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WOLFSBURG - Die schwache Branchenlage geht auch am zuletzt rund laufenden Geschäft des weltgrößten Autobauers Volkswagen nicht vorbei.

18.11.2019 - 13:32:23

Volkswagen-Konzern senkt Umsatz- und Gewinnziele 2020 - Aktie fällt. Der Konzern wird bei den Aussichten für das kommende Jahr vorsichtiger, Umsatz und Gewinn werden weniger stark steigen als zunächst geplant, wie das Management um Konzernchef Herbert Diess und Finanzvorstand Frank Witter am Montag in einer Telefonkonferenz mit Analysten einräumen musste. Die Aktie der Wolfsburger sackte zu Wochenbeginn spürbar ab.

gut 217 Milliarden Euro Umsatz gemacht, davon ausgehend kalkulieren die Wolfsburger nun mit mindestens knapp 261 Milliarden Euro Erlös im kommenden Jahr. Vorher hatte Volkswagen mit einem Wachstum von mindestens 25 Prozent über den Zeitraum gerechnet - das wären noch rund 10 Milliarden mehr gewesen.

Das Marktumfeld zeige nach unten, sagte Witter. VW achtet nach dem Dieseldebakel mit manipulierter Abgassoftware, das bis dato mehr als 30 Milliarden Euro an Kosten verursacht hat, vor allem auf Kosten und unnötige Investitionen. Den Absatz zu pushen, stehe auf der Prioritätenliste nicht mehr ganz oben, sagte Witter.

Herbert Diess tritt wegen der ab kommendem Jahr strengeren CO2-Abgasregeln in der EU mit der Elektrooffensive die Flucht nach vorn an und will VW damit auch ein grüneres Image verleihen. Für beide Jahre sei man zuversichtlich, die CO2-Ziele einzuhalten, sagte Diess. 2020 sei es nötig, dafür rund 4 Prozent der Autos als Elektroautos zu verkaufen, im Jahr danach wolle VW den Anteil auf 8 Prozent verdoppeln.

Um die nötigen Milliarden für die neuen Antriebe und neue Technik freizuspielen, muss VW an vielen Ecken und Enden knapp kalkulieren und will unter anderem Stellen abbauen. In den kommenden fünf Jahren sind 60 Milliarden Euro für Elektromobilität, Vernetzung und Software vorgesehen - rund 40 Prozent vom gesamten Investitionsbudget.

Ausgehend vom geringeren Umsatzwachstum wird im kommenden Jahr aber nun auch weniger Gewinn bei Volkswagen übrigbleiben. Das Renditeziel für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen bleibt zwar bei 6,5 bis 7,5 Prozent. Da der operative Gewinn infolge der schwächeren Umsatzentwicklung nun nur noch um mindestens ein Viertel über dem von 2016 liegen soll, rechnet Volkswagen hier mit einem Wert von mindestens 18,2 Milliarden Euro. Nach altem Plan hätten es rund 19 Milliarden sein sollen.

Unter anderem sind die Renditepläne bei der Premiumtochter Audi fraglich. Diese im kommenden Jahr zu erreichen, werde anstrengend und womöglich lande man am Ende noch nicht ganz im Bereich von 9 bis 11 Prozent Umsatzrendite, sagte Witter. Audi leidet an einer Absatzflaute und fällt derzeit weiter hinter die Rivalen Mercedes-Benz und BMW zurück. Die Werke sind nicht ausgelastet, was die Ingolstädter teuer zu stehen kommt. Im April wird der ehemalige BMW-Manager Markus Duesmann das Amt als neuer Audi-Chef antreten.

Auch die Gewinnaussichten in China schätzt VW nun vorsichtiger ein. Seit über einem Jahr schwächelt der wichtigste Einzelmarkt vor allem bei den Massenmodellen, bei denen VW im Land Marktführer ist. Zwar steht Volkswagen besser da als so mancher Konkurrent, aber ursprünglich hatten sich die Wolfsburger auch hier für das nächste Jahr mehr ausgerechnet, wie Witter einräumte. China steht bei der Kernmarke VW Pkw für rund die Hälfte aller Auslieferungen, im Konzern für rund 40 Prozent.

Allerdings bezieht VW die anteiligen Gewinne der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen erst im Finanzergebnis ein und nicht in Umsatz und operativem Gewinn. Unter dem Strich wird mit 27 bis 28 Euro Gewinn je Aktie ebenfalls weniger ankommen als zuvor mit 30 Euro gedacht. Die angestrebte Ausschüttungsquote von 30 Prozent für die Dividende könnte VW voraussichtlich 2022 erreichen, sagte Witter.

Die bestätigten Ziele für die operative Umsatzrendite sowie beim freien Mittelzufluss 2020 sähen nicht sehr fordernd aus, kommentierte JPMorgan-Analyst Jose Asumendi. Denn diese dürften schon dieses Jahr erreicht werden. Arndt Ellinghorst von Evercore schrieb, VW sei zwar bei den Sachinvestitionen gut auf Kurs, hier effizienter zu werden. Doch die Forschungs- und Entwicklungskosten seien außergewöhnlich hoch - das führe "hoffentlich" zu mehr Innovationen und nicht nur zu höherer Komplexität wie oft in der Vergangenheit.

@ dpa.de

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