VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Der Aufsichtsrat von Volkswagen hatten zuletzt erneut für Kritik gesorgt.

24.02.2017 - 06:28:24

VW-Aufseher sprechen über neues Vergütungssystem. Der über den Abgasskandal gestürzte Ex-VW-Chef Martin Winterkorn hatte in einigen Jahren zudem noch deutlich üppigere Summen als zehn Millionen Euro bekommen.

Mit Ergebnissen der Sitzung wird am Nachmittag gerechnet. Der weltgrößte Autohersteller hatte bereits 2016 angekündigt, sein Vergütungssystem für Führungskräfte ändern zu wollen. Die Initiative dafür hatten das Land Niedersachsen und der Betriebsrat ergriffen, wie weiter zu hören war. Das Land ist VW-Großaktionär und mit zwei Mitgliedern im Aufsichtsrat vertreten. Zuletzt hatte es Kritik auch daran gegeben, weil Christine Hohmann-Dennhardt nach nur gut einem Jahr Arbeit als VW-Vorstand für Integrität und Recht zu ihrem Abschied eine Zahlung von über 12 Millionen Euro erhält.

Außerdem wird erwartet, dass das Unternehmen nach dem Treffen des Kontrollgremiums erste Eckpunkte seiner Bilanz für 2016 vorlegt. 2015 hatte Volkswagen angesichts der immensen Kosten für den Diesel-Skandal den größten Verlust der Konzerngeschichte verzeichnet.

Auch das vergangene Jahr war gekennzeichnet von Kosten für den Skandal: Nach neun Monaten lagen die Sondereinflüsse durch Rechtsverfahren schon bei 2,6 Milliarden Euro - und Finanzanalysten rechnen für das letzte Quartal mit weiteren Belastungen. Ohne Kosten etwa für verschiedene Vergleiche in den USA und Kanada dürfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern jedoch mit 14,8 Milliarden Euro einen Rekordwert erreicht haben, schätzen Analysten. Beim Konzernumsatz wird Volkswagen wohl wie im Vorjahr dank des guten Laufs in China 213 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.

Bei der Aufarbeitung der Abgas-Affäre war zuletzt Audi -Chef Rupert Stadler in den Fokus geraten. Ein von Audi entlassener früherer Chefentwickler von Dieselmotoren hatte Vorwürfe gegen ihn erhoben. Der Audi-Chef habe ihm bei seiner Beurlaubung gesagt, "dass alles auf Druck von VW und dem VW-Aufsichtsrat geschehen ist", hatte der Anwalt des Ingenieurs Ulrich Weiß am Dienstag vor dem Arbeitsgericht Heilbronn aus Weiß' Gesprächsprotokoll zitiert.

Audi bestritt, dass Weiß den Inhalt richtig widergegeben habe. "Wir haben auch einen Zeugen dafür", sagte ein Firmensprecher. Der Entwickler geht vor Gericht gegen seine Freistellung im Zuge des Diesel-Skandals vor. VW betont bislang, dass für die Manipulationen nur eine Gruppe weniger Manager unterhalb der Top-Führungsebenen verantwortlich war.

Im September 2015 war zuerst in den USA offiziell bekanntgeworden, dass Volkswagen über Jahre ein Programm zur Manipulation von Diesel-Abgaswerten einsetzte. Neben der Kernmarke VW-Pkw sind Modelle etwa der Töchter Audi, Seat und Skoda davon betroffen.

Stadler, seit 2007 Audi-Chef, ist im Zuge der Affäre zunehmend unter Druck gekommen. Nach dem Beginn des Skandals hatte schließlich auch Audi zugeben müssen, dass in seinen großen Sechszylinder-Dieseln Abgas-Software eingesetzt wurde, die nicht US-Vorschriften entsprach.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Volkswagen trotz Dieselkrise auf Rekordfahrt (Boerse, 23.02.2018 - 19:46) weiterlesen...

Perspektiven für VW-Werk Osnabrück: T-Roc-Cabrio kommt ab 2020. Der Aufsichtsrat habe die notwendigen Investitionen von mehr als 80 Millionen Euro in den Standort auf seiner Sitzung bestätigt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Mit dem Cabrio auf der Basis des T-Roc knüpfe VW an die "Cabriolet-Erfolgsgeschichte der Osnabrücker Mannschaft" an und sichere dort Beschäftigung. An dem Standort gab es Sorgen wegen der Auftragslage. "Das Werk Osnabrück hat damit eine gute Zukunftsperspektive", sagte Markenchef Herbert Diess. WOLFSBURG - Neue Perspektiven für den Volkswagen -Standort Osnabrück: Das erste SUV-Cabriolet der Kernmarke VW soll vom ersten Halbjahr 2020 an in dem niedersächsischen Werk gebaut werden. (Boerse, 23.02.2018 - 19:04) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: NordLB belässt Volkswagen Vorzüge auf 'Kaufen' - Ziel 189 Euro. Die recht starken Ergebnisse sprächen angesichts des Dieselskandals für sich, schrieb Analyst Frank Schwope am Freitag in einer ersten Einschätzung. Die Kunden schienen mit Blick auf Rekordwerte bei Absatz, Umsatz und operativem Ergebnis den Dieselskandal weitgehend verziehen zu haben. HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Volkswagen nach Eckdaten für 2017 auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 189 Euro belassen. (Boerse, 23.02.2018 - 18:23) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Volkswagen-Vorzüge auf 'Overweight'. Der Umsatz decke sich mit den Erwartungen, der operative Gewinn (Ebit) liege jedoch um 8 Prozent unter der Konsensschätzung, schrieb Analyst Jose Asumendi am Freitag in einer ersten Einschätzung. Die Nettobarmittel des Automobilkonzerns seien stark ausgefallen und der Dividendenvorschlag solide. NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge (VW) nach vorläufigen Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 213 Euro belassen. (Boerse, 23.02.2018 - 18:21) weiterlesen...

VW fährt der Krise davon WOLFSBURG - Unbeeindruckt von der Dieselkrise fährt der weltgrößte Autobauer Volkswagen den Debatten um Fahrverbote und Milliardenlasten aus der Diesel-Affäre - zumindest in der Bilanz. (Boerse, 23.02.2018 - 18:14) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS 2: Anleger bemängeln Zahlen und Ausblick von Volkswagen (Boerse, 23.02.2018 - 17:22) weiterlesen...