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EVN AG, AT0000741053

EVN AG: Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2019 / 20

16.12.2020 - 07:33:28

EVN AG: Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2019/20. EVN AG: Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2019/20

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DGAP-News: EVN AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis

16.12.2020 / 07:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Highlights

* Konzernergebnis rund 200 Mio. Euro

* Punktuelle Beeinträchtigungen durch Coronakrise

* Anstieg des Anteils der erneuerbaren Stromerzeugung auf 59,5 % (Vorjahr:

41,4 %)

* Weitere Investitionen in Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung,

Fernwärme und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich

* Baubeginn für eine überregionale 60 km lange

Trinkwasser-Versorgungsleitung von Krems nach Zwettl

* Akquisition von drei Projekten zur thermischen Klärschlammverwertung in

Deutschland

* Dividendenvorschlag: 0,49 Euro je Aktie

Kennzahlen

* Umsatz: -4,4 % auf 2.107,5 Mio. Euro

* EBITDA: -6,5 % auf 590,4 Mio. Euro

* EBIT: -32,3 % auf 273,1 Mio. Euro

* Konzernergebnis: -33,9 % auf 199,8 Mio. Euro

* Nettoverschuldung: 1.037,7 Mio. Euro (30. September 2019: 999,5 Mio.

Euro)

Energiewirtschaftliches Umfeld

Das Geschäftsjahr 2019/20 war in allen drei Kernmärkten der EVN von deutlich

wärmeren Temperaturen geprägt als das Vorjahr. Volle Erdgasspeicher und ein

- unter anderem auch durch Covid-19 bedingter - Nachfragerückgang führte zu

einer Reduktion der Spotmarktpreise für Erdgas. In den Großhandelspreisen

für Strom wirkte sich Covid-19 nur im kurzfristigen Bereich aus. Auf dem

Terminmarkt ist eine Rückkehr der Strompreise auf Vor-Corona-Niveau zu

erkennen. Der Marktpreis für CO2-Emissionszertifikate entwickelte sich im

Jahresverlauf volatil, lag im Durchschnitt aber leicht über dem

Vorjahreswert.

Auswirkungen der Coronakrise

Als Betreiber kritischer Infrastruktur war die EVN auf das Pandemieereignis

gut vorbereitet und konnte sich bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen auf

die seit 2009 bestehende Konzernanweisung "Pandemievorsorge EVN" stützen.

Dank des integrierten Geschäftsmodells und der breiten Kundendiversifikation

hat die Coronakrise das operative Ergebnis der EVN im Geschäftsjahr 2019/20

nur punktuell beeinträchtigt. Vereinzelte Verzögerungen bei Bauvorhaben bzw.

Investitionen infolge des Lockdowns im Frühjahr 2020 sollen im Geschäftsjahr

2020/21 aufgeholt werden.

Konzernergebnis durch Entfall positiver Einmaleffekte unter Vorjahresniveau

Die Umsatzerlöse der EVN lagen mit 2.107,5 Mio. Euro um 4,4 % unter dem

Vorjahresniveau. Wesentliche Treiber für diese Entwicklung waren der

deutliche Rückgang in der thermischen Erzeugung sowie Umsatzrückgänge im

Netzbereich und im Erdgashandel. Positiv entwickelten sich hingegen die

Energieerlöse in Bulgarien und der Umsatz im internationalen

Projektgeschäft.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger reduzierte sich im

Einklang mit den Umsatzerlösen um 17,9 % auf 888,3 Mio. Euro. Hauptfaktoren

dafür waren der durch die geringere thermische Erzeugung rückläufige

Primärenergieeinsatz, ein Rückgang der Großhandelspreise sowie niedrigere

Strombezugsmengen.

