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WOLFSBURG / PEKING - Die schmerzhaften Einbußen wegen fehlender Elektronik-Chips dürften den Volkswagen -Konzern auch im wichtigsten Markt China noch eine Weile beschäftigten - es soll aber bald Besserung in Sicht sein.

23.07.2021 - 15:30:26

Noch Probleme, aber Besserung erwartet. "Das wird in den kommenden Monaten sicher ein Thema bleiben", sagte China-Chef Stephan Wöllenstein am Freitag.

Pkw sanken die Auslieferungen in China nach dem starken Start ins Jahr 2021 im zweiten Quartal um 16 Prozent. "Das lag zum einen daran, dass die Vorjahresperiode schon wieder relativ stark war", so Wöllenstein. "Aber auch die Halbleiter-Versorgung war ein Grund. Zudem kamen wir in China speziell beim Baukasten MQB unter Druck. Das machte uns im zweiten Quartal also durchaus zu schaffen." Die Technikplattformen bieten Vorteile bei der Standardisierung und Kostensenkung - sind aber anfällig, wenn viele Gleichteile fehlen.

VW will auf dem chinesischen Markt auch mit den vollelektrischen Modellen der ID-Reihe stärker Fuß fassen. "Der ID.6 ist jetzt gestartet", sagte Wöllenstein zu dem SUV. "Bei den ID.4-Modellen sind wir nun im vierten Verkaufsmonat. Wir wollen im Gesamtjahr 80 000 bis 100 000 dieser Autos im Land an die Kunden bringen." Dabei werde die Entwicklung "sicher auch hier und da vom Thema Chips beeinflusst".

Die Oberklasse-Töchter seien nicht so stark von Engpässen betroffen - viele Hersteller bauen die vorhandenen Chipbestände zuerst dort ein. Bei VW gebe es "insgesamt ein sehr erfreuliches, überproportionales Wachstum in Richtung der Premiummarken", berichtete der China-Chef. "Audi und Porsche haben zuletzt jeweils historische Höchststände erreicht. Das hilft uns in der Summe im Konzern in China."

Neue Vernetzungstechnologien sollen im weltgrößten Automarkt mehr zum Tragen kommen. Dabei müsse man einige Besonderheiten berücksichtigen, sagte Wöllenstein. "Zum Beispiel haben Autohersteller in China bei E-Fahrzeugen die Auflage, dass Daten an offizielle Server gemeldet werden können - so etwas muss dann in der Software anders nachgehalten werden.

Die Pläne für das autonome Fahren würden auf einfacheren Niveaus bald umgesetzt. "Bei Level 2 spielt sich schon heute viel in China ab", erklärte Wöllenstein. "Beim vollautonomen Fahren auf Level 4 bis 5 wird es ein ganz anderes Spiel sein." Dabei sei Volkswagen auch auf Partnerschaften angewiesen: "Wir sind in Gesprächen über enge Kooperationen mit chinesischen Hightech-Firmen."

@ dpa.de

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