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Axel Springer hebt Jahresprognose für bereinigtes Ergebnis je Aktie an

07.11.2018 - 07:39:23

Axel Springer SE / Axel Springer hebt Jahresprognose für bereinigtes ...

Berlin - Starkes Digitalportfolio treibt Umsatz- und

Ergebniswachstum / Bereinigtes EBITDA übertrifft Vorjahreswert um

14,4 Prozent / Umsatz steigt um 4,7 Prozent / Digitale Medien wachsen

organisch um 9,1 Prozent / Konzernerwartungen für 2018 bestätigt

Nach einem starken ersten Halbjahr erzielte Axel Springer auch im

dritten Quartal 2018 kräftige Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Das

Unternehmen profitierte dabei von der anhaltend dynamischen

Entwicklung der digitalen Geschäftsaktivitäten. Ihr Beitrag zum

bereinigten Konzern-EBITDA stieg in den ersten neun Monaten auf 81,2

Prozent (Vj.: 77,1 Prozent). Die digitalen Aktivitäten wuchsen

organisch um 9,1 Prozent und standen damit unter Berücksichtigung des

seit Jahresbeginn angewandten Rechnungslegungsstandards zur

Umsatzrealisierung (IFRS 15) für 69,2 Prozent des Konzernumsatzes

sowie für 85,3 Prozent der Werbeerlöse. Insgesamt stieg der

Konzernumsatz im Berichtszeitraum auf EUR 2.326,0 Mio. und übertraf

damit den Vorjahreswert um 4,7 Prozent (Vj.: EUR 2.222,0 Mio.).

Konsolidierungs- und währungsbereinigt nahmen die Konzernumsatzerlöse

um 3,6 Prozent zu.

Axel Springer steigerte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis

vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in den ersten neun

Monaten deutlich um 14,4 Prozent auf EUR 541,4 Mio. (Vj.: EUR 473,4

Mio.). Organisch, d.h. bereinigt um Konsolidierungs- und

Währungseffekte sowie Effekte aus der neuen Leasingbilanzierung gemäß

IFRS 16, übertraf es den Vorjahreswert um 6,7 Prozent. Mit einer

bereinigten EBITDA-Rendite von 23,3 Prozent (Vj.: 21,3 Prozent)

verbesserte Axel Springer seine Ertragskraft auf hohem Niveau.

Umsatz- und ergebnisseitig trugen vor allem die Classifieds Media

(Rubrikenangebote) zur starken Geschäftsentwicklung in den ersten

neun Monaten bei.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE:

"In den vergangenen Monaten haben wir strategisch und operativ unsere

Ziele erreicht. Wir investieren in Marken, Produkte und Technologie,

treiben das internationale Wachstum voran und bleiben dabei

hochprofitabel."

Auf Basis der Neunmonatsergebnisse hebt der Vorstand seine

Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie an: Für das Gesamtjahr

2018 ist nun von einem Anstieg im mittleren einstelligen

Prozentbereich auszugehen; bisher wurde mit einem Anstieg im

niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Der

organische Anstieg ist nun im hohen einstelligen Prozentbereich zu

erwarten, zuvor war er im mittleren bis hohen einstelligen

Prozentbereich prognostiziert. Daneben bleibt Axel Springers

Gesamtjahresprognose für die Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA

im Konzern unverändert. So wird weiterhin ein Anstieg der

Umsatzerlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich

erwartet, der auch organisch erreicht werden soll. Das bereinigte

EBITDA soll unverändert im niedrigen zweistelligen Prozentbereich

steigen und organisch im mittleren bis hohen einstelligen

Prozentbereich zunehmen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Konzerns erhöhte sich in

den ersten neun Monaten um 3,9 Prozent auf 16.367 (Vj.: 15.745).

Konzernüberschuss und Ergebnis je Aktie mit deutlichem Plus

In den ersten neun Monaten legte der Konzernüberschuss deutlich um

51,4 Prozent auf EUR 247,4 Mio. zu (Vj.: EUR 163,4 Mio.). Hierzu

trugen auch Sondereffekte bei, die fast ausschließlich auf die

Veräußerung von Anteilen an der aufeminin-Gruppe sowie auf die

Übertragung des Berliner Axel-Springer-Hochhauses an den Axel

Springer Pensionstreuhandverein zurückgingen. Das Ergebnis je Aktie

erhöhte sich von EUR 1,29 im Vorjahr auf EUR 2,11. Um Sondereffekte

und Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen bereinigt wuchs der

Konzernüberschuss um 5,0 Prozent auf EUR 256,7 Mio. (Vj.: EUR 244,4

Mio.). Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg ebenfalls um 5,0

Prozent auf EUR 2,08 (Vj.: EUR 1,98). Organisch belief sich der

Zuwachs auf 6,7 Prozent.

