VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Der VW -Aufsichtsrat zieht seine Beratungen über den bevorstehenden Konzernumbau um einen Tag vor.

11.04.2018 - 20:29:35

Kreise: VW zieht Aufsichtsratssitzung zu Umbauplänen vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur trifft sich das Kontrollgremium bereits an diesem Donnerstagnachmittag in Wolfsburg, nicht wie ursprünglich geplant am Freitag. Bei dem Treffen sollen wichtige Personalentscheidungen besiegelt und ein Umbau der Konzernstruktur auf den Weg gebracht werden. Ein Sprecher des VW-Aufsichtsrates wollte sich dazu nicht äußern.

hatte am Dienstag überraschend einen Umbau der Führungsetage angekündigt, die Angaben waren mit Blick auf weitere Details aber noch sehr vage geblieben. Der reguläre Vertrag des 64-jährigen Müller läuft regulär noch bis 2020. Der frühere Porsche-Chef soll intern wegen Entscheidungsschwäche unter Druck geraten sein. Aus dem Umfeld der VW-Kontrolleure hieß es auch, sein Auftreten in Interviews und mangelnde Offenheit wären nicht gut angekommen. Der geplante Umbau soll demnach einen "Aufbruch" ermöglichen.

Der gesetzte Nachfolger Diess war früher BMW -Vorstand und ist seit dem Sommer 2015 bei VW, kurz bevor der Diesel-Abgasskandal ins Rollen kam. Der 59-Jährige galt bereits länger als "Kronprinz" Müllers. In seiner Zeit als Chef der Marke VW mit Modellen wie Golf oder Passat hat er die Effizienz der ertragsschwachen Wolfsburger verbessert.

Bei ihrer Sitzung dürften die Aufseher auch strukturelle Fragen beschäftigen, wie verschiedene Quellen am Mittwoch bekräftigten. Wie konkret diese Fragen schon auf der Sitzung diskutiert werden könnten, blieb aber zunächst unklar. Nach "Spiegel"-Informationen sollen vier Marken-Gruppen gebildet werden - für Volumenmodelle (VW, Skoda, Seat), die Oberklasse (Audi, Bentley), Sportwagen (Porsche, Bugatti, Lamborghini) und Nutzfahrzeuge (MAN , Scania , leichte Nutzfahrzeuge).

Den letzten großen Umbau hatte VW 2012 vollzogen. Damals hatte der Konzern unter anderem die Allianz der Nutzfahrzeug-Töchter vertieft, das Geschäft in China ausgebaut und Dutzende Management-Jobs neu besetzt. "Dieselgate" erhöhte den Druck, weitere Kosten einzusparen.

Was bisher - anders als in den USA - in Europa nicht möglich ist, will die EU-Kommission in Gesetzesform gegossen sehen: Sammelklagen gegen mächtige Konzerne. "In einer globalisierten Welt, in der Großunternehmen einen riesigen Vorteil gegenüber den einzelnen Verbrauchern haben, müssen wir wieder Chancengleichheit herstellen", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova in Brüssel.

Der Vorschlag ist auch vor dem Hintergrund der im September 2015 bekanntgewordenen Abgasaffäre zu sehen. "Qualifizierte Institutionen" wie Verbraucherverbände könnten stellvertretend für Geschädigte gegen Firmen auf Unterlassung oder Schadenersatz klagen. Während VW in den USA schon Milliarden für Prozesse und Vergleiche mit Kunden ausgegeben hat, lehnte der Konzern ähnliche Schritte in Europa ab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich skeptisch zu umfangreichen technischen Nachrüstungen von Dieselautos, um deren Schadstoffausstoß zu senken. Solche Maßnahmen seien "relativ kostenintensiv", sagte sie zum Abschluss der Kabinettsklausur in Meseberg. Merkel machte aber zugleich deutlich, die Regierung habe "ganz klare Erwartungen" an die Autoindustrie, die "erkennbar gravierende Fehler" gemacht habe. "Dafür kann weder der Kunde gerade stehen noch der Steuerzahler, sondern das muss so weit wie möglich von der Automobilindustrie wieder in Ordnung gebracht werden."

