VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Bei Volkswagen die theoretisch mögliche Maximalvergütung gegenüber dem alten System um zu 40 Prozent.

24.02.2017 - 19:49:24

GESAMT-ROUNDUP: VW macht wieder Millionengewinne - Top-Gehälter werden begrenzt

Die Maximal-Einkommen könnten aber nur bei einer "herausragenden Unternehmensentwicklung" erreicht werden, hieß es. Hohe Gehälter und hohe Bonuszahlungen bei VW trotz Dieselkrise waren öffentlich scharf kritisiert worden.

CHINA UND TÖCHTER SORGEN FÜR AUFTRIEB

Die Folgen der Abgas-Manipulationen belasten Volkswagen weiter. Dennoch fuhr der Konzern im vergangenen Jahr vor allem wegen seiner Stärke in China unterm Strich einen Gewinn von 5,1 Milliarden Euro ein, nach einem Rekordverlust von knapp 1,6 Milliarden Euro zuvor. "Die Zahlen zeigen: Volkswagen ist sehr robust aufgestellt, operativ und finanziell", sagte Vorstandschef Matthias Müller.

Um Sonderkosten vor allem für die Rechtsstreitigkeiten rund um die Diesel-Affäre bereinigt konnte VW ein Rekord beim operativen Ergebnis von 14,6 Milliarden Euro verzeichnen, 14 Prozent mehr als vergangenes Jahr. Grundlage dafür ist ein Absatzplus vor allem wegen der Stärke von VW in China und das erfolgreiche Abschneiden profitabler Tochtermarken wie Audi . Der Konzernumsatz stieg 2016 um knapp 2 Prozent auf 217,3 Milliarden Euro.

DIESELAFFÄRE KOSTET WEITER GELD

Dennoch trübt die Dieselaffäre um manipulierte Abgastests von Millionen Dieselautos weiter die Bilanz der Wolfsburger. Auch zum Jahresende belasteten die Sonderkosten für Rechtsstreitigkeiten in Nordamerika die Bilanz mit mehreren Milliarden Euro, auf Jahressicht kostete das Dieseldesaster noch einmal 6,4 Milliarden Euro. Insgesamt hat VW für den Skandal bisher mehr als 22 Milliarden Euro zurückgestellt.

Als Folge auch des Abgasskandals hatte Volkswagen bereits 2016 angekündigt, sein Vergütungssystem für Führungskräfte zu ändern. Zuvor hatte es massive Kritik an hohen Bonuszahlungen für die Vorstände gegeben - obwohl VW wegen des Abgasskandals rote Zahlen geschrieben hatte.

DECKELUNG DER VORSTANDSGEHÄLTER

Die Reform des Vergütungssystems sieht neben einer Deckelung der Einkommen vor, dass die Ziele für die variable Vergütung, darunter umstrittene Bonuszahlungen, verschärft werden. Dafür wird das Fixgehalt angehoben. Das neue System gilt vom Geschäftsjahr 2017 an. Die Verträge der Vorstandsmitglieder werden entsprechend geändert.

Der damalige Vorstandschef Martin Winterkorn war 2011 auf ein Einkommen von rund 17,5 Millionen Euro gekommen. Dies lag vor allem an hohen Bonuszahlungen angesichts von hohen Gewinnen und hatte eine breite Debatte über Managergehälter ausgelöst. 2015 lag das Einkommen des amtierenden VW-Vorstandschefs Matthias Müller wegen der Folgen von "Dieselgate" deutlich unter der nun eingeführten Obergrenze von 10 Millionen Euro.

WEIL: 'WICHTIGER SCHRITT'

Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil bezeichnete die Reform bei den Vorstandsgehältern als wichtigen Schritt. Die neue Vergütungshöhe sei deutlich reduziert worden, gleichzeitig sollten die Ziele für die variable Vergütung anspruchsvoller werden, erklärte der SPD-Politiker.

Ein Thema im VW-Aufsichtsrat sollte auch die Rolle von Audi-Chef Rupert Stadler im Dieselskandal sein, wie es zuvor im Konzernumfeld hieß. Stadler, der seit 2007 im Amt ist, war zuletzt in den Fokus gerückt. Ein von Audi entlassener früherer Chefentwickler von Dieselmotoren hatte Vorwürfe gegen ihn erhoben. Stadler habe ihm bei der Beurlaubung gesagt, "dass alles auf Druck von VW und dem VW-Aufsichtsrat geschehen ist", hatte der Anwalt des Ingenieurs Ulrich Weiß am Dienstag am Arbeitsgericht Heilbronn aus einem Gesprächsprotokoll zitiert.

VW-CHEF MÜLLER STÄRKT STADLER DEN RÜCKEN

VW-Konzernchef Müller und der Audi-Aufsichtsrat sprachen Stadler am Freitag ihr Vertrauen aus. Der Aufsichtsrat habe die erhobenen Anschuldigungen von einer Anwaltskanzlei prüfen lassen. "Diese Prüfung kommt zum Ergebnis, dass die gegen Herrn Stadler erhobenen Vorwürfe nicht zutreffend sind", teilte die VW-Tochter mit.

