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WOLFSBURG - Verschärfte Grenzwerte für den CO2-Ausstoß dürften die Autopreise bei VW steigen lassen.

11.01.2019 - 14:21:24

Absatzrekord für VW-Konzern - Autopreise dürften steigen. Um alle künftigen Anforderungen zu erreichen, sei mit "signifikanten Materialkosten-Steigerungen" zu rechnen, sagte Konzern-Vertriebschef Christian Dahlheim am Freitag. Er sprach von einer Größenordnung von durchschnittlich bis zu 3000 Euro je Fahrzeug. Dies lasse sich nicht vollständig ausgleichen.

laut Dahlheim von einer leicht steigenden Nachfrage aus. Er warnte aber: "2019 wird der Gegenwind für unser Geschäft angesichts der geopolitisch volatilen Entwicklungen nicht schwächer."

In China wurde die VW-Gruppe im letzten Monat des vergangenen Jahres 12,5 Prozent weniger Autos los - insgesamt waren es dort 402 600. Auf Jahressicht gab es allerdings noch ein schmales Plus von 0,5 Prozent auf gut 4,21 Millionen Stück. Der größte Einzelmarkt hatte unter anderem wegen des Zollstreits mit den USA seit Mitte 2018 an Dynamik verloren, viele Autokäufer hielten sich aus Unsicherheit zurück. Im laufenden Jahr geht Volkswagen in China von einem weitgehend konstanten Gesamtmarkt aus und sieht Wachstumspotenzial, erwartet aber auch ein "herausforderndes erstes Quartal".

Der Konzern lieferte in den meisten Regionen im vorigen Jahr mehr Autos aus. Einen Rückgang um 2,0 Prozent gab es in Nordamerika, dafür legte Brasilien stark um 30,4 Prozent auf 401 700 Auslieferungen zu. Im Heimatmarkt Deutschland lag das Minus bei 0,1 Prozent, hier wurden 1,28 Millionen Autos verkauft - trotz der Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsstandards WLTP.

Vom 1. September 2019 an gelte die nächste Stufe des WLTP-Verfahrens, erklärte Dahlheim. Dazu müssten nahezu alle Motor-Getriebe-Varianten erneut das aufwendige Zertifizierungsverfahren durchlaufen. Zwar dürften die Folgen deutlich geringer ausfallen als 2018, zeitweise Angebotseinschränkungen bei einigen Modellvarianten seien aber in der zweiten Jahreshälfte nicht auszuschließen.

Zu den "Wechselprämie" genannten Rabatten für Besitzer von Dieselautos in Städten mit besonders belasteter Luft sagte Dahlheim, bislang seien rund 160 000 Gebraucht- in Neuwagen umgetauscht worden. Es gebe keine konkreten Pläne, diese Aktion kurzfristig auf ganz Deutschland auszuweiten.

@ dpa.de

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