Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Mehr Tempo bei der E-Mobilität und das wachsende Geschäft mit Kundendaten sollen bei Volkswagen oder General Motors haben die Wolfsburger aber noch kein festes Datum für einen Abschied vom Verbrenner genannt.

05.03.2021 - 14:29:28

VW legt bei E-Flotten-Zielen nach - Autos werden zur Daten-Plattform. Über Downloads zusätzlicher Funktionen und eine Erweiterung der Steuerungssoftware in den Fahrzeugen sollen VW-Nutzer schrittweise in ein digitales Netzwerk eingebunden werden.

Der Hersteller will die beiden zentralen Themen Elektrifizierung und Digitalisierung stärker koppeln. In Europa sollen bis zum Ende des Jahrzehnts nun mindestens 70 Prozent der Verkäufe auf ausschließliche Stromer entfallen, wie VW-Chef Ralf Brandstätter ankündigte - eine Verdoppelung der bisher geplanten Absatzquote für batterieelektrische Modelle. Volkswagen hatte einen solchen Schritt bereits angedeutet.

Angesichts des EU-Ziels, den gesamten Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 um wenigstens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken, müssen etliche Autohersteller nacharbeiten. VW hatte die bestehenden Brüsseler Flottenziele im vergangenen Jahr knapp verfehlt, 2021 soll die Einhaltung jetzt dank weiterer E-Modelle klappen. Das Unternehmen lässt etliche Fahrzeuge zunächst auch als Firmenwagen oder über die eigenen Händler zu - was von der Umweltschutzorganisation Greenpeace als Schönung der CO2-Bilanz kritisiert wurde. In diesem Jahr soll die neue ID-Serie jedoch stärker in die Breite kommen. Global ist der VW-Konzern für etwa 1 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich.

Mit Blick auf die Langfrist-Strategie hatte es in Wolfsburg zunächst geheißen, dass allein in Europa künftig 300 000 E-Autos der Kernmarke pro Jahr mehr gebaut werden müssten. VW stellt mehrere Werke auf die E-Fertigung um. Offen ist teils noch, woher die nötigen Kapazitäten für Batteriezellen kommen sollen. Hier gibt es derzeit auch - wie bei Elektronikteilen auf Halbleiter-Basis - beträchtliche Lieferengpässe.

In der zweiten Jahreshälfte starten nach dem Kompaktwagen ID.3 und dem SUV ID.4 dann die Limousinen/SUV-Mischung ID.5 sowie im wichtigsten Markt China der größere SUV ID.6. In der Volksrepublik und in den USA soll der reine E-Anteil bis 2030 auf mehr als die Hälfte ansteigen. Das bisher eher schleppend laufende Gesamtgeschäft in den Vereinigten Staaten dürfte in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen gelangen. Um einen günstigeren Kleinwagen erweitert wird die Reihe wohl ab 2025, sagte Brandstätter. Zuletzt war die Rede davon gewesen, dass ein möglicher ID.2 im Polo-Format schon in der Ausbaustufe ab 2023 kommen könnte.

Gleichzeitig hält VW an Nachfolge-Ausgaben von Benzinern und Dieseln fest, etwa bei Golf, Tiguan und Passat. "Wir brauchen den Verbrenner noch auf bestimmte Zeit - aber so effizient wie möglich", erklärte Brandstätter. Es gibt zudem mehr Plug-in-Hybride. Diese sind wegen der regelmäßigen Zuschaltung des Verbrenners jedoch umstritten.

Aus Sicht von Greenpeace geht der beschleunigte E-Ausbau in die richtige Richtung - doch VW löse sich nicht entschlossen genug von den konventionellen Antrieben. "Diese Reaktion ist gut, aber sie greift zu kurz", so Verkehrsexperte Benjamin Stephan. "Will sich VW einen relevanten Platz auf dem künftigen Markt für Mobilität sichern, muss sich der Konzern unabhängiger machen von der Zahl verkaufter Autos und stärker auf Dienstleistungen wie Car- und Ridesharing setzen."

Zumindest Dienste rund um das Datengeschäft mit den eigenen Autos will der Hersteller verstärkt anpacken. Beim ID.3 etwa sollen ab dem Sommer drahtlose Software-Updates möglich sein. Es geht um direkte Kundenkommunikation, aber auch um neue Geldquellen. Die digitale Ausstattung der Fahrzeuge wird standardmäßig so ausgelegt, dass alle möglichen Funktionen grundsätzlich vorinstalliert sind und die Nutzer sie dann je nach Nachfrage und Fahrprofil freischalten lassen können.

Mit einer Art Software-Baukasten soll - ähnlich wie bei verschiedenen Antriebs-Baukästen - die teure Vielfalt zahlreicher Grundvarianten abnehmen. VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer sagte, es sei denkbar, dass das neue Vorgehen "durchaus dreistellige Millionenbeträge in die Kassen bringen" könne. Außerdem sind neue Geschäfte rund um die Energieversorgung und das Laden von E-Fahrzeugen angedacht.

