FRAPORT AG, DE0005773303

Fraport-Konzern-Zwischenbericht für die ersten neun Monate 2021:

09.11.2021 - 07:05:28

Fraport AG / Fraport-Konzern-Zwischenbericht für die ersten neun Monate ...

Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert

Frankfurt - Anziehender Passagierverkehr sorgt für starkes Umsatzplus /

Sondereffekte erhöhen operatives Ergebnis deutlich / Ausblick angehoben

Der Flughafenbetreiber Fraport hat Umsatz und Ergebnis sowohl im dritten Quartal

als auch im Neunmonatszeitraum deutlich gesteigert. Dabei profitierte das

Unternehmen von einer guten operativen Entwicklung und mehreren Sondereffekten.

Auch der Ausblick auf den Winter stimmt optimistisch. Daher hat Fraport die

Prognose für den Umsatz und die Ergebniskennzahlen für das laufende Jahr leicht

angehoben. Die Verkehrsentwicklung in Frankfurt wird am oberen Ende der

Bandbreite von unter 20 bis 25 Millionen Passagieren gesehen.

"Nach massiven Verlusten im vergangenen Jahr und einer stark angestiegenen

Verschuldung hellt sich die Lage inzwischen auf. Der Sommerreiseverkehr lief

vergleichsweise gut. Die Kompensationen für die durch die COVID19-Pandemie

entstandenen Verluste an verschiedenen Standorten verbessern unser Ergebnis

zusätzlich", erklärt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

"Wir gehen davon aus, dass sich nun auch die Interkontinentalverkehre sukzessive

erholen werden - gestützt durch die Öffnung in Richtung USA. Deshalb sind wir

für den Winter etwas optimistischer als noch vor wenigen Monaten. Trotzdem

bleibt es ein langer Weg, bis wir beim Passagieraufkommen wieder das

Vorkrisenniveau erreichen und unsere Verschuldung deutlich reduzieren können."

Drittes Quartal: Starker Anstieg von Umsatz und Ergebnis

Dank einer deutlichen Erholung der touristischen Verkehre während der

Sommerreisezeit legte der Umsatz im dritten Quartal um 79,5 Prozent auf 633,8

Millionen Euro zu (Q3 2020: 353,1 Millionen Euro; jeweils bereinigt um

Auftragserlöse aus Bau- und Ausbauleistungen an den internationalen

Beteiligungsflughäfen gemäß IFRIC 12). Das EBITDA erhöhte sich auf 288,6

Millionen Euro (Q3 2020: minus 250,3 Millionen Euro). Allerdings gab es mehrere

Sondereffekte: Im Vorjahreszeitraum hatten Rückstellungen für Personalmaßnahmen

in Höhe von 279,5 Millionen Euro das Ergebnis belastet. Im dritten Quartal des

laufenden Jahres hat Fraport hingegen rund 30 Millionen Euro an sonstigen

Erträgen aufgrund von Kompensationen an den Beteiligungen in den USA, Slowenien

und Griechenland verbucht. Bereinigt um diese Effekte verbleibt dennoch ein

starker Anstieg des EBITDA von 29,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf

258,6 Millionen Euro im dritten Quartal 2021 (plus 785,6 Prozent). Das

Konzern-Ergebnis lag inklusive vorgenannter Sondereffekte bei 102,6 Millionen

Euro (Q3 2020: minus 305,8 Millionen Euro).

Erste neun Monate 2021: Solide operative Entwicklung gestützt von positiven

Sondereffekten

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres stieg der Konzern-Umsatz um 18,3

Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro (ohne Berücksichtigung von Effekten aus

IFRIC 12). Neben dem Passagierplus in den Beteiligungen des Konzerns außerhalb

von Frankfurt wirkte sich auch die im ersten Quartal erfolgte Einigung mit der

Bundespolizei über verrechnete Luftsicherheitsleistungen der vergangenen Jahre

mit 57,8 Millionen Euro positiv auf den Umsatz aus. Hinzu kamen auf der

Einnahmenseite weitere Sondereffekte: Der vom Bund und dem Land Hessen

gleichermaßen gewährte Ausgleich für die im Lockdown entstandenen Vorhaltekosten

am Flughafen Frankfurt sowie Kompensationen für die Beteiligungen in

Griechenland, den USA und Slowenien erhöhten die sonstigen betrieblichen Erträge

um insgesamt 275,1 Millionen Euro. Zusammen mit dem Sondereffekt auf den Umsatz

aufgrund der Einigung mit der Bundespolizei sind das 332,9 Millionen Euro an

Sondereffekten, die sich positiv auf das operative Ergebnis (EBITDA) ausgewirkt

haben.

