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EVN AG, AT0000741053

EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2020 / 21

26.08.2021 - 07:34:27

EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2020/21. EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2020/21

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DGAP-News: EVN AG / Schlagwort(e): Zwischenbericht/Quartalsergebnis

EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres

2020/21

26.08.2021 / 07:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Highlights

* Positiver Geschäftsverlauf führt zu Verbesserung in Umsatz, EBIT und

Konzernergebnis

* Witterungsbedingter höherer Energiebedarf in Österreich, Bulgarien und

Nordmazedonien

* Erwerb bestehender Windparks (Gesamtleistung 18,5 MW) in

Markersdorf-Haindorf, Hürm und Haunoldstein in Niederösterreich führt zu

Anstieg der installierten Windkraftkapazität auf rund 400 MW

* Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung bei rund 60 %

* Inbetriebnahme des ersten Leitungsabschnitts der 60 km langen,

überregionale Trinkwassertransportleitung von Krems nach Zwettl bis Ende

des Jahres 2021 geplant

* Neun Projekte im internationalen Projektgeschäft in den Bereichen

Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische

Klärschlammverwertung in Planung und Errichtung

Kennzahlen

* Umsatz: +12,0 % auf 1.788,5 Mio. Euro

* EBIT: +2,6 % auf 291,9 Mio. Euro

* Konzernergebnis: +6,6 % auf 224,6 Mio. Euro

* Nettoverschuldung: 770,9 Mio. Euro (30. September 2020: 1.037,7 Mio.

Euro)

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie

Dank des integrierten Geschäftsmodells und der breiten Kundendiversifikation

der EVN hatte die Covid-19-Pandemie bisher nur punktuelle Auswirkungen auf

die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Nationale Lockdowns,

Reisebeschränkungen und Beeinträchtigungen internationaler Lieferketten

beeinflussen jedoch die Projektarbeit im internationalen

Umweltdienstleistungsgeschäft.

Energiewirtschaftliches Umfeld

In den ersten drei Quartalen 2020/21 lagen in allen drei Kernmärkten der EVN

niedrigere Temperaturen als in der Vergleichsperiode des Vorjahres und im

langjährigen Durchschnitt vor. Die Marktpreise für Grund- und

Spitzenlaststrom, Erdgas und CO2-Emissionszertifikate verzeichneten im

Berichtszeitraum allesamt deutliche Preisanstiege.

Umsatz, EBIT und Konzernergebnis über Vorjahreswert

Die Umsatzerlöse der EVN beliefen sich in den ersten drei Quartalen des

Geschäftsjahres 2020/21 auf 1.788,5 Mio. Euro und verzeichneten damit einen

Anstieg um 12,0 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Zurückzuführen war dies vor allem auf das internationale Projektgeschäft und

hier auf das im Sommer 2020 gestartete Abwasserprojekt in Kuwait. Zuwächse

ergaben sich zudem im Vertrieb in Bulgarien sowie im Netzbetrieb - neben der

kühleren Witterung in allen drei Kernmärkten wirkten sich hier die per 1.

Jänner 2021 von der E-Control in Österreich festgelegten höheren

Netznutzungsentgelte positiv aus. Gegenläufig dazu wirkten geringere

Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften für die Stromerzeugung sowie

geringere Umsatzerlöse aus dem Erdgashandel.

Der bei den sonstigen betrieblichen Erträgen verzeichnete Anstieg auf 199,2

Mio. Euro (Vorjahr: 68,1 Mio. Euro) ist primär durch die Effekte aus der

Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts verursacht. Der Aufwand für

Fremdstrombezug und Energieträger nahm aufgrund der Dotierung zusätzlicher

Rückstellungen für belastende Verträge sowie gestiegener

Energiebeschaffungskosten in Südosteuropa zu. Gegenläufig dazu wirkte der

Rückgang im Erdgashandel - korrespondierend zum Umsatz - hier

aufwandsmindernd.

