VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

ZWICKAU - Volkswagen hat in seinem Zwickauer Werk die Serienproduktion des sechsten Elektro-Modells begonnen, des SUV-Coupé ID.5. Damit ist der vollständige Umbau des Werkes, in dem 2020 der letzte Verbrenner vom Band lief, zur reinen E-Auto-Fakrik nun abgeschlossen.

27.01.2022 - 15:22:28

Sechstes E-Modell bei VW in Zwickau - lange Wartezeiten für Käufer. Mit dem Anlauf von sechs Modellen der Marken VW , Audi und Cupra innerhalb von 26 Monaten sei "wichtige Pionierarbeit für den Konzern" geleistet worden, sagte VW-Produktionsvorstand Christian Vollmer am Donnerstag. Die Umweltorganisation Greenpeace rügte jedoch lange Wartezeiten für die Käufer der ID-Modelle. "Das bremst die Antriebswende und den Klimaschutz", kritisierte Mobilitätsexperte Benjamin Gehrs. Er forderte, das Konzernziel für Elektroautos im Jahr 2025 deutlich anzuheben und die Werke schneller umzubauen.

Vollmer räumte ein, dass die Nachfrage die Kapazitäten übersteige und verwies auf Produktionspausen wegen des Halbleitermangels auch in Zwickau. Auf einen ID.3 etwa müssen Käufer derzeit den Angaben nach mehr als neun Monate warten. Im Laufe dieses Jahres werde sich die Situation bessern, versprach Vollmer. Einerseits soll in Zwickau die volle Auslastung von mehr als 1400 Fahrzeugen pro Tag erreicht werden. "Wir möchten die 180 000 bei Volkswagen Sachsen gebauten Fahrzeuge aus 2021 in diesem Jahr übertreffen", erklärte VW-Sachsen-Chef, Stefan Loth.

Andererseits will Volkswagen 2022 die Produktion von Elektro-Autos auf andere Standorte ausweiten. Geplant ist dies für die Werke in Emden, Hannover und Chattanooga in den USA mit den Modellen ID.4 und ID.Buzz. 2023 soll dann der ID.3 auch am Stammsitz Wolfsburg vom Band laufen. Damit könnten dieses Jahr an den Standorten in Europa, USA und China 1,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge gebaut werden, betonte Vollmer. Volkswagen hat nach eigenen Angaben trotz Chipkrise 2021 mehr Elektro-Autos gebaut als je zuvor. Insgesamt waren es rund 369 000 Fahrzeuge (plus 73 Prozent): rund 106 000 Hybridautos und 263 000 reine Stromer.

Seit 2018 wurde die Fabrik mit rund 9000 Beschäftigten für rund 1,2 Milliarden Euro umgerüstet. Vollmer sprach von der größten Fabrik für Elektroautos in Europa. "Der Umstieg auf die Elektromobilität hat sich für das Fahrzeugwerk Zwickau als genau richtig erwiesen", konstatierte der Gesamtbetriebsratschef von VW Sachsen, Jens Rothe. Die Zwickauer seien als "Eisbrecher des Wandels" vorangegangen. "Die Nachfrage nach unseren Modellen boomt, die Beschäftigung unserer Mannschaft ist für die kommenden Jahre gesichert."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Porsche-Chef: Formel-1-Projekt kann profitabel sein. Er sei "zuversichtlich, dass es profitabel" sein könne, sagte Porsche-Chef Oliver Blume der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag). Der Autobauer prüft seit längerem ein Engagement in der Rennserie, wenn ab 2026 ein neues Regelwerk greift. Dann sollen die Hybrid-Motoren mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden. Der Verbrenner im Aggregat soll nur noch 50 Prozent der Leistung beitragen, der Rest ist elektrisch. Das passt zur künftigen Ausrichtung der Auto-Branche. BERLIN - Im Falle eines Einstiegs in die Formel 1 sieht Porsche kein größeres wirtschaftliches Risiko. (Boerse, 24.06.2022 - 09:39) weiterlesen...

VW-Tochter Skoda sichert sich Markenrechte. Das Maschinenbauunternehmen Skoda Group aus Pilsen (Plzen) überträgt seine bisherigen Eigentumsrechte an der Marke "Skoda" für Bereiche außerhalb des Automobilbaus an den Pkw-Produzenten aus Mlada Boleslav. Das teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Über den Preis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. MLADA BOLESLAV - Die Volkswagen -Tochter Skoda weitet ihre Rechte an der eigenen Marke mit dem Pfeil deutlich aus. (Boerse, 23.06.2022 - 17:07) weiterlesen...

Porsche lässt Autos in Osnabrücker VW-Werk fertigen. Von Mitte des kommenden Jahres an solle an dem niedersächsischen Standort die Überlauffertigung der 718-Modellreihe (Boxster und Cayman) beginnen, teilte der Autobauer am Donnerstag in Stuttgart mit. Auf die Zahl der Arbeitsplätze am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen habe die Verlagerung keine Auswirkungen. OSNABRÜCK/STUTTGART - Der Luxuswagenhersteller Porsche nutzt wegen der hohen Nachfrage Kapazitäten des Volkswagenwerks in Osnabrück. (Boerse, 23.06.2022 - 16:02) weiterlesen...

Ford-Belegschaft wartet auf wegweisende Standort-Entscheidung. Auch rund 1300 Beschäftigte im benachbarten Zuliefererpark wären davon betroffen. Sollte die Entscheidung gegen Saarlouis ausfallen, stünde das Werk vor einer ungewissen Zukunft. SAARLOUIS - Die 4600 Mitarbeiter des Ford -Werks in Saarlouis rechnen am Mittwoch mit einer Entscheidung, ob künftig Elektroautos in der saarländischen Stadt oder im spanischen Valencia produziert werden. (Boerse, 22.06.2022 - 06:34) weiterlesen...

Russland will Automarken Wolga und Pobeda wiederbeleben. PETERSBURG - Vor dem Hintergrund des weitgehenden Stillstands der russischen Automobilindustrie hat die politische Führung in Moskau verkündet, die Produktion der sowjetischen Automarken "Wolga" und "Pobeda" wieder aufnehmen zu wollen. "Die Kollegen haben Pläne zur Wiederbelebung der Marken "Wolga" oder "Pobeda", oder sogar beider", sagte Russlands Industrieminister Denis Manturow am Freitagabend beim Internationalen Petersburger Wirtschaftsforum im Interview mit dem Sender RBC. ST. (Wirtschaft, 19.06.2022 - 14:19) weiterlesen...