Außerdem gab es bei VW kürzlich Auseinandersetzungen zwischen dem VW-Markenchef Herbert Diess und dem Betriebsrat. Anlass war die Umsetzung des "Zukunftspakts". Mit dem Spar- und Umbaukonzept soll die Konzern-Kernmarke VW profitabler werden. Betriebsratschef und VW-Aufsichtsrat Bernd Osterloh hatte Diess Wortbruch vorgeworfen und deshalb einige Projekte vorerst auf Eis gelegt. Der Streit konnte Anfang dieser Woche beigelegt werden. Die Familien Porsche und Piëch als VW-Großaktionäre stützten Diess. Man setze weiter auf den aktuellen Vorstand, erfuhr die dpa aus dem Konzernumfeld. Dies umfasse auch die Vorstandsmitglieder Diess sowie Audi-Chef Stadler.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Stuttgarter Test mit Moos gegen Feinstaub verzögert sich weiter. Ob die feingliedrige Landpflanze tatsächlich in der Lage ist, die Luftbelastung am Feinstaub-Hotspot Neckartor zu reduzieren, stehe erst nach weiteren Messungen an gleicher Stelle ohne Moos und nach wissenschaftlicher Auswertung etlicher Messergebnisse fest, sagte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage. Dazu werde das Moos an der 100 Meter langen und drei Meter hohen Wand Ende April von dem Metallgerüst entfernt. Das Abbau der Wand sei für Juni angesetzt. Das sei so geplant gewesen und kein Hinweis auf die Wirksamkeit. STUTTGART - Der Großversuch mit Deutschlands erster Mooswand gegen gesundheitsschädlichen Feinstaub hat sich weiter verzögert. (Boerse, 20.02.2018 - 09:24) weiterlesen...

Verhandlungen über mehr Geld für VW-Beschäftigte gehen weiter HANNOVER - Nach dem Durchbruch bei den Tarifverhandlungen in der Metallindustrie gehen am Dienstag (16.00 Uhr) in Langenhagen bei Hannover die Gespräche über den Haustarif bei Volkswagen weiter. (Boerse, 20.02.2018 - 05:46) weiterlesen...

Vierte Verhandlungsrunde im Streit um VW-Haustarif steht bevor. Am Dienstag (16.00 Uhr) wird die Tarifrunde in Langenhagen bei Hannover fortgesetzt. Anfang Februar hatte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh die Arbeitgeberseite vor einer deutlichen Ausweitung der Warnstreiks gewarnt. "Zur Not werden wir den halben Konzern zum Stillstand bringen", sagte er. IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger bezeichnete das VW-Angebot als "Mogelpackung". HANNOVER - Im Streit um den Haustarif bei Volkswagen gehen die Verhandlungen in die vierte Runde. (Boerse, 19.02.2018 - 09:32) weiterlesen...

IG Metall fordert 'blaue Plakette' für Diesel-Autos. "Die Bundesregierung darf sich nicht weiter verstecken. Sie muss endlich handeln", sagte Jörg Hofmann, der Erste Vorsitzende der IG Metall, der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Die Gewerkschaft IG Metall hat angesichts drohender Diesel-Fahrverbote in Städten die Bundesregierung massiv kritisiert und die Einführung einer "blauen Plakette" gefordert. (Boerse, 19.02.2018 - 05:24) weiterlesen...

Steigende Nachfrage bringt lange Lieferzeiten für E-Autos. Wie die "Automobilwoche" in ihrer neuen Ausgabe (Sonntag) berichtet, müssen Kunden bis zu einem Jahr auf ein neues Fahrzeug warten. Das gelte sowohl für deutsche Hersteller wie für Importeure. MÜNCHEN - Wer sich angesichts drohender Fahrverbote jetzt für ein Elektroauto entscheidet, muss sich auf lange Lieferzeiten einstellen. (Boerse, 18.02.2018 - 14:18) weiterlesen...

Protest gegen mögliche Diesel-Nachrüstungen auf Staatskosten. Autofahrer-Clubs, die Verbraucherzentralen, SPD und Grüne pochten darauf, dass die Autobauer für eventuelle Motoren-Umbauten zahlen müssten. "Die Kosten für mögliche technische Nachrüstungen sind von den Herstellern zu tragen", sagte ein Sprecher von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Freitag. Ob es über zugesagte neue Abgas-Software hinaus zu solchen Nachbesserungen kommt, ist aber noch offen. BERLIN - Im Kampf gegen zu hohe Luftverschmutzung in deutschen Städten formiert sich massiver Protest gegen mögliche Nachbesserungen älterer Diesel vor allem auf Kosten des Staates. (Boerse, 16.02.2018 - 17:12) weiterlesen...