Die Abwicklung von Aufträgen im internationalen Projektgeschäft führte bei

den Fremdleistungen und dem sonstigen Materialaufwand zu einem Anstieg von

13,1 % auf 316,9 Mio. Euro. Ebenso nahm der Personalaufwand aufgrund

kollektivvertraglicher Anpassungen sowie der Aufnahme zusätzlicher

Mitarbeiter für einen Großauftrag der WTE Wassertechnik in Kuwait um 3,1 %

auf 349,3 Mio. Euro zu.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem

Charakter lag mit 94,1 Mio. Euro um 27,8 % unter dem Vorjahreswert und war

von gegenläufigen Entwicklungen geprägt: Negative Effekte aus

Werthaltigkeitsprüfungen, insbesondere bei der Verbund Innkraftwerke GmbH,

wurden durch die Normalisierung des Ergebnisbeitrages der EVN KG sowie

positive Einmaleffekte bei RAG und Energie Burgenland teilweise

ausgeglichen.

Auf Basis dieser Entwicklungen verbuchte die EVN für das Geschäftsjahr

2019/20 insgesamt ein EBITDA von 590,4 Mio. Euro (Vorjahr: 631,7 Mio. Euro).

Die planmäßigen Abschreibungen verzeichneten im Berichtszeitraum einen

Anstieg, hervorgerufen durch höhere Investitionen, die mit der erstmaligen

Anwendung von IFRS 16 verbundene Aktivierung von Nutzungsrechten sowie

gestiegene Buchwerte von Sachanlagen nach Wertaufholungen per 30. September

2019. Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen beliefen sich - nach einem

positiven Effekt von 41,6 Mio. Euro im Vorjahr - per 30. September 2020 auf

-20,6 Mio. Euro und betrafen vor allem das von der EVN anteilig gehaltene

Kraftwerk Walsum 10.

In Summe erzielte die EVN damit im Berichtszeitraum ein EBIT von 273,1 Mio.

Euro (Vorjahr: 403,5 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum um 47,3 % auf -15,8

Mio. Euro, im Wesentlichen getrieben durch die höhere Verbund-Dividende. Per

Saldo belief sich das Konzernergebnis auf 199,8 Mio. Euro und lag damit um

33,9 % unter dem durch unbare Einmaleffekte beeinflussten Vorjahreswert.

Solide Bilanzstruktur

Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die eine gute

Grundlage für die Umsetzung ihrer Investitionsschwerpunkte in

Niederösterreich in den nächsten Jahren bildet. Die Nettoverschuldung bewegt

sich auf einem Niveau von etwa 1 Mrd. Euro.

Energie. Wasser. Leben. - Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft

Energiegeschäft

Im Vergleich zur Vorperiode war das Energiegeschäft der EVN im Geschäftsjahr

2019/20 von ungünstigen Erzeugungs- und Marktpreisbedingungen geprägt. Die

Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie verzeichnete etwa einen Rückgang um

2,8 % auf 2.250 GWh. Hier konnte ein leichter Anstieg im Bereich Windkraft -

er beruhte auf zusätzlichen Anlagen mit einer Kapazität von insgesamt 49 MW,

die 2019/20 erstmals ganzjährig in Betrieb standen - die geringere

Stromproduktion aus Wasserkraft nicht zur Gänze ausgleichen. Per 30.

September 2020 verfügte die EVN über eine installierte Windkraftkapazität

von 367 MW. Zwei Windkraftanlagen in Kettlasbrunn mit einer Leistung von

rund 8 MW befinden sich derzeit in Bau und sollen bis Ende 2020 in Betrieb

gehen. Insgesamt möchte die EVN ihre Windkraftkapazitäten bei entsprechenden

Rahmenbedingungen bis Ende 2023 auf rund 500 MW erhöhen.

