HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG, DE0008402215

E+S Rück rechnet nach Unwetterkatastrophen in Deutschland mit steigenden Rückversicherungspreisen

18.10.2021 - 07:34:27

E+S Rück rechnet nach Unwetterkatastrophen in Deutschland mit steigenden Rückversicherungspreisen. E+S Rück rechnet nach Unwetterkatastrophen in Deutschland mit steigenden Rückversicherungspreisen

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E+S Rück rechnet nach Unwetterkatastrophen in Deutschland mit steigenden

Rückversicherungspreisen

18.10.2021 / 07:30

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Unternehmensmeldung

E+S Rück rechnet nach Unwetterkatastrophen in Deutschland mit steigenden

Rückversicherungspreisen

* Häufung von Großschäden aus Naturgefahren und Pandemie sowie

Ergebnisbelastungen durch Niedrigzinsen und Inflation erfordern höhere

Preise in der Erst- und Rückversicherung

* Anhaltend hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Schutz durch

finanzstarke Rückversicherer

* Fokus auf langfristige Kunden-Partnerschaften und umfassende

Angebotspalette

Hannover, 18. Oktober 2021: Die E+S Rückversicherung AG, die für das

Deutschlandgeschäft zuständige Tochter der Hannover Rück, rechnet nach den

verheerenden Hochwasserschäden im Sommer im deutschen Markt mit teilweise

deutlich steigenden Preisen und verbesserten Konditionen in der

Schaden-Rückversicherung.

"Das Jahr 2021 wird nach den schrecklichen Unwetterkatastrophen im Juni und

Juli eines der schadenträchtigsten Jahre im deutschen Markt werden", sagte

Dr. Michael Pickel, Vorstandsvorsitzender der E+S Rück. "Unser Mitgefühl

gilt allen, die von den verheerenden Fluten betroffen waren und sind. Wir

als Rückversicherer sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden

unseren Teil zur Bewältigung der Schäden leisten. Wir gehen davon aus, dass

viele Versicherer nach den jüngsten Schäden ihren Rückversicherungsschutz

weiter ausbauen werden. Nachdem bereits das Vorjahr von hohen Belastungen

aus der Covid-19-Pandemie geprägt war, erfordern die jüngsten

Unwetterschäden, die Niedrigzinsen sowie die Preisanstiege im Baugewerbe

eine spürbare Erhöhung der Rückversicherungspreise."

Die durch das Tiefdruckgebiet "Bernd" verursachte Flutkatastrophe hat allein

in Deutschland zu versicherten Marktschäden von deutlich mehr als 8 Mrd. EUR

geführt. Hinzu kommen weitere Hagel- und Starkregenereignisse, sodass für

das Jahr 2021 mit dem größten jemals verzeichneten versicherten Schäden

durch Naturkatastrophen in Deutschland zu rechnen ist.

Insgesamt geht die E+S Rück in Deutschland vor dem Hintergrund der starken

Schadenbelastungen von spürbaren Preis- und Konditionsanpassungen in der

Sachsparte insbesondere bei Naturkatastrophendeckungen aus. Zudem zieht die

Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Rückversicherungsschutz weiter an.

In der Kraftfahrtversicherung werden sich die Schadenfrequenzen im Laufe des

Jahres 2022 wieder dem vor der Pandemie erreichten Niveau annähern.

Gleichzeitig setzt sich die starke Verteuerung der Ersatzteil- und

Reparaturkosten fort und hat in den vergangenen Monaten sogar noch an

Dynamik gewonnen. Unter Berücksichtigung der regional teilweise

signifikanten Hagel- und Flutschäden ist mit einer deutlichen Eintrübung der

Ergebnisse der Branche im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Im Ergebnis

sehen wir keinen Spielraum für Preissenkungen im Originalmarkt und im

Rückversicherungsmarkt.

Im Bereich Telematik sehen wir weiterhin ein deutliches Wachstum bei der

Anzahl der Policen, das sich allerdings bisher auf wenige Marktteilnehmer

beschränkt. Das generelle Interesse in der Branche wächst langsam, aber

stetig. Die E+S Rück bietet ihren Kunden mit der Telematiklösung es|Tmatik

eine modular konfigurierbare Tarifierungsgrundlage an, die unter anderem um

ein verfeinertes Tarifmodel erweitert wurde und derzeit von zahlreichen

Zedenten getestet wird.

Naturkatastrophendeckungen in Deutschland werden nach den historischen

Flutschäden im Sommer deutliche Preiserhöhungen verzeichnen. Das Jahr 2021

war nach Jahren mit vergleichsweise geringer Schadenbelastung aus

Naturgefahren eines der schadenträchtigsten überhaupt. Zudem konnten

Verluste und potenzielle Verluste für Programme im Zusammenhang mit Covid-19

bei der vorherigen Erneuerung oft nur geringfügig eingepreist werden, da das

Ausmaß der Pandemieschäden und die Frage der Deckung unter den

Rückversicherungsverträgen noch nicht abschließend geklärt waren. Für einige

Kundenbeziehungen haben sich die Belastungen aus der Pandemie weiter erhöht,

sodass in diesen Fällen für die Erneuerungen im Jahr 2022 weitere

Anpassungen der Rückversicherungsverträge notwendig sind.

Auch im Industrie- und Gewerbegeschäft haben die Großschäden gegenüber dem

Vorjahr zugenommen, was nicht nur auf den Anstieg an Schäden aus

Naturkatastrophen zurückzuführen ist, sondern auch auf von Menschen

verursachte Schäden. Zudem ist gerade im Feuerindustriegeschäft eine hohe

Schadenfrequenz festzustellen. Damit hält der Sanierungsdruck unverändert

an. Mit Blick auf die Absicherung von Cyber-Risiken führen die

fortschreitende Digitalisierung und vermehrte Hackerangriffe zu einem

gestiegenen Risikobewusstsein und zu Anpassungen von Konditionen.

Klarstellungsbedarf besteht hinsichtlich des Umgangs mit Silent

Cyber-Risiken sowie mit Kumulszenarien, die nur begrenzt versicherbar sind.

Die E+S Rück erachtet im Rückversicherungsmarkt für Gewerbe- und

Industrierisiken in Summe höhere Preise als notwendig, insbesondere bei

schadenbelasteten Programmen. Auch bei den Konditionen sind, sofern nicht

bereits geschehen, Anpassungen im Bereich Pandemie und Cyber erforderlich.

Während Anpassungen bei Preisen und Konditionen in vielen Sparten

unumgänglich sind, legt die E+S Rück unverändert großen Wert auf eine enge,

partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihren Kunden.

"So wie wir auch während der Pandemie eng an der Seite unserer Kunden und

deren Versicherten gestanden haben, tun wir dies auch nach den

zerstörerischen Hochwasserkatastrophen im Sommer", sagte Dr. Michael Pickel.

"Wir werden auch in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen

erarbeiten, die unsere gesamte Geschäftsbeziehung würdigen, ob mit

traditioneller Rückversicherung, mit maßgeschneiderten Lösungen oder der

Entwicklung innovativer Deckungskonzepte. Ich blicke daher zuversichtlich

auf die laufende Erneuerung."

Die Hannover Rück ist mit einem Bruttoprämienvolumen von mehr als 24 Mrd.

EUR der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der

Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit mehr als 3.000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet

1966, umfasst der Hannover Rück-Konzern heute mehr als 170

Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das

Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben.

Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl

Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt:

Standard & Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior".

Bitte beachten Sie den Haftungshinweis unter:

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