Frei verfügbarer Cashflow wächst kontinuierlich

Axel Springer steigerte den frei verfügbaren Cashflow (ohne

Berücksichtigung von Effekten aus Immobilientransaktionen an den

Unternehmensstandorten) in den ersten neun Monaten um 4,4 Prozent auf

EUR 280,3 Mio. (Vj.: EUR 268,5 Mio.). Die Nettoverschuldung belief

sich zum 30. September 2018 auf EUR 1.317,4 Mio. (31. Dezember 2017:

EUR 1.020,2 Mio.). Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren höhere

Leasingverbindlichkeiten für die Anmietung der Axel-Springer-Passage

und des Axel-Springer-Hochhauses aufgrund der erstmaligen Anwendung

der neuen Leasingbilanzierung gemäß IFRS 16. Von den im Mai 2018 auf

EUR 1.500 Mio. erhöhten langfristigen Kreditlinien (31. Dezember

2017: EUR 1.200 Mio.) waren zum 30. September 2018 EUR 347,5 Mio. in

Anspruch genommen. Die Eigenkapitalquote summierte sich zum Ende des

dritten Quartals auf 45,8 Prozent nach 43,5 Prozent im Vorjahr.

Classifieds Media erneut stärkstes operatives Segment

Das Segment Classifieds Media erzielte in den ersten neun Monaten

einen kräftigen Umsatzanstieg von 19,4 Prozent auf EUR 890,2 Mio.

(Vj.: EUR 745,3 Mio.). Hierzu trugen neben einer operativen

Verbesserung insbesondere bei den Jobportalen auch

Konsolidierungseffekte vor allem aufgrund der Einbeziehung der

französischen Logic-Immo im Immobilienbereich und Universum bei den

Jobportalen bei. Organisch legte der Segmentumsatz um 10,8 Prozent

zu. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich ebenfalls deutlich um 15,0

Prozent auf EUR 353,5 Mio. (Vj.: EUR 307,6 Mio.). Organisch wuchs es

um 8,0 Prozent. Mit einer bereinigten EBITDA-Rendite von 39,7 Prozent

(Vj.: 41,3 Prozent) blieb das Segment Classifieds Media trotz

Investitionen in Marken, Produkte und Technologie, die vor allem im

ersten Halbjahr anfielen, hochprofitabel.

Im Segment News Media konnten die Umsatzerlöse in den ersten neun

Monaten mit EUR 1.089,6 Mio. annähernd auf Vorjahresniveau (EUR

1.095,3 Mio.) gehalten werden. Deutliche Zuwächse verzeichneten das

Segment im internationalen Geschäft. Vor allem BUSINESS INSIDER

entwickelte sich weiterhin dynamisch und trug maßgeblich zu einem

kräftigen organischen Anstieg (23,9 Prozent) des bereinigten

Segment-EBITDA im internationalen Bereich bei. Insgesamt entsprach

das bereinigte EBITDA im Segment mit EUR 165,1 Mio. dem

Vorjahreswert. Organisch lag es um 8,8 Prozent unter dem

Vorjahreswert, den positive Sondereinflüsse, eine erfolgreiche

BILD-Sonderausgabe im zweiten sowie starke Werbeerlöse im dritten

Quartal angetrieben hatten. Die bereinigte EBITDA-Rendite des

Segments blieb mit 15,1 Prozent stabil.

Das Segment Marketing Media verzeichnete im Berichtszeitraum einen

Umsatzrückgang von 8,9 Prozent auf EUR 306,8 Mio. (Vj.: EUR 336,8

Mio.). Hier wirkten sich sowohl die Entkonsolidierung von aufeminin

ab Ende April 2018 als auch die Einstellung der US-Aktivitäten von

Bonial Ende 2017 aus. Bereinigt um Konsolidierungs- und

Währungseffekte erhöhten sich die Umsatzerlöse um 1,3 Prozent

gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBITDA des Segments wuchs

deutlich um 11,4 Prozent auf EUR 62,7 Mio. (Vj.: EUR 56,3 Mio.).

Dieser Anstieg wurde von einer organischen Ergebnisverbesserung um

8,9 Prozent, vor allem aus der Einstellung der US-Aktivitäten von

Bonial, getragen. Die bereinigte EBITDA-Rendite im Segment Marketing

Media stieg von 16,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 20,4 Prozent.

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