Greenpeace verlangte von Diess, im Fall eines Wechsels auf dem Chefsessel des Gesamtkonzerns den massiven Wandel in der Branche entschlossen anzunehmen. "Der kommende VW-Chef muss schnell zeigen, dass er den Konzern für die Zukunft aufstellt", meinte der Verkehrsexperte der Umweltorganisation, Benjamin Stephan, im "Handelsblatt". "Ein Enddatum für Diesel und Benziner wäre das nötige Zeichen, dass VW sich auf das Ende des Ölzeitalters einstellt."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

HANNOVER: Weil und EU-Kommissar für europäische Batteriezellproduktion. Batteriezellfertigung sei eine "Schlüsseltechnologie für den Wandel hin zur Elektromobilität", sagte der SPD-Politiker Weil am Montag auf der Hannover Messe. "Umso wichtiger ist es, vor Ort in Forschung und Entwicklung zu investieren und die Verfahren großtechnisch zu erproben." Dafür seien finanzielle Anreize auch der EU nötig. HANNOVER - EU-Energiekommissar Maro? ?efcovic und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil haben sich für den Aufbau einer europäischen Batteriezellfertigung für E-Autos eingesetzt. (Boerse, 23.04.2018 - 16:35) weiterlesen...

AUSBLICK: Volkswagen legt vor Chefwechsel starken Jahresstart hin. WOLFSBURG - Volkswagen legt am Donnerstag (26. April) seine Zahlen für das erste Quartal vor. Nach der überraschenden Übernahme des Chefpostens durch Ex-Markenchef Herbert Diess Mitte April steht neben den Quartalszahlen auch die künftige Strategie des Vorstands im Fokus. AUSBLICK: Volkswagen legt vor Chefwechsel starken Jahresstart hin (Boerse, 23.04.2018 - 13:40) weiterlesen...

Bayerns Wirtschaftsminister fordert 'sofortiges Ende' der Dieselverbots-Debatte. Die Diskussion schade der bayerischen Wirtschaft enorm und gefährde unzählige Arbeitsplätze bei Autoherstellern und Zulieferern, sagte Pschierer am Montag. MÜNCHEN - Bayerns Wirtschaftsminister Franz Pschierer (CSU) fordert ein "sofortiges Ende" der Debatte über Diesel-Fahrverbote. (Boerse, 23.04.2018 - 10:43) weiterlesen...

'HB': EU-Kommission will deutsche Autobauer wegen Kartellverdacht härter angehen. Die EU-Kommission tendiere dazu, die Gangart gegen Daimler , BMW und den Volkswagen -Konzern wegen womöglich rechtswidriger Absprachen zu verschärfen und damit die Weichen für Geldbußen zu stellen, schreibt das "Handelsblatt" (Montag) unter Berufung auf Industriekreise. DÜSSELDORF - Den unter Kartellverdacht stehenden deutschen Autobauern droht laut einem Pressebericht ein schärferes Vorgehen der europäischen Wettbewerbsbehörden. (Boerse, 22.04.2018 - 19:30) weiterlesen...

US-VW-Kontrolleur vermisst personelle Konsequenzen in Deutschland. So monierte der Jurist in einem ersten Bericht an das US-Justizministerium, dass es kaum personelle Konsequenzen in Deutschland gegeben habe. Wie das Blatt weiter berichtet, kritisierte Thomson die interne Aufarbeitung der Abgasaffäre. Demnach vermisst er Ernsthaftigkeit in der Sache bei VW . BERLIN - Der von den US-Behörden nach dem Abgasskandal bei Volkswagen eingesetzte Aufpasser Larry Thompson sieht nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" noch keinen echten Kulturwandel beim Konzern. (Boerse, 22.04.2018 - 11:42) weiterlesen...

KBA muss in Sachen VW-Rückrufanordnung Akteneinsicht gewähren. SCHLESWIG - Das Kraftfahrtbundesamt muss der Deutschen Umwelthilfe im Streit um die Rückrufanordnung von VW -Modellen Akteneinsicht gewähren. Das Verwaltungsgericht in Schleswig gab damit am Freitag einer entsprechenden Klage des Verbandes statt. Konkret geht es um den Schriftverkehr zwischen dem Bekanntwerden des Dieselskandals am 18. September 2015 und dem Datum der Rückrufanordnung von VW-Dieselfahrzeugen (15. Oktober 2015), der sich auf diese Anordnung bezieht. KBA muss in Sachen VW-Rückrufanordnung Akteneinsicht gewähren (Boerse, 20.04.2018 - 17:47) weiterlesen...