Getrieben durch die Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft stiegen

die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand um 82,8 % auf 359,3

Mio. Euro an. Mit 271,5 Mio. Euro lag der Personalaufwand im

Berichtszeitraum um 4,6 % über dem Vorjahresniveau. Neben

kollektivvertraglichen Anpassungen beruhte dies u. a. auf der Aufnahme

zusätzlicher Mitarbeiter für das Abwasserprojekt in Kuwait. Der

durchschnittliche Personalstand der EVN betrug im Berichtszeitraum 7.133

Mitarbeiter (Vorjahr: 6.999 Mitarbeiter).

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem

Charakter verbesserte sich auf 155,1 Mio. Euro (Vorjahr: 98,5 Mio. Euro),

wesentlich getrieben von einer operativen Ergebnisverbesserung sowie

Veränderungen von Bewertungseffekten aus Absicherungsgeschäften bei der EVN

KG. Ebenfalls positiv wirkte sich dank der wieder gesunkenen

Länderrisikoprämie eine bereits im zweiten Quartal 2020/21 vorgenommene

Wertaufholung von 9,6 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta aus. Im Vorjahr

war hier angesichts des Anstiegs der Länderrisikoprämie durch die

Covid-19-Pandemie eine Wertminderung von 4,9 Mio. Euro erforderlich

geworden. Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN im

Berichtszeitraum mit 655,1 Mio. Euro um 27,5 % über dem Vorjahreswert.

Die planmäßigen Abschreibungen stiegen investitionsbedingt sowie infolge der

Abschreibung von aktivierten Projektvorlaufkosten für das Projekt in Kuwait

um 17,2 % auf 251,5 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit der Übernahme des

zusätzlichen Strombezugsrechts waren zudem Wertminderungen auf ein

thermisches Kraftwerk im Ausmaß von 113,1 Mio. Euro erforderlich. Dem stand

eine Wertaufholung von 1,5 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien

aufgrund der wieder gesunkenen Länderrisikoprämie entgegen. Im

Vergleichszeitraum hatten die mit dem Einsetzen der Covid-19-Pandemie

gestiegenen Länderrisikoprämien zu Wertminderungen von 14,5 Mio. Euro

geführt. Per Saldo erzielte die EVN damit ein um 2,6 % höheres EBIT von

291,9 Mio. Euro.

Im Berichtszeitraum verbesserte sich - u. a. dank der besseren Performance

des R138-Fonds und der mit 0,75 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,69 Euro je Aktie)

höheren Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2020 - das

Finanzergebnis auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: -6,7 Mio. Euro).

In Summe ergab sich daraus im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor

Ertragsteuern von 294,8 Mio. Euro, das um 6,1 % über dem Vorjahreswert lag.

Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 46,8 Mio. Euro (Vorjahr:

43,4 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief

sich das Konzernergebnis auf 224,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr

entspricht dies einem Anstieg um 6,6 %.

Solide Bilanzstruktur

Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die eine gute

Grundlage für die Umsetzung des umfassenden Investitionsprogramms in den

Bereichen Versorgungssicherheit, CO2-freie Energiezukunft und

Trinkwasserversorgung der nächsten Jahre bildet. Die Nettoverschuldung

reduzierte sich zum 30. Juni 2021 auf rd. 770,9 Mio. Euro.

Energie. Wasser. Leben. - Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft

Energiegeschäft

Die Stromerzeugung der EVN lag in den ersten drei Quartalen 2020/21 mit

2.914 GWh, wovon 1.744 GWh (Vorjahr: 1.720 GWh) auf die erneuerbare

Erzeugung entfielen, um 1,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der

Anteil der erneuerbaren Erzeugung lag im Berichtszeitraum bei 59,9 %

(Vorjahr: 59,7 %). Das Windaufkommen lag in den ersten drei Quartalen

2020/21 deutlich unter dem Vorjahresniveau und dem langjährigen Mittelwert.