Gegenstück zur Suche nach derlei Erlösmöglichkeiten sind weitere Kostenreduzierungen. Binnen drei Jahren will VW die festen Ausgaben um weitere fünf Prozent drücken. Der Betriebsrat hatte in den Verhandlungen hierzu darauf gedrungen, dass dies nur im Rahmen schon laufender Sparprogramme zulässig ist. Bis 2023 soll die Gewinnkraft im laufenden Geschäft bei der lange chronisch ertragsschwachen Kernmarke mindestens einen Anteil von 6 Prozent des Umsatzes erreichen - und "darüber hinaus nachhaltig abgesichert werden".

@ dpa.de

Weitere Meldungen

SHANGHAI/Menschenrechtskritik: Volkswagen verteidigt Engagement in Xinjiang. Zu Vorwürfen über die Verfolgung und Diskriminierung der Minderheit der Uiguren sagte der China-Chef Stephan Wöllenstein am Sonntag vor Journalisten in Shanghai, für das Volkswagenwerk in Ürümqi gelte wie für alle anderen Standorte und auch ihre Lieferanten in China ein Verhaltenskodex des Konzerns. SHANGHAI - Volkswagen hat sein Engagement in der chinesischen Region Xinjiang verteidigt, die im Fokus von Kritik wegen Verstößen gegen Menschenrechte steht. (Boerse, 18.04.2021 - 10:37) weiterlesen...

Unternehmen wollen Impfaktion in Deutschland beschleunigen. Zahlreiche Unternehmen signalisierten in den vergangenen Tagen ihre Bereitschaft, Mitarbeiter von Betriebsärzten spritzen zu lassen. Noch reicht der Impfstoff dafür aber nicht aus. Mehr als Pilotprojekte sind bisher nicht absehbar - und in den Impfzentren der Konzerne ist Geduld gefragt. HANNOVER - Große Teile der deutschen Wirtschaft sind davon überzeugt, die Impfaktion gegen das Coronavirus beschleunigen zu können. (Boerse, 17.04.2021 - 10:04) weiterlesen...

SHANGHAI/ROUNDUP: China ist 'große Lokomotive' für Autobauer. Der weltgrößte Automarkt wird in diesem Jahr nach Einschätzung chinesischer Branchenexperten um sechs Prozent oder auch mehr zulegen. Besonders rasant soll der Absatz bei Elektroautos wachsen. "70 Prozent Zuwachs dürften kein Problem sein", sagte der Generalsekretär der Personenwagenvereinigung, Cui Dongshu, am Samstag vor Beginn der internationalen Automesse in Shanghai der Deutschen Presse-Agentur. SHANGHAI - China ist der große Lichtblick für deutsche Autobauer in der Corona-Krise. (Boerse, 17.04.2021 - 10:03) weiterlesen...

SHANGHAI: Experten rechnen mit robustem Wachstum auf Chinas Automarkt. "Es dürfte so hoch wie das Wirtschaftswachstum oder etwas mehr werden", sagte der Generalsekretär der Personenwagenvereinigung, Cui Dongshu, am Samstag vor Beginn der internationalen Automesse in Shanghai der Deutschen Presse-Agentur. SHANGHAI - Mit einem kräftigen Wachstum von mehr als sechs Prozent wird sich der chinesische Automarkt in diesem Jahr nach Einschätzung von Experten von der Corona-Krise erholen. (Boerse, 17.04.2021 - 09:31) weiterlesen...

SHANGHAI/Dudenhöffer: China 'große Lokomotive' für deutsche Autobauer. Auch in den USA werde es etwas besser, da das riesige Konjunkturpaket der neuen Regierung von US-Präsident Joe Biden auch Autos fördert. "Aber das wird bei weitem nicht so stark wie China sein", sagte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) am Samstag vor der internationalen Automesse in Shanghai der Deutschen Presse-Agentur. Südamerika versinke im Chaos. SHANGHAI - Der stark wachsende Automarkt in China ist nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer die "große Lokomotive" für deutsche Autobauer in schwierigen Pandemie-Zeiten. (Boerse, 17.04.2021 - 09:29) weiterlesen...

Beschäftigte im Emder VW-Werk gehen ab Montag in Kurzarbeit. Ein Großteil der Beschäftigten werde bis Ende April in Kurzarbeit geschickt, teilte eine VW -Sprecherin am Freitag in Emden mit. Die Maßnahme ist demnach für zwei Wochen angelegt. Laut Betriebsrat sind 8000 bis 9000 Beschäftigte betroffen. In einigen Abteilungen, etwa im eigenen Presswerk oder bei der Neuausrichtung des Werkes für den Bau von Elektrofahrzeugen solle die Arbeit aber regulär weiterlaufen, teilte die Unternehmenssprecherin mit. EMDEN - Im Emder Volkswagen -Werk stehen von kommenden Montag an die Montagebänder wegen fehlender elektronischer Bauteile weitgehend still. (Boerse, 16.04.2021 - 18:21) weiterlesen...