Entsprechend lag das EBITDA mit 623,9 Millionen Euro wieder deutlich im

positiven Bereich (9M 2020: minus 227,7 Millionen Euro). Bereinigt man den

Vorjahreswert um den damaligen negativen Sondereffekt für die

personalwirtschaftlichen Maßnahmen und den Wert im Berichtszeitraum um die

genannten positiven Sondereffekte, dann verbleibt ein Plus von

239,2 Millionen Euro auf 291,0 Millionen Euro (9M 2020: 51,8 Millionen Euro auf

bereinigter Basis).

Einschließlich der Sondereffekte entwickelte sich das Konzern-EBIT ebenfalls

deutlich positiv und lag bei 292,2 Millionen Euro (9M 2020: minus 571,0

Millionen Euro). Das EBT belief sich auf 152,6 Millionen Euro (9M 2020: - 716,9

Millionen Euro). Das Konzern-Ergebnis betrug 118,0 Millionen Euro (9M 2020:

minus 537,2 Millionen Euro).

Passagierverkehr erholt sich deutlich

Kumuliert über die ersten neun Monate des Jahres lag das Fluggastaufkommen am

Flughafen Frankfurt bei rund 15,8 Millionen Passagieren. Dies entsprach einem

Minus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020, da sich die

COVID-19-Pandemie im Vorjahr erst ab Mitte März stark negativ auswirkte.

Gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 lag der Rückgang bei 70,8 Prozent. Im

Verlauf des Berichtszeitraums erholte sich das Passagieraufkommen aber deutlich

und lag zwischen Juni und September bei rund 45 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Diese positive Entwicklung hat sich nach vorläufigen Zahlen auch im Oktober

fortgesetzt mit einem Plus von 218 Prozent auf 3,4 Millionen Passagiere

gegenüber dem Vorjahreszeitraum (rund 53 Prozent des Niveaus von Oktober 2019).

Grund für die anhaltende Erholung waren weiterhin vor allem touristische

Verkehre während der Herbstferien.

Das Cargo-Volumen legte in den ersten neun Monaten um 24,3 Prozent auf 1,7

Millionen Tonnen zu (plus 8,6 Prozent im Vergleich zu den ersten neun Monaten

2019).

Auch im internationalen Portfolio erholten sich die Passagierzahlen im

Berichtszeitraum deutlich gegenüber den ersten neun Monaten 2020. Im Vergleich

zum Vorkrisenniveau verzeichneten alle Beteiligungen hingegen weiterhin

Rückgänge. Stark touristisch geprägte Destinationen wie die griechischen

Flughäfen sowie Antalya in der Türkei erreichten aber immerhin wieder mehr als

50 Prozent des Vorkrisenniveaus. Während der Urlaubssaison im Sommer erreichten

sie sogar knapp 80 Prozent des jeweiligen Passagieraufkommens aus 2019

beziehungsweise nach vorläufigen Zahlen im Oktober mehr als 90 Prozent des

Vorkrisenniveaus.

Ausblick

Aufgrund des Ausgleichs für die entstandenen Vorhaltekosten am Flughafen

Frankfurt in Höhe von 159,8 Millionen Euro hatte Fraport die Ergebnisprognose

bereits zum Halbjahr nach oben angepasst. Angesichts der positiven

Verkehrsentwicklung geht der Vorstand nun davon aus, dass sich die

Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt im Gesamtjahr im oberen Bereich der

bisher prognostizierten Bandbreite von unter 20 bis 25 Millionen Passagieren

bewegen werden.

Entsprechend der Entwicklung der ersten neun Monate und des optimistischen

Ausblicks auf das vierte Quartal wird die mit dem Halbjahresbericht gegebene

Prognose leicht nach oben angepasst: Den Umsatz erwartet Fraport nun bei leicht

über zwei Milliarden Euro (bisher: rund zwei Milliarden Euro). Für das EBITDA

wird eine Spanne von rund 650 bis leicht über 700 Millionen Euro prognostiziert

(bisher: rund 460 bis 610 Millionen Euro). Das EBIT wird bei rund 200 bis leicht

über 250 Millionen Euro erwartet (bisher: positiver Bereich). Das

Konzern-Ergebnis sollte im positiven

Bereich liegen (bisher: leicht negativ bis leicht positiv). Der Vorstand wird

unverändert vorschlagen, für das laufende Geschäftsjahr keine Dividende

auszuschütten.

Die mittelfristigen Verkehrserwartungen bleiben unverändert. Fraport geht

weiterhin davon aus, das Vorkrisenniveau beim Passagierverkehr in Frankfurt bis

zum Jahr 2026 zu erreichen, frühestens 2025. Bei den internationalen

Beteiligungen wird das jeweilige Vorkrisenniveau schneller erreicht werden,

durchschnittlich im Jahr 2023.

Weitere Informationen über die Fraport AG finden Sie hier

(https://www.fraport.com/de/konzern/ueber-uns.html) .

Pressekontakt:

Fraport AG

Unternehmenskommunikation

Torben Beckmann

Media Relations

mailto:t.beckmann@fraport.de

Telefon +49 69 690-70553

60547 Frankfurt am Main

http://www.fraport.de 

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