Das Wasserdargebot war jedoch überdurchschnittlich gut. Die Stromerzeugung

in den Wärmekraftwerken lag mit 1.170 GWh um 0,9 % leicht über dem

Vergleichswert des Vorjahres.

Mit dem Erwerb der drei bestehenden Windparks in den Marktgemeinden

Markersdorf-Haindorf, Hürm und Haunoldstein in Niederösterreich mit einer

Gesamtleistung von 18,5 MW steigt die installierte Leistung der EVN im

Bereich Windkraft auf 394 MW. Ziel ist es, diese Leistung mittelfristig auf

500 MW auszubauen. Als weitere Maßnahme zur Reduktion der spezifischen

CO2-Emissionen

verhandelt die EVN mit dem Projektpartner STEAG und den finanzierenden

Banken über den vorzeitigen Ausstieg aus dem Kraftwerksprojekt Walsum 10;

vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmungen wird ein Abschluss im

laufenden Geschäftsjahr ohne Ergebnisbelastung angestrebt.

Umwelt- und Wassergeschäft

Die Verbesserung der Versorgungssicherheit und -qualität der

Trinkwasserversorgung in Niederösterreich bildet einen

Investitionsschwerpunkt der EVN. Der Bau der fünften Naturfilteranlage in

Petronell-Carnuntum, sowie der Ausbau der überregionalen

Versorgungsleitungen sind aktuell die wichtigsten Projekte. In der

Berichtsperiode befanden sich die Bauarbeiten für den ersten rd. 20 km

langen Leistungsabschnitt der insgesamt 60 km langen, überregionalen

Trinkwassertransportleitung von Krems nach Zwettl in der Endphase, die

Inbetriebnahme der Leitung soll bis Ende des Jahres 2021 erfolgen.

Im internationalen Projektgeschäft arbeitete die WTE Wassertechnik an der

Planung und Errichtung von neun Projekten im Bereich der Abwasserentsorgung,

Trinkwasseraufbereitung und thermischen Klärschlammverwertung in

Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Bahrain und Kuwait sowie an drei

weiteren Klärschlammverwertungsprojekten in Deutschland (Halle-Lochau,

Hannover und Straubing) im Rahmen des Joint-Venture sludge2energy.

Investitionsprogramm für die nächsten Jahre

Für die nächsten Jahre plant die EVN ein umfassendes Investitionsprogramm

mit jährlichen Investitionen von bis zu 450 Mio. Euro, von denen rund drei

Viertel auf Niederösterreich entfallen werden. Umfangreiche

Netzinvestitionen sichern die Versorgungssicherheit, eine CO2-freie

Energiezukunft sowie das Wachstum im Segment Netze. Auch die erneuerbare

Erzeugung in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biomasse sowie die

Trinkwasserversorgung bilden Investitionsschwerpunkte für die EVN.

Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2020/21

Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher

Rahmenbedingungen erwartet die EVN für das Geschäftsjahr 2020/21 ein

Konzernergebnis in einer Bandbreite von etwa 200 bis 230 Mio. Euro. Der

weitere Verlauf der Coronakrise und daraus folgende gesamtwirtschaftliche

Auswirkungen könnten einzelne Geschäftsbereiche der EVN und damit die

Ergebnisentwicklung des Konzerns jedoch negativ beeinflussen.

Den Aktionärsbrief über die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2020/21

finden Sie unter www.investor.evn.at.

26.08.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

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Medienarchiv unter http://www.dgap.de

Sprache: Deutsch

Unternehmen: EVN AG

EVN Platz

2344 Maria Enzersdorf

Österreich

Telefon: +43-2236-200-12294

E-Mail: info@evn.at

Internet: www.evn.at

ISIN: AT0000741053

WKN: 074105

Indizes: ATX

Börsen: Auslandsbörse(n) Wiener Börse (Amtlicher Handel)

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1228821 26.08.2021

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