Die Stromerzeugung der EVN aus Wärmekraftwerken reduzierte sich im

Geschäftsjahr 2019/20 um 53,2 % auf 1.535 GWh. Im Vergleichszeitraum war

hier noch die Stromproduktion des Kraftwerks Dürnrohr enthalten gewesen, die

mit Anfang August 2019 vorzeitig beendet wurde. Das Gaskraftwerk Theiß wurde

im Berichtszeitraum in geringerem Maß zur Netzstabilisierung abgerufen als

im Jahr zuvor. Im Berichtszeitraum standen aus den thermischen

Kraftwerkskapazitäten 430 MW als Reservekapazität für den österreichischen

Übertragungsnetzbetreiber unter Vertrag. Für den Energiestandort Dürnrohr

befinden sich derzeit eine thermische Klärschlammverwertungsanlage und eine

großflächige Photovoltaik-Anlage in Planung.

Umwelt- und Wassergeschäft

Im Bereich der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich konnte die EVN

trotz der Coronakrise weitere wichtige Projekte vorantreiben. Der Baubeginn

für eine neue Versorgungsleitung zwischen Krems und Zwettl mit einer Länge

von 60 km ist eine wichtige Maßnahme sowohl zur Steigerung der

Versorgungskapazität im Waldviertel als auch zum Ausbau der überregionalen

Trinkwassernetze insgesamt. Die fünfte Naturfilteranlage der EVN zur

natürlichen Reduktion der Wasserhärte wird derzeit in Petronell-Carnuntum

errichtet und soll im Frühjahr 2022 in Betrieb gehen. In Summe wird die EVN

bis 2030 rund 165 Mio. Euro in die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich

investieren.

Im internationalen Projektgeschäft waren mit Ende Juli 2020 alle

Voraussetzungen für den Start des Abwasseraufbereitungsprojekts Umm Al

Hayman in Kuwait erfüllt. Die für dieses Geschäftsfeld verantwortliche

Tochtergesellschaft WTE Wassertechnik wird hier als Generalunternehmer die

Planung und den Bau einer Kläranlage sowie - gemeinsam mit Partnern - eines

Kanalnetzes mit Pumpstation verantworten.

Zum Stichtag 30. September 2020 arbeitete die WTE Wassertechnik an der

Planung und Errichtung von insgesamt zwölf Projekten in Deutschland, Polen,

Litauen, Rumänien, Kroatien, Bahrain und Kuwait. Darin sind drei neue

Projekte im Bereich der thermischen Klärschlammverwertung in Deutschland

enthalten. Die nachhaltige Klärschlammbewirtschaftung eröffnet im

internationalen Projektgeschäft ein attraktives neues Geschäftsfeld, in dem

die langjährige Kompetenz des EVN Konzerns in der Abwasserentsorgung sowie

in der thermischen Abfallverwertung einen wichtigen strategischen Vorteil

bietet.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2020/21

Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher

Rahmenbedingungen erwartet die EVN für das Geschäftsjahr 2020/21 ein

Konzernergebnis in einer Bandbreite von etwa 200 bis 230 Mio. Euro. Der

weitere Verlauf der Coronakrise und daraus folgende gesamtwirtschaftliche

Auswirkungen könnten einzelne Geschäftsbereiche der EVN und damit die

Ergebnisentwicklung des Konzerns jedoch negativ beeinflussen. Mit den

Investitionsschwerpunkten in den regulierten und stabilen Geschäftsfeldern

Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasserversorgung sollen

die solide Geschäftsbasis gesichert und weiteres Wachstum gemäß unserer

Strategie ermöglicht werden. Die jährlichen Investitionen sollen in den

nächsten Jahren - nach Maßgabe der jeweils möglichen Projektabwicklung - im

Durchschnitt Niveaus von rund 450 Mio. Euro erreichen.

Den Ganzheitsbericht über das Geschäftsjahr 2019/20 finden Sie unter

www.investor.evn.at.

16.12.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

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Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,

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Medienarchiv unter http://www.dgap.de

Sprache: Deutsch

Unternehmen: EVN AG

EVN Platz

2344 Maria Enzersdorf

Österreich

Telefon: +43-2236-200-12294

E-Mail: info@evn.at

Internet: www.evn.at

ISIN: AT0000741053

WKN: 074105

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Börsen: Auslandsbörse(n) Wiener Börse (Amtlicher Handel)

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1155328 16.12.2020

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