim

währungsbereinigten Adjusted EBITDA unter Vorjahreswert

abgeschlossen. "Das erste Quartal ist erwartungsgemäß verlaufen.

Besonders hervorheben möchte ich den Sprung beim bereinigten Ergebnis

je Aktie, der im Wesentlichen durch die Auswirkungen der

US-Steuerreform einmalig in diesem Quartal entsteht. Davon werden

auch unsere Aktionäre bei der Dividende im nächsten Jahr profitieren.

Und um unsere regionale Expansion weiter voranzutreiben, haben wir

entschieden, unser indisches Tochterunternehmen für pharmazeutische

Kunststoffverpackungen komplett zu übernehmen und die verbleibenden

25 Prozent zu kaufen", kommentiert Rainer Beaujean, Sprecher des

Vorstands und Finanzvorstand.

Im ersten Quartal 2018 konnte der Gerresheimer Konzern den

währungsbereinigten Umsatz von EUR 298,0 Mio. im Vorjahresquartal auf

EUR 299,2 Mio. steigern. Damit ist der Umsatz organisch, d.h.

bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen sowie

Desinvestitionen, um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal

angestiegen. Die Umsätze mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen

waren im Quartal wie geplant rückläufig. Der Verkauf von

medizinischen Kunststoffsystemen entwickelte sich gut. Gerade das

Inhalatorprojekt in Nordamerika entwickelt sich gut und konnte die

geringere Nachfrage mit anderen medizinischen Kunststoffsystemen mit

einigen Kunden, bei denen wir Alleinlieferant sind, überkompensieren.

Die Umsätze mit pharmazeutischen Kunststoffverpackungen in Brasilien

und Indien zogen deutlich an. Unter anderem aufgrund der stark

ausgeprägten Grippesaison war auch die Nachfrage nach

Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den

USA recht hoch. Die Umsätze mit Primärverpackungen aus Glas waren in

Nordamerika hingegen weiterhin rückläufig. Die relativ hohe

Zurückhaltung einiger Pharma-Großkunden hält dort weiter an und

verbessert sich nur langsam. Die gute Umsatzentwicklung mit

Primärverpackungen aus Glas in allen anderen Regionen konnte dies

allerdings vollständig kompensieren, insbesondere getragen durch gute

Umsätze mit Kosmetikglas in Europa und mit Pharmaglas in China. Im

Wesentlichen bedingt durch die Entwicklung des USD-Kurses ist der

berichtete Umsatz im gleichen Zeitraum von EUR 302,8 Mio. auf EUR

290,4 Mio. gesunken.

Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA ist wie geplant von EUR

59,0 Mio. im Vorjahresquartal auf EUR 54,9 Mio. im ersten Quartal

2018 gesunken. Hierbei hat sich die Umsatzentwicklung im Engineering-

und Werkzeuggeschäft geringfügig negativ auf das Adjusted EBITDA

ausgewirkt. Des Weiteren haben höhere Kosten für Plastikgranulate,

die Gerresheimer nur mit Zeitverzögerung von einigen Monaten an seine

Kunden weitergeben kann, das Adjusted EBITDA negativ beeinflusst. Im

Geschäft mit Primärverpackungen aus Glas waren geringere Umsätze in

der Region Nordamerika mit einer damit einhergehenden geringeren

Auslastung der installierten Kapazitäten eine wesentliche Ursache für

ein geringeres Adjusted EBITDA. Ferner wurde, wie auch im

Vorjahresquartal, eine geplante Ofenreparatur durchgeführt. Das

Adjusted EBITDA inklusive Währungseffekten betrug EUR 52,6 Mio. nach

EUR 59,9 Mio. im ersten Quartal 2017. Die Adjusted EBITDA-Marge

beträgt somit 18,1 Prozent und liegt damit ebenfalls unter dem Niveau

des Vorjahresquartals von 19,8 Prozent.

Das bereinigte Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen

betrug EUR 58,1 Mio. und erhöhte sich damit um EUR 39,4 Mio.

gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 18,7 Mio. im Wesentlichen durch

Effekte aus der US-Steuerreform. Als Konsequenz ergibt sich damit das

bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen von

EUR 1,85 im ersten Quartal 2018 bei einem Vorjahreswert von EUR 0,60.

Die Nettofinanzschulden sind zum 28. Februar 2018 um EUR 14,2 Mio.

auf EUR 726,9 Mio. leicht gestiegen. Der Adjusted EBITDA Leverage,

berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA

der letzten zwölf Monate lag bei dem 2,4-fachen und damit unter der

mittelfristigen Zielvorgabe des 2,5-fachen.

Die Investitionen betrugen im 1. Quartal 2018 EUR 10,8 Mio. nach

EUR 15,1 Mio. im Vorjahresquartal. Ein größerer Teil der

Investitionen entfiel auf den Ausbau der Inhalatorproduktion in den

USA und den Ausbau des Produktportfolios. Außerdem wurde in eine

geplante Ofen-reparatur investiert.

Am 9. April 2018 hat Gerresheimer die Kaufoption (Call-Option) auf

den Erwerb der verbleibenden 25 % der Anteile an der Triveni Polymers

Private Ltd., Neu-Delhi (Indien) ausgeübt. Der Kaufpreis für diesen

Anteil wird voraussichtlich im niedrigen zweistelligen EUR

Millionenbereich liegen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018 geht Gerresheimer weiterhin von

folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten

Wechselkursen. Die Berechnung erfolgt dabei auf Basis der

Ist-Durchschnittskurse des Geschäftsjahres 2017. Dabei hat das

Unternehmen für den US-Dollar, der mit einem Umsatzanteil von rund

einem Drittel an den geplanten Konzernumsatzerlösen für das

Geschäftsjahr 2018 bzw. ca. 40 % des Adjusted EBITDA den größten

Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine

Wechselkursannahme von rund USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Weiterhin gilt hierbei, dass eine Steigerung bzw. eine Verringerung

des US-Dollars im Verhältnis zum Euro von rund 1 Cent ca. EUR 4 Mio.

Umsatzerlös- bzw. EUR 1 Mio. Adjusted EBITDA-Einfluss hat.

Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der

Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar

keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des

Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu

Translationseffekten.

- Für den Umsatz erwartet Gerresheimer eine Bandbreite, deren

unteres Ende der Ist-Wert des Geschäftsjahres 2017 bildet. Am

oberen Ende erwartet das Unternehmen einen währungsbereinigten

Umsatz von bis zu rund EUR 1,4 Mrd.

- Für das währungsbereinigte Adjusted EBITDA rechnet Gerresheimer

mit einer Bandbreite von EUR 305 Mio. bis EUR 315 Mio.

- Investitionen werden 2018 in Höhe von rund 8 Prozent des

Umsatzes zu konstanten Wechselkursen getätigt werden.

- Langfristig strebt das Unternehmen ein Gx ROCE von rund 15

Prozent an.

Den vollständigen Quartalsbericht finden Sie unter:

www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte

OTS: Gerresheimer AG

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Jens Kürten

Group Senior Director Communication & Marketing

Phone +49 211 6181-250

Fax +49 211 6181-241

j.kuerten@gerresheimer.com

- Querverweis: Die vollständige Pressemitteilung mit Zahlen liegt